Derby im Symalla-Cup-Finale

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Mehrmals ließen die schnellen Angreifer der Eintracht den Gegner aus Südkirchen ins Leere laufen. Am Ende siegten die Evenkämper knapp, aber verdient mit 2:1.

STOCKUM -   Der Werner SC hat durch ein 2:1 (1:0) gegen den SV Herbern II das Finale des Symalla-Cups in Stockum erreicht. Nachdem die Elf von Kurtulus Öztürk in der ersten Halbzeit eigentlich alles klar machen muss, erlöste erst Geburtstagskind Marc Schwerbrock seine Mannschaft mit dem Siegtreffer zum 2:1 per Foulelfmeter in der Nachspielzeit.

Chris Thanheiser war mit letzter Kraft in den Strafraum gezogen und wurde von Fabian Hölscher per Grätsche gelegt. Schwerbrock verwandelte für die Blau-Roten.

Der Bezirksligist erwischte den besseren Start und kontrollierte das Spiel. Spielertrainer Kurtulus Öztürk gab in der zehn Minute den ersten Warnschuss auf das Tor von Sebastian Adamek ab. Es folgten weitere: Gegen Oliver Winter (13.) und Marc Schwerbrock (14.) hielt Adamek überragend, beim Kopfball von Bastian Schöpper war er bereits geschlagen, doch der Ball tickte knapp rechts am Pfosten vorbei (19.). Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Marc Schwerbrock für den Favoriten traf. Einen Traum-Pass von Hisham Saado nahm der Spielmacher mustergültig mit, umkurvte noch Stephan Aschoff und ließ Adamek mit einem Schlenzer in den linken Winkel keine Chance.

Nur drei Minuten später hat Kurtulus Öztürk den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch sein Lupfer knallte an die Unterkante der Latte – wieder Glück für Herbern. Bis zur Halbzeit kontrollierte der WSC weiter das Spiel, ohne dabei jedoch gefährlich zu werden.

Die Pause tat den Jungs von Timmy Schütte gut. Die erste gute Angriffsaktion brachte Herbern gleich den Ausgleich. Nach einer Ecke von der rechten Seite bekam Oliver Winter den Ball im Gewühl an die Hand. Den fälligen Strafstoß verwandelt Stephan Aschoff sicher (60.). Nächste Großchance dann für den Werner SC: Oliver Winter köpfte den Ball nach einem Abpraller aus zwei Metern über die Latte (73.).

Bis zur Nachspielzeit blieb die SVH-Reserve im Spiel und hatte sogar die Chance zum Siegtreffer: Ein Schuss aus guter Position vergab Carlos Carima aber leichtfertig. Mit der letzten Aktion traf Schwerbrock zum umjubelten Sieg und beschenkte sich mit einem Doppelpack zum Geburtstag (90+3.) selbst. „ Wir haben das Spiel unnötig spannend gemacht, mit dem Läuferischen bin ich sehr zufrieden. Ich denke, dass wir verdient ins Finale eingezogen sind“, sagte WSC-Spielertrainer Kurtulus Öztürk. Sein Gegenüber Timmy Schütte stimmte zu. „Wir brauchen uns nicht beschweren, wenn das Spiel bereits zur Pause entschieden ist. Wenigstens konnten wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen dagegen halten“, erklärte Schütte nach dem Abpfiff.

WSC: Rockel (46. Vorwick) – Schöpper, Heese, Schnee (56. Bacak), H. Saado, Seifert (56. Wintjes), Thannheiser, Schwerbrock, O. Winter, Simon (46. Nowak), Öztürk (65. Klimecki)

SVH II: S. Adamek – Lübke, S. Aschoff, Nathaus, Zilligen (19. Sennekamp/63. Spiegelhauer), Hölscher, Havers (46. Pottmeier), Carima, Bruland (65. Lohmann), Ophaus (57. Brinkmann), M. Aschoff

Tore: 1:0 (27.) Schwerbrock, 1:1 (60.) Handelfmeter S. Aschoff, 2:1 (90+3) Foulelfmeter Schwerbrock

Halbfinale: Eintracht Werne – SV Südkirchen 2:1 (0:1). „Aufgrund der zweiten Halbzeit, in der wir mehr Druck gemacht haben, geht der knappe Sieg in Ordnung“, freute sich Eintracht-Coach Muris Mujkanovic über den Einzug ins Traumfinale gegen den Werner SC am kommenden Freitag.

Es war gegen engagierte Südkirchener aber ein hartes Stück Arbeit für die ersatzgeschwächten Evenkämper. Keine Minute war gespielt, da brachte Chris Studnicka die Jungs vom Böckenbusch überraschend in Führung. Die Eintracht hielt danach zwar dagegen, spielerisch lief aber nicht viel zusammen. Nur wenn Pawlik auf der rechten Seite los sprintete, wurde es gefährlich. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze „knallte“ Mario Martinovic nach gut einer halben Stunden über den Querbalken. Auf der Gegenseite hatte der SVS durch seinen Torschützen die Chance auf das 2:0, Keeper Linke parierte aber stark.

Im zweiten Durchgang zog die Eintracht dann das Tempo an. Erst drosch Dario Obrenovic das Leder über den Kasten, dann wurde er elfmeterreif von Muck zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Mario Martinovic überlegt zum Ausgleich (52.). Und die Eintracht setzte nach. Keine zehn Minuten später brachte Südkirchen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Marko Martinovic bedankte sich mit dem 2:1. Fast hätte Pawlik den dritten Treffer erzielt, schoss aber knapp am Tor vorbei.

So mussten die Evenkämper bis zum Schlusspfiff zittern. Erst recht, als Ünal nach einem Foul den gelben Karton sah, anschließend meckerte und vom Platz flog. Linke entschärfte in der Nachspielzeit noch einmal glänzend zwei Schüsse der Südkirchener.

„Dafür, dass uns sieben Stammkräfte fehlten, haben sich die Jungs super verkauft. Jetzt freuen wir uns auf das Finale gegen den WSC“, so Muris Mujkanovic.

Eintracht: Linke – Ünal, Kinne, Scharein, Do. Obrenovic, Öztürk, Pawlik (75. M. Dömland), Da. Obrenovic, Mario Martinovic (90. E. Dömland), Bilgic, Marko Martinovic

Tore: 0:1 (1.) Studnicka, 1:1 (52.) Foulelfmeter Mario Martinovic, 2:1 (60.) Marko Martinovic

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Ünal (Eintracht) wegen Meckerns (80.). - awa

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