Einsauen mit Niveau: 815 fahren beim RSC Winter Bike Trophy

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Mal so richtig mit Niveau einsauen, das wollten am Sonntag insgesamt 815 Teilnehmer an der zweiten Etappe der Winter Bike Trophy.

Werne – Am Morgen waren die Bedenken groß. „Als ich um halb Sieben aus dem Fenster gesehen habe, dachte ich nur: Oh Gott...“, sagt Daniel Schulte, Touristikwart des Radsportclubs Werne.

Doch wenig später verzog sich der Regen der Nacht und bei leichten Plusgraden und Sonnenschein gingen letztlich 815 Männer und Frauen auf die zweite Etappe der Westfalen Winter Bike Trophy.

„In Anbetracht der Wettersituation am frühen Morgen dürfen wir sicherlich zufrieden sein“, meint Schulte, der mit seinen Vorstandskollegen wieder ein hervorragend durchgearbeitetes Programm auf die Beine gestellt hatte.

Schon weit vor dem eigentlichen Starttermin um 10 Uhr hielt es die Fahrerinnen und Fahrer nicht mehr im Start- und Zielbereich. Lange Schlangen bildeten sich an der Anmeldung und an den Stempelpunkten für die Wertungskarten. Lange Schlangen gab’s anschließend auch in Cappenberg bei der Tee-Ausgabe und letztlich auch an der Räder-Waschanlage, an der vier „Kärcher Boys“ die Bikes mit Hochdruck wieder auf Hochglanz brachten – im Rahmen der Trophy ein einzigartiges Angebot. „Man braucht schließlich ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Daniel Schulte.

Auch die Freundlichkeit der Gastgeber macht den Reiz dieser Etappe aus. Als einem Fahrer aus Lünen der Mantel des Hinterreifens regelrecht zerfetzt wurde, bekam er einen Gratis-Shuttle nach Hause.

Die Teilnehmer, denen vier Strecken (32 bis 80 Kilometer) zur Auswahl standen, kamen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen. Stammgäste reisten aus Friedberg in Hessen oder aus Brandenburg an – letzterer packte sein gesamtes Equipment in einen Fiat 500.

Auch ehemalige Werner schauen gerne vorbei. So auch Robert Feldermann, früher bekannt als Fußballer des SSV Werne. Er lebt seit inzwischen 15 Jahren in Coesfeld, hat sich dem Radsport verschrieben.

Während sie sich schon länger für den Start in Werne entschieden hatten, machte es Roland Schönberger ganz kurzfristig. Der Leichtathletik-Trainer des TV Werne war erst in der Nacht zu Sonntag von einer „Around the world“-Tour mit gut 47 000 Kilometern in 14 Tagen heimgekehrt und sich spontan entschlossen, sich den Jetlag aus den Gliedern zu fahren.

In der Mannschaftswertung siegten die „üblichen Verdächtigen“ von Sprinter Waltrop mit 18 Teilnehmern. Die Dicke Scheibe Hohenlimburg (14) belegte Rang zwei, der SC Capelle – vor einer Woche Gastgeber der ersten Etappe – kam mit elf Männern und Frauen auf den dritten Platz. Weiter geht es am Wochenende mit der dritten Station in Dortmund Aplerbeck. Die Serie endet nach insgesamt neun Stationen am 28. Februar in Iserlohn.

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