Pourie wechselt nach Russland zum FC Ufa

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Marvin Pourie (rechts) in der Champions League gegen den (Ex-)Leverkusener Spahic.

Werne - Marvin Pourie und Stale Solbakken – das passt nicht zusammen. Auch nach dem zweiten Versuch der Zusammenarbeit zwischen dem 24-jährigen Angreifer aus Werne und dem Trainer des FC Kopenhagen steht nach kurzer Zeit fest: Die Chemie stimmt nicht.

Deshalb wird der ehemalige U18-Nationalspieler ein weiteres Mal ausgeliehen: Bis zum Ende der Saison spielt Pourie beim FC Ufa in der russischen Premier-Liga.

Der FCK vermeldete dies Freitag am späten Nachmittag in wenigen Sätzen auf seiner Homepage. Noch am Morgen hatte Marvin Pourie im Kader für das Abendspiel gegen Tabellenführer FC Midtjylland gestanden. Darin hätte er erneut wohl nur als Stürmer Nummer drei auf der Bank gesessen – wie zuletzt beim Aus in der Europa-League-Qualifikation gegen Jablonec und beim 1:1 im Punktspiel gegen den FC Nordsjælland.

„Stale hat Marvin gesagt, bei anderen Trainern sei er sicherlich Angreifer Nummer eins, bei ihm aber nicht, weil er ein anderes System bevorzuge“, sagt Pouries Berater Jürgen Klein, und: „Da muss man als Spieler auch mal reagieren, zumal Marvin den Respekt vermisst und die Anerkennung für die Tore, die er bereits erzielt hat.“

Schließlich hatte Pourie zum Auftakt in der Liga das 1:0 zum späteren 2:1-Sieg in Esbjerg erzielt und dem FCK das Weiterkommen in der Europa-League-Quali ermöglicht – mit zwei Toren beim 3:1-Sieg gegen den walisischen Vertreter AFC New-town. Trotz allem saß er zuletzt wieder nur auf der Bank.

Die Entscheidung sei dann relativ schnell gefallen, sagt Jürgen Klein. Am Freitagmorgen gab’s bereits – ungewöhnlich schnell – das notwendige Visum für Russland. „Die haben das innerhalb eines Tages für ihn besorgt. Da sieht man, welches Interesse der Verein Ufa für den Spieler Pourie hat“, sagt Jürgen Klein, dessen Schützling fix die Koffer packte und bereits am Abend im Flieger saß.

Schon am Montag soll Pourie im Auswärtsspiel seines neuen Klubs bei Mordowia Saransk auf dem Platz stehen. Offiziell vorgestellt wird er den Fans am Sonntag, 23. August, beim Heimspiel gegen Lokomotive Moskau. Der FC Ufa liegt nach vier Spieltagen der Premier-Liga auf dem ersten Nichtabstiegsplatz und musste sich Zenit St. Petersburg zuletzt unglücklich mit 0:1 (Tor: Danny, 87.) geschlagen geben.

Die Saison in Russland sei alles andere als ein Abenteuer, sondern ein seriöses Unternehmen: „Marvin landet nicht in der Diaspora. In Russland bewegt sich etwas im Fußball. Das ist schließlich das Gastgeberland für die WM 2018“, sagt Klein, der sich im Vorfeld auch über Pouries neuen Verein schlau gemacht hatte – zum Beispiel bei Ivan Paurevic, der dort spielt und in Jugendzeiten mit dem Werner Talent bei Borussia Dortmund auf dem Platz gestanden hat. „Ich habe lange mit ihm telefoniert und es war durchweg positiv, was er mir zu erzählen hatte. Sie haben sich sehr, sehr um Marvin bemüht.“

Auch ein befreundeter Fußballlehrer, Ruslan Khadartsev, habe nur Gutes über den Verein und dessen Trainer, den ehemaligen Nationalspieler Igor Kolywanow, erzählt. Für Pourie sei die erneute Trennung auf Zeit von seinem eigentlichen Arbeitgeber der richtige Schritt zur richtigen Zeit: „Am 31. endet schließlich die Wechselfrist. Und Marvin will spielen, spielen, spielen....“

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