65:82 – LippeBaskets spielen gegen Münster stark auf

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Das ist ja... fast wie Weihnachten. So viel Platz, wie hier für den überragenden Frederic Meinert gegen Kunel, hatten die Werner auf dem Weg zum Korb eigentlich kein zweites Mal.

Werne - Die LippeBaskets haben am Abend das Viertelfinalspiel im westdeutschen Pokal gegen die WWU Baskets Münster wie erwartet verloren, bei der 65:82-Niederlage (12:24, 18:15, 13:16, 22:27) den Favoriten aber über die volle Distanz geärgert.

„Großer Respekt vor deren Leistung. Christoph hat die Mannschaft sehr gut eingestellt“, sagt Gästetrainer Philipp Kappenstein. „Gegner aus der 1. Regionalliga von unten, die frühstücken sie ab. Das ist ihnen hier nicht gelungen“, freut sich sein früherer Teamkollege Christoph Henke.

Vor mehr als 250 Zuschauern in der Ballspielhalle entwickelt sich vom Hochball an ein intensives Spiel. Der Tabellenführer der höchsten NRW-Spielklasse lebt in den ersten zehn Minuten vor allem von Marley Jean-Louis, der zu Saisonbeginn von Alba Berlin kam. 18 der 24 Münsteraner Punkte gehen auf sein Konto. Mit vier Dreiern in Folge – drei von Jean-Louis, einer von Jan König – nutzen die Münsteraner Fehler im Werner Spielaufbau aus und ziehen gegen Ende des ersten Viertels auf 12:24 davon – ein Schock für die Gastgeber.

Der Abend scheint den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Werner wehren sich, lassen sich von der Athletik und der kräftig zupackenden Art der Münsteraner zu keiner Zeit beeindrucken.

Der überragende Frederic Meinert sorgt mit dem Dreier zum 15:25 für den ersten Stimmungsaufheller im zweiten Viertel. Wenig später trifft Kussel zum 19:27, Kappenstein nimmt eine Auszeit.

Doch besser wird’s bei Münster nicht. Cajus Cramer verkürzt wenig später sogar auf drei Punkte (24:27).

Okay, die WWU Baskets setzen sich kurz vor der Halbzeit wieder auf neun Zähler ab, weil Stephan Kreutzer und Dallis Johnson ihre sechs Freiwürfe sicher zum 39:30 aus Sicht der Gäste verwandeln. Doch das Viertel gewinnen die LippeBaskets.

Nach dem Seitenwechsel warten alle auf den Einbruch des Tabellenzweiten der Oberliga 3. Doch der kommt nicht. Mitte des dritten Viertels trifft Robin Brachhaus zum 41:46 – für Kappenstein das nächste Signal, um in einer Auszeit für Ordnung zu sorgen. 1:44 Minuten vor dem Ende dieses Viertels steht es nur 43:49 – wer hätte das zuvor gedacht. „Wenn wir hier wirklich unter 20 bleiben sollten, dann gehen wir als moralische Sieger vom Platz“, hatte der sportliche Leiter, Jens König, vor Spielbeginn noch gesagt.

So soll es am Ende sogar sein. Münster geht auf 16 Punkte weg, Meinert und Brachhaus verkürzen mit ihren Dreiern aber wieder auf 53:65. Wenig später verkürzt Meinert mit einem weiteren Distanzwurf auf elf Punkte (58:69). Und auch in den letzten drei Minuten zieht Münster nicht davon, weil die Werner noch viel Energie für das Finale haben. „Es gab definitiv keine Minute in diesem Spiel, in der wir nicht voll dagegen gehalten haben“, freut sich Christoph Henke.

LippeBaskets: Wiedey, Altmeyer, Cramer 4, Tübel 2, Docenko 2, Pavleski 1, Meinert 29/4, König 4, Brachhaus 16/1, Kahad 3/1, Voigt 1, Kussel 3

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