Christine Kuhirt der EM ein Stück näher

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Christine Kuhirt (links) und Gianna Meier aus Lünen sind beim Fototermin in Verden allerbester Laune.

Verden - Christine Kuhirt aus Werne ist der Teilnahme an der Europameisterschaft der Voltigierer vom 20. bis zum 23. August in der Aachener Soers ein Stück näher gekommen.

Beim Nationenpreisturnier in Verden (CVIO4*) führt die 26-Jährige nach zwei von drei Wettbewerben die Einzelkonkurrenz bei den Frauen an.

Am Donnerstag belegt sie in der Pflicht den zweiten Platz, am Freitag siegt sie sogar in der Kür vor der Italienerin Anna Cavallaro.

„Ja, ein bisschen bin ich Aachen jetzt näher, aber wir müssen den letzten Tag abwarten“, sagt Christine Kuhiert nach dem Sieg in der Kür vorsichtig. Sie sei mit Blick auf den Technikwettbewerb am Samstag (ab 13 Uhr) aber ganz entspannt.

Schon mit der Pflicht auf ihrem 20-jährigen Sportkollegen Fuzzy an der Longe von Stefan Lotzmann ist sie total zufrieden. „Es fehlten nur ein paar Kleinigkeiten“, sagt Kuhirt, die nur um 81 Hundertstel von Siegerin Corinna Knauf aus Köln getrennt ist, die ebenfalls auf der Longlist für die Europameisterschaft steht. Die weiteren Kandidatinnen für die EM-Plätze – Kristina Boe (Hamburg), Theresa-Sophie Bresch (Rottenburg) und Regina Burgmayr (Kirchseeon) – lässt Kuhirt zum Teil deutlichst hinter sich.

„Marilyn Monroe“ beeindruckt die Richter

Ein voller Erfolg ist am Freitag die neue Kür zum Thema „Marilyn Monroe“. Das Turnieroutift in Anlehnung an ein Kleid aus dem Film „Blondinen bevorzugt“ überzeugt Richter und Publikum ebenso wie die dazu ausgesuchte Musik und vor allem ihre turnerische Leistung auf dem Pferderücken. Mit gut 0,2 Punkten Vorsprung gewinnt sie diesen Wettbewerb. „In den Hundertsteln ist es knapp, aber das ist schon ein ganz bequemer Vorsprung“, freut sie sich. Die Mitkonkurrentinnen von der Longlist sind da schon zwischen knapp 0,3 bis hin zu 0,5 Punkten distanziert.

„Dabei habe ich die Kür nur fünf Mal auf dem Pferd trainieren können“, erzählt die Deutsche Meisterin von 2012, die sich beim Pfingstturnier in Wiesbaden eine fiese Knöchelverletzung zugezogen hat. Aber bei ihren Physios fühlt sie sich in besten Händen. „Sie haben das gut behandelt und ich bin immer gut getaped. Ich bin da überhaupt nicht eingeschränkt“, sagt Christine Kuhirt.

Entscheidung fällt im Technikprogramm

Gute Voraussetzungen also für den entscheidenden dritten Teil, zumal auch Sportkollege Fuzzy bisher nicht aus der Ruhe zu bringen war. Etwa gegen 14 Uhr wird Christine Kuhirt heute nach ihrem Technikprogramm vor den Richtern Aufstellung nehmen in der „Kiss and cry“-Zone, wo je nach Bewertung und Benotung mal die Küsschen fliegen, mal Schreie der Enttäuschung zu hören sind.

Dann hören auch die Mitglieder des Fachausschusses im Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) genau hin. Sie werden noch in Verden die für Aachen Nominierten bekanntgeben.

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