Luxusprobleme für Bakiewicz – WSC-Männer unter Druck

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Einen guten Block zu stellen wird am Samstag für die Werner Frauen wichtig sein, um beim Tabellenzweiten der Verbandsliga in Hennen zu bestehen.

WERNE - Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TV Werne müssen sich am Samstagabend beim Zweitplatzieren SC Hennen beweisen. Für die WSC-Männer steht ein Kellerduell in Gütersloh an.

Verbandsliga 4, Frauen: SC Hennen – TV Werne. Während sich der Iserlohner Vorortverein sich zuletzt eine Niederlage leistete, ist der TV Werne in der noch jungen Rückrunde unbesiegt.

Dennoch sieht Coach Bronek Bakiewicz sein Team eher in der Außenseiterrolle. Immerhin hat Hennen drei Siege mehr auf dem Konto und hat auch das Hinspiel deutlich für sich entschieden.

Seitdem hat sich im Kader des Regionalliga-Absteigers aber einiges getan, denn der ist leistungsmäßig eng zusammengerückt. Der TV verfügt mittlerweile über mehr Durchschlagskraft im Angriff und auch Reichhöhe am Netz. Ob der TVW den Zweitplatzierten schlagen kann, hängt stark von Wernes Block ab.

Die schwierigste Aufgabe für Bakiewicz wird vorher aber sein, eine Spielerin aus dem Aufgebot zu streichen. Zum zweiten Mal in Folge hat er das Luxusproblem, einen zu großen Kader zur Verfügung zu haben. 13 Spielerinnen sind einsatzbereit, zwölf dürfen jedoch nur auf den Spielberichtsbogen eingetragen werden.

Danach stellt sich für ihn die zweite schwierige Frage. Denn durch die enorme Leistungsdichte ist es für den Trainer extrem schwierig geworden, die taktisch beste Aufstellung zu finden. „Das sind zwei Luxusprobleme. Wir sind eigentlich glücklich, dass wir die haben. Die vergangenen Partien haben wir nicht nur wegen unserer erfahreren Kräfte gewonnen, sondern auch, weil sich die Jüngeren rasant weiterentwickelt haben“, sagt Bakiewicz.

Deswegen hat er auch die Möglichkeit, viel zu experimentieren und zu taktieren – ein komfortable Situation für den Trainerfuchs, der diese Ausgangslage von seinen WSC-Herren nicht kennt.

Einziges Manko ist derzeit das Blocktempo. Wegen des besser werdenden Angriffs sei es aber einfacher geworden an diesem Spielelement zu arbeiten, so Bakiewicz.

„Zu Rückrundenstart haben wir verkündet, dass wir Vierter werden wollen. Den Platz haben wir momentan. Außerdem wollten wir noch eine von den drei Top-Mannschaften schlagen. Vielleicht schaffen wir das ja schon an diesem Wochenende“, sagt Bakiewicz zuversichtlich.

Anschlag: Samstag, 20 Uhr, Grundschule Hennen - JuK

Verbandsliga 3, Männer: Gütersloher TV II – Werner SC. Die Volleyballer des WSC haben für dieses wichtige Kellerduell (Samstag, 15 Uhr) auf eine spielnahe Vorbereitung gesetzt. Am Mittwoch stand ein Test gegen die SG Oberaden/Südkamen auf dem Programm.

Mit dieser wettbewerbsorientierten Vorbereitung will das Werner Trainergespann Rolf Wilmsen/Bronek Bakiewicz bezwecken, dass mehr Ruhe ins Werner Spiel einkehrt. Vor allem will das Duo auch Kapitän Christian Thüner sicherer machen. Der befindet sich erst seit einem Monat wieder im Training.

Bei der Übungspartie trafen die WSC-Spieler auch auf den alten Bekannten Magnus Schulzke Kersting. Der spielte lange für den Sport Club und war am Durchmarsch von der Bezirksliga in die Verbandsliga beteiligt. Gegen den Tabellenführer der Bezirksliga 10 gab es am Ende einen 3:1-Sieg.

Auch im Ligaspiel gegen Gütersloh wäre ein Sieg ungemein wichtig, denn der Werner SC will die rote Laterne schnellstmöglich abgeben. „Dazu müssen aber erstmal grundlegende Automatismen in unser Spiel einkehren. Die fehlten uns in den jüngsten Partien und das ist ein Riesenproblem. Wir geben Punkte leichtfertig ab und müssen hart arbeiten und kämpfen, um andere Bälle zu gewinnen. Mit mehr Ruhe werden wir besser bestehen können“, sagt Trainer Bakiewicz. Er muss an diesem Spieltag auf seinen Kollegen Rolf Wilmsen verzichten. Der ist für den westdeutschen Verband als Schiedsrichter unterwegs.

Neben fehlender Spielpraxis ist nach wie vor der kleine Kader eines der großen Werner Probleme. Der WSC kann maximal mit einem Kader von sieben Leuten nach Gütersloh reisen – und davon ist Mittelangreifer Martin Götte noch fraglich. Der WSC muss berufsbedingt auf Poprawski, Gorba und Hoppe verzichten. Außerdem fehlt Tobias Thüner weiterhin verletzt. Ohne Fabian Poprawski ruhen die Hoffnungen vor allem auf Diagonalangreifer Timo Rinschede. - JuK

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