WSC und TV Werne verlieren Heimspiele

WERNE -  Die Volleyballer des Werner SC waren gegen Verbandsliga-Spitzenreiter klarer Außenseiter. Dennoch gestaltete das Team um den Zuspieler Christian Thüner das Spiel lange Zeit offen. Und auch die Werner Frauen gingen im ersten Spiel des Jahres daheim leer aus.

Herren, Verbandsliga 4: Werner SC – DJK Everswinkel 1:3 (18:25, 24:26, 25:19, 23:25). Dass der Sport Club ein gutes Spiel zeigte, verhinderte aber nicht, dass das Team vom vorletzten auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Zum Ende der Hinrunde eigentlich durchais ein Grund zur Besorgnis, denn der SC ist dem Abstieg nun so nah wie noch nie in dieser Spielzeit.

Doch das Team, allen voran Fabian Poprawski, ist zuversichtlich. „Alles halb so wild“, sagt der Diagonalangreifer: „Auf die Leistung von heute können wir aufbauen. Damit werden wir nicht absteigen.“

Der WSC zeigte gegen den Tabellenführer ein starkes Spiel. Fehlte in Satz eins noch die Konzentration im Werner Spiel, zeigte das Team von Bronek Bakiewicz und Rolf Wilmsen in den Sätzen zwei bis vier ein ganz anderes Gesicht. Eines, das man bei der Werner Mannschaft in dieser Saison noch nicht oft gesehen hatte. Der Siegeswille war spürbar.

Im zweiten Satz hatte sich der WSC eine Sechspunkteführung herausgespielt. Dann schlich sich allerdings Nervösität ein. Abstimmungsprobleme vermasselten Werne den Satzerfolg. Der entscheidende Satzball schien bereits verwertet, doch Everswinkel verteidigte eindrucksvoll.

In Satz drei hatte der Sportclub zwischenzeitlich mit 20:12 einen ähnlich hohen Vorsprung wie im zweiten. Diesmal machte er es besser und spielte den Satz konsequent zu Ende.

Der vierte Satz war womöglich einer der spannendsten, die der WSC in dieser Saison gespielt hat. Trotz kleinerer Rückstände kämpfte sich Werne gegen den stärker werdenden DJK Everswinkel immer wieder zurück. Zum Satzende stand es jedoch 20:24. Drei Abstimmungsfehler in Folge brachten den WSC in diese missliche Lage. Werne zeigte keine Nerven und kämpfte sich eindrucksvoll mit zwei Breaks zum 23:24 zurück. Danach war jedoch Schluss, Everswinkel nutzte den Matchball mit einer Finte seines Zuspielers.

„Extrem bitter war das heute. Wir haben gezeigt, dass wir in diese Liga gehören“, sagte der sichtlich erschöpfte Bakiewicz. „Und vor allem hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir als Team auftreten und trainieren. In dieser Woche hatten wir das erste Mal beinahe das gesamte Team auf dem Training und prompt zeigen die Jungs so eine Leistung.“

WSC: Poprawski, Thüner, Schäperklaus, Ewringmann, Zurwieden, Gorba, Rinschede, Linker, Götte

Verbandsliga, Frauen: TV Werne – VV Humann Essen 1:3 (19:25, 25:15, 20:25, 18:25). Gegen den bisherigen Vorletzten der Tabelle hätten sich die Frauen des TV Werne bereits am letzten Spieltag der Hinrunde ein sicheres Polster für den Klassenerhalt schaffen können. Ein Sieg hätte gereicht, doch dieses Wissen schien die Mannschaft nicht zu beflügeln. Bis auf den zweiten Satz rief das Werner Team nicht annähernd sein Potenzial ab und verlor vor eigenem Publikum überraschend deutlich.

Die Spielpause über die Feiertage hatte der Mannschaft offensichtlich nicht gut getan. Sie fand zunächst keine Bindung zum Spiel. Die gezeigte Leistung im ersten Satz war für Trainer Bronek Bakiewicz nicht akzeptabel. Zu behäbig ging der TV zur Sache. Neben fehlender Konzentration ließ Werne auch den Siegeswillen und Einsatz vermissen.

Um neuen Schwung ins Spiel zu bringen, stellte Bakiewicz um. Lena Wenner übernahm die Hauptblockposition. Annika Böhle sollte nun für mehr Druck auf der Außenposition sorgen. Anna Jäger kam fortan auf der Diagonalposition zum Einsatz. Werne wurde seiner Favoritenrolle daher im zweiten Durchgang gerecht und schaffte einen eindrucksvollen 25:15-Satzerfolg.

Klare Führung im dritten Satz

Die Gastgeberinnen erspielten sich auch im dritten Satz schnell einen Vorsprung und lagen zwischenzeitlich mit acht Punkten vorne (19:11). Unerklärlicherweise kam dann der Einbruch. Weder Auszeiten noch Spielerwechsel brachten den TV zurück in die Bahn. Bis zum Satzende erzielte Werne nur noch einen Punkt, Essen dagegen 14. Und das lag eigentlich nur an der enorm großen Eigenfehlerquote der Gastgeberinnen.

Auch im vierten Satz ließ Werne den unbedingten Siegeswillen vermissen. Humann Essen holte nach sechs Niederlagen in Folge den dritten Saisonsieg und klettert damit auf Rang acht, während die Werner Frauen einen Platz eingebüßt haben und nun auf Rang sieben liegen.

„Ärgerlich. Da war heute Sand im Getriebe“, sagt Bakiewicz, und: „Wir haben heute ein Spiel verloren, in dem wir einen Sieg eingeplant hatten. Das ist ein deutlicher Rückschlag, den wir schnell verarbeiten müssen.“

TV Werne: Rosenthal, Böhle, Wenner, Jäger, Grewe, Rottmann, Kardell, Thiemann, Nentwig, Böttger - JuK

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