WSC: Überraschend ganz weit unten

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Kaderspieler Chris Schäperklaus (rechts) ist eines der Talente, die für die WSC-Herren in der Verbandsliga spielen.

WERNE - Die Verbandsliga-Volleyballer des Werner SC hatten in dieser Saison noch nicht viel zu feiern. Mit hohen Ambitionen in die Spielzeit gestartet, steht ihnen nach acht Spieltagen lediglich der vorletzte Platz zu Buche.

Vor der Saison verkündete das Werner Trainergespann Bronek Bakiewiecz und Rolf Wilmsen die Zielsetzung, mit dem WSC-Team oben mitspielen zu wollen. Im ersten Saisonspiel feierten sie noch einen 3:1-Sieg, anschließend häuften sich jedoch die Hiobsbotschaften.

Viele Ausfälle sorgen für den Absturz

Angeführt vom Ausfall des Kapitäns Christian Thüner komplettierten nach und nach immer mehr WSC-Spieler das Lazarett. Thüner fiel mit einer Knieverletzung beinahe die gesamte Hinrunde aus. Zuspieler Jonas Lembcke, Diagonalmann Timo Rinschede oder Außenangreifer Stephan Hoppe hatten ebenfalls beständige Knieprobleme zu beklagen. Neuzugang Philipp Gorba fiel in der Mitte der Hinrunde aufgrund einer Bänderverletzung aus. Hinzu kam, dass Fabian Poprawski und Tobias Thüner arbeitsbedingt kürzer treten.

Zu manchen Spielen reiste der Werner SC nur mit einem Minimalkader von sechs Spielern an. So ist das schwache Abschneiden der Volleyballer schnell erklärt.

Anstatt oben mitzuspielen geht es jetzt darum, die Klasse zu halten. Der letzte Hinrundenspieltag findet im neuen Jahr gegen den Tabellenführer DJK Everswinkel statt. Hier will Werne einen positiven Eindruck hinterlassen, auch wenn das Trainergespann die wichtigen Siege erst in den Partien danach plant. Denn dann geht es gegen Abstiegskandidaten wie Altenbeken.

Bis dahin soll Christian Thüner wieder fit genug sein, um das Werner Spiel zu führen. Insgesamt kommt dem Werner SC die Weihnachtspause zu gute.

Die Spieler können neue Kraft tanken, außerdem können sie einen Strich unter die schwache erste Saisonhälfte setzen. Dass das Potential da ist, um oben mitzuspielen, zeigte Werne schon. Im Spiel gegen Dortmund gewann der Sport Club vor heimischer Kulisse 3:2. Hier überzeugte das Bakiewicz/Wilmsen-Team in drei Sätzen, zeigte in den zwei verlorenen aber ein ganz anderes Gesicht. Das ist vor allem auf die mangelnde Trainingsbeteiligung zurückzuführen.

Die Spieler sind nicht hundertprozentig aufeinander abgestimmt, in entscheidenden Moment kommt es zu Absprachefehlern und Unsicherheiten.

Bereits jetzt hält der WSC Ausschau nach möglichen Kooperationspartnern für die kommende Saison. Dem Sport Club will seinen Kader vergrößern, um verletzungsbedingte Engpässe besser auffangen zu können. Die meisten Spieler aus der eigenen Reserve sind spielerisch noch nicht weit genug, um regelmäßig auf Verbandsliga-Niveau aushelfen zu können.

Erstmal gilt es für die WSC-Spieler, ihre Wunden zu lecken und mit neuer Motivation ins Volleyballjahr 2014 zu gehen. Im April stehen für die vier Jugendspieler der ersten Herren auch Westdeutsche Meisterschaften an. Timo Rinschede und Stephan Hoppe spielen in der U20 beim TV Hörde unter Philipp Gorba. Martin Götte tritt für den Moerser SC an, mit dem er es im letzten Jahr zu den Deutschen Meisterschaften brachte.

Kaderspieler Chris Schäperklaus geht für den TSC Münster-Gievenbeck in der U18 und U20 ins Rennen. - JuK

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