Bernd Purzners Rückkehr nach Werne im Spitzenspiel

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Schätzen sich und respektieren sich: Die Werner Volleyballtrainer Bernd Purzner (l.) und Bronek Bakiewicz.

WERNE -  Es ist ein besonderes Spiel, wenn am Samstag ab 19 Uhr in der Linderthalle die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TV Werne und der Reserve von Union Lüdinghausen aufeinander treffen.

Und das nicht nur, weil der Tabellenerste (21 Punkte) auf den Dritten (16 Zähler) trifft. Emotional ebenso intensiv ist das Aufeinandertreffen zweier Werner Trainer-Größen. Denn Bernd Purzner kehrt zurück in die Lippestadt und trifft seinen alten Weggefährten Bronek Bakiewicz wieder. Die Vorfreude ist groß. Beide hatten viel Kontakt in der Zeit, als Bernd Purzner den Damen-Volleyball beim TV Werne bis in die 2. Bundesliga führte. Mit den beiden in Werne wohnenden Trainern sprachen Leneke Lenfers-Lücker und Frank Zöllner.

Herr Bakiewicz, wie würden Sie Bernd Purzner beschreiben?

Bakiewicz: Bernd ist ein sehr ehrgeiziger Typ. Er ist ein Trainer, der immer vorwärts orientiert ist und deswegen gerne junge Mannschaften trainiert, die er noch entwickeln kann. Er investiert dann auch viel um zum Erfolg zu kommen, aber im positiven Sinne. Was ihn für mich außerdem sehr sympathisch macht, ist sein extrem großes Fachwissen.

Herr Purzner, wie würden Sie Bronek Bakiewicz beschreiben?

Purzner: Der ist natürlich auch volleyball-verrückt. Er ist total engagiert, sowohl im Umfeld als auch an der Seitenlinie. Und er ist ein cleverer Trainer.

Wo liegen seine Stärken, wo liegen seine Schwächen?

Bakiewicz: Wie bereits erwähnt hat er eine sehr große Fachkompetenz, er arbeitet ja schon sein Leben lang im Damen-Volleyball. Was er mit dem Damen beim TV Werne erreicht hat, davor habe ich höchsten Respekt. Schwächen kenne ich keine bei ihm.

Purzner: Da er aus dem Männer-Volleyball kommt, ist das ganz klar seine Stärke. Ob sich daraus eine Schwäche im Damen-Volleyball ableiten kann? Vielleicht. Aber er macht das ja auch schon in der zweiten Saison.

Abgesehen von der Person Bronek Bakiewicz – wo liegen die Stärken und Schwächen der Mannschaft des TV WErne?

Purzner: Eine Schwäche ist vielleicht, dass sie nicht mehr so viel trainieren wie früher unter mit und zu Zweitliga-Zeiten. Das ist jetzt meine Hoffnung, dass wir dagegen halten können, wenn das Spiel etwas enger wird. Spielerinnen wie Hanna (Rosentahl, Anm. d. Red.), Helena (Lohmann) und Annika (Böhle) haben beruflich nun mal mehr um die Ohren und Helena hatte auch eien Baby-Pause. Eine Stärke ist ganz sicher die Erfahrung, die einge Spielerinnen in der 2. Bundesliga gesammelt haben und die sie in entscheidenden Momenten einbringen können.

Abgesehen von der Person Bernd Purzner – wo liegen die Stärken und Schwächen der Mannschaft von Union Lüdinghausen II?

Bakiewicz: Ihre Stärke ist definitiv der Aufschlag. Außerdem haben sie einen guten Angriff über die Mitte. In der Verbands- udn Oberliga machen viele Mannschaften ihre Punkte eigentlich über die außen. Ihre Schwäche könnte aber gerade ihre Jugend sein. Denn wenn das Spiel mal gegen sie läuft, könnten sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit schnell einbrechen.

Wenn sich zwei Trainer auf taktischer Ebene so gut kennen wie sie beide – verspricht das Spiel dann überhaupt noch Spannung?

Bakiewicz: Oh ja! Zwar kennen wir uns sehr gut und wissen wie der andere tickt. Aber das Spannende ist, wie man im Spiel reagiert und vielleicht etwas tut, was der andere nicht erwartet.

Purzner: Unbedingt. Und das obwohl sich die Trainer gut kennen. Ich kenne die Werner Mannschaft sicherlich viel besser als Bronek meine, aber wir haben ja auch schon ein Trainingsspiel absolviert. Und es ist spannend, weil der Erste gegen den Dritten spielt. Ich kann mir gut, vorstellen, mit welcher Taktik Werne spielt. Aber ob sie an dem Spieltag tatsächlich so spielen werden, kann ich nicht vorher sagen. Letztendlich wird auch nicht die Taktik entscheiden, sondern welche Mannschaft einen besseren Lauf hat. Und ob die Trainer sich kennen, spielt überhaupt keine Rolle.

Ein letzter Satz zum Vollenden: Der TV Werne gewinnt, weil...?

Bakiewicz: ...wir mehr Erfahrung haben. Da wir fast den kompletten Kader beisammen haben, können wir auch taktisch sehr gut reagieren.

Union Lüdinghausen II gewinnt, weil...?

Purzner: ...wir jetzt sechs Spiele in Folge gewonnen haben und auch das siebte gewinnen werden. Wir haben gerade einen Lauf.

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