TV Werne gewinnt Top-Spiel – WSC-Männer unterirdisch

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Die Werner Frauen bejubeln den Sieg gegen Lüdinghausen II.

WERNE -   Das Verbandsliga-Spitzenspiel der Frauen zwischen TV Werne und Union Lüdinghausen II endete am Samstagabend mit einem letztlich klaren 3:0 (25:19, 31:29, 25:18)-Erfolg für den Spitzenreiter Werne. Die Landesliga-Männer des Werner SC zeigten, dass sie sich selbst noch unterbieten können.

Verbandsliga 4, Frauen: TV Werne – U. Lüdinghausen II 3:0 (25:19, 31:29, 25:18). Bei der Rückkehr des langjährigen Werner Trainers Bernd Purzner an seine alte Wirkungsstätte musste Wernes einstiger „Mr. Volleyball“ die Niederlage seiner im Schnitt mit zehn Jahre jüngeren Spielerinnen besetzten Regionalliga-Reserve anerkennen.

Beide Teams bauten auf ihr Aufschlagspiel. Insbesondere für den TV war es extrem wichtig, den Spielaufbau ihres Gegners zu erschweren. So wollte der TVW das gefürchtete Spiel des SCU über die Mitte frühzeitig unterbinden. Das setzten die Werner Damen gut um. Wenn Lüdinghausen dann doch zum Angriffsabschluss kam, überzeugte Werne in Block und Feldverteidigung. Trotz eines kleinen Vorsprungs zu Satzbeginn schaffte es der Werner Gastgeber erst sich zum Ende des Satzes erfolgreich absetzen. Bis dahin bot Lüdinghausen ordentlich Paroli.

Der zweite Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Die Vorsprünge wogen hin- und her. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Auch beide Trainer gaben alles, nutzten jede Gelegenheit, um dem Spielgeschehen eine entscheidende Wendung zu geben. Hatte der TV die Nase kurz vorne, so reagierte Purzner und seine Mannschaft konnte wieder ausgleichen.

TV-Frauen nutzen den Satzball

Andersherum war auch Wernes Trainer Bronek Bakiewicz hellwach. Letztendlich hatten beide Mannschaften Satzbälle, aber es war der TV Werne, der beim Stande 30:29 seinen dritten Satzball nutzte. Damit ging der Gastgeber mit 2:0 in Führung.

Die Gegenwehr der jungen Lüdinghausener Mannschaft war im dritten Satz dann gebrochen. Auch Purzner konnte an der Seite nicht mehr entscheidend eingreifen.

Für Bakiewicz gab es noch einen zusätzlichen Grund zur Freude neben dem Gewinn des Spiels. Wegen der gewonnenen Siegerwette muss Purzner seinem alten Vereinskameraden nun eine Kiste Kaltgetränke sponsern. Viel wichtiger dürfte aber der vergrößerte Vorsprung in der Tabelle sein. Durch den Sieg hat sich der TVW ein weiteres Polster verschafft und hat nun mit einem Spiel mehr sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Preußisch-Oldendorf. – TV Werne: Böhle, Rosenthal, Trilken, Jäger, Weckendorf, Patzdorf, Thiemann, Rottmann, Kardell, Böttger, Holtmann

Landesliga 7, Männer: Werner SC – TV Westfalia Epe 0:3 (24:26, 23:25, 23:25). Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC boten eine dramatisch schlechte Leistung gegen ihren direkten Konkurrenten Westfalia Epe. Bezeichnend, dass der WSC seine Sätze mit dem Mindestunterschied von zwei Punkten verlor.

Zunächst sah es noch gut aus für die Mannschaft von Trainer Bronek Bakiewicz. Werne nutzte die schnell erkannten Schwachstellen seines Gegners aus. Dass der Satzgewinn ausblieb, lag an der Vielzahl verschlagener Aufschläge. Um die Eigenfehlerquote zu verringern, stellte Bakiewicz auf ein System mit zwei Zuspielern um. Zunächst schien das zu fruchten, doch wieder ließ Werneam Satzende nach und wurde auch noch von einer krassen Fehlentscheidung des Schiedsgerichts benachteiligt.

Auch im dritten Durchgang konnte Werne sich nicht steigern und verlor erneut knapp. „Wir haben heute wieder die Quittung dafür bekommen, dass wir zu wenig als komplette Mannschaft trainieren. Automatismen funktionieren dann in engen Spielsituationen einfach nicht“, sagte Bakiewicz.

Um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren, muss sich der WSC in den kommenden Spielen deutlich steigern. – WSC: S. Hoppe, C. Hoppe, D. Zurwieden, P. Zurwieden, Szillus, Kerzel, Linker, Poprawski  JuK

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