TV-Volleyball: Bakiewicz zieht positive Zwischenbilanz

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Bronek Bakiewicz (rechts) mit WSC-Spieler Rinschede. Bakiewicz trainiert neben den TV-Frauen auch die Männer des Werner SC.

WERNE - Die Volleyball-Frauen des TV Werne haben die Verbandsliga-Hinrunde auf Platz eins abgeschlossen. Trainer Bronek Bakiewicz zieht im WA-Gespräch eine positive Halbzeitbilanz.

Die Werner Frauen starteten mit sieben Siegen in Serie und schwächelten erst zum Ende der Hinrunde. Wegen des fulminanten Starts und des besseren Satzverhältnisses liegen sie knapp vor dem punktgleichen OTSV Preußisch Oldendorf.

Als Tabellenführer ins neue Jahr zu gehen, das stimmt Sie doch mehr als zufrieden?

Bakiewicz: Ja, klar. Zu Saisonbeginn haben wir gesagt, dass wir besser abschneiden wollen als im Vorjahr (5. Platz, d. Red.). Als wir die ersten sieben Spiele gewonnen hatten, haben wir unser Ziel nach oben korrigiert. Wir wollen in die Oberliga aufsteigen. So gesehen ist die Tabellenführung natürlich wunderbar. Und darauf sind wir auch sehr stolz. Allerdings haben wir in den jüngsten drei Spielen zwei Niederlagen einstecken müssen. Damit haben wir nicht gerechnet. Daher können wir nicht hundertprozentig zufrieden sein.

Was müssen Sie noch verbessern, um solche Niederlagen zu vermeiden?

Bakiewicz; In den meisten Spielen hat unser Niveau locker gereicht, um zu gewinnen. Das erwarte ich in der Rückrunde auch. Die unangenehmsten Gegner werden – genauso wie jetzt – am Ende auf uns warten. Wir müssen konstanter auftreten und stetig unsere optimale Leistung abrufen. Zum Schluss haben wir uns zu oft überraschen lassen. Zum Beispiel müssen wir uns auf Gegner wie Münster besser einstellen. Die haben Bälle zurückgebracht, die wir vorher noch nicht zurückbekommen haben.

Wie können Sie ihre Mannschaft auf die schwierigen Spiele vorbereiten?

Bakiewicz: In Freundschaftsspielen gegen höherklassige Mannschaften wollen wir uns an ein höheres Spielniveau gewöhnen. Außerdem müssen wir das Training so gestalten, dass jede Spielerin richtig gefordert wird und mit Spass am Ball ist. Bei den vielen verschiedenen spielerischen Hintergründen in der Mannschaft ist das nicht immer einfach.

Was meinen Sie mit spielerisch verschiedenen Hintergründen?

Bakiewicz: Manche Spielerinnen haben schon in der zweiten Bundesliga gespielt. Die können aber nicht so oft trainieren. Anderseits haben wir auch Spielerinnen, die bisher nur in der Bezirksliga gespielt haben. Da ist der Anspruch im Training natürlich ganz verschieden. Es allen recht zu machen, das ist nicht so leicht.

Ist es dann nicht auch schwierig, ein gutes Mannschatfsgefüge zu entwicklen?

Bakiewicz: Ja, natürlich. Aber bis jetzt hat es ja funktioniert. Sonst wären die Resultate nicht so gut. Dennoch bergen die großen Unterschiede Gefahren. Deren sind wir uns bewusst. Sie bieten aber auch die große Chance für unerfahrene Spielerinnen, sich schnell und gut zu entwickeln. So wie es zum Beispiel bei Julia Trilken der Fall war. Schade, dass sie durch ihre derzeitige Fußverletzung etwas um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wird.

Was wird für die Mannschaft und den Verein darüber hinaus wichtig sein?

Bakiewicz: Wir müssen langfristig aufbauen. Angefangen in der Jugend. Manchmal kann ich kein vernünftiges Teamtraining anbieten, weil wir zu wenige Spielerinnen da haben. Studium, Abendschule, Beruf und Familie gehen vor. Die Ausfälle müssten wir durch Jugend- oder Reservespielerinnen kompensieren. Da die Klassenunterschiede derzeit zu groß sind, ist das schwierig. - JuK

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