TV-Frauen bleiben vorne, Rückschlag für WSC-Männer

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Annika Böhle (links) war Spielerin und Teilzeitrainerin.

WERNE - Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TV Werne standen im Spiel gegen den Tabellenfünften kurz vor einer Niederlage, wendeten das Blatt aber auf den letzten Metern noch und setzten sich gegen BW Aasee durch. Die Werner Landesliga-Männer erwischten hingegen gegen Kokurrent Aasee III einen rabenschwarzen Tag im Abstiegskampf.

Verbandsliga 4, Frauen: TV Werne – BW Aasee II 3:2 (21:25, 25:18, 14:25, 25:22, 15:8). So bleibt das Team von Bronek Bakiewicz und Rolf Wilmsen weiterhin ungefährdet auf dem ersten Platz und hat fünf Punkte Vorsprung auf den Münster-Gievenbeck.

Zu Spielbeginn stand Werne zunächst ohne Trainer da. Wilmsen kam erst zum Ende des ersten Spielabschnitts dazu und Bakiewicz, der vorher die Landesligaherren des WSC betreute, war nach anderthalb Sätzen da. So stand Mannschaftskapitänin Annika Böhle nicht nur als Spielerin auf dem Feld, sondern trug auch die Verantwortung für das Aufwärmen, die Aufstellung und die Taktik.

Der TV ging zwar schnell mit 5:0 in Führung, verlor dann aber die nächsten acht Ballwechsel.

Im zweiten Abschnitt fand Werne besser ins Spiel und setzte sich nun mit 25:18 durch. Dafür bekam der Klub im dritten Satz für seine wacklige Annahme und das schwache Blockspiel die direkte Quittung.

Das Trainerteam forderte nun ein selbstbewussteres Auftreten mit einer anderen Körpersprache. Es entwickelte sich ein sehr spannender vierter Satz. Viele Ballwechsel, die bereits beendet schienen, verlängerten sich nach eindrucksvollen Abwehrleistungen beider Teams. Nach einem 18:20-Rückstand kämpfte sich Werne wieder heran und holte sich nach drei erfolgreichen Aufschlägen von Anna Jäger den Satzgewinn.

Im Entscheidungssatz trumpfte Werne groß auf und zeigte sich nervenstark (15:8). „Das war ganz harte Arbeit heute“, sagte Bakiewicz. „Wir haben uns mit dem knappen Sieg dafür belohnt nicht aufgegeben zu haben..“

Aufgrund der neuen Regelung für Fünfsatzspiele hat Werne nun einen Punkt abgegeben, während die Konkurrenz allesamt glatte Siege feierte. Das Titelrennen entwickelt sich mehr und mehr zu einem Dreikampf zwischen Werne, Münster-Gievenbeck und Lüdinghausen. Werne hat dabei aber die beste Ausgangslage, muss aber noch gegen beide Teams im direkten Duell antreten.

TVW: Thiemann, Böhle, Struwer, Böttger, Nentweg, Jäger, Weckendorf, Patzdorf, Uebbert, Rottmann, Kardell

Landesliga 7, Männer: Werner SC – BW Aasee III 1:3 (25:20, 23:25, 21:25, 21:25). Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC kassierten am Samstag eine bittere Niederlage gegen ihren direkten Konkurrenten aus Münster. Damit rutscht der WSC wieder auf den achten Platz, der gleichbedeutend mit dem direkten Abstieg ist.

Zu keiner Zeit des Spiels überzeugte der Sport Club. Von der Lockerheit und dem Spielfluss der vergangenen Spiele war nichts zu sehen. Dafür leistete sich der WSC reihenweise Eigenfehler, mit denen er seinen Gegner immer wieder aufbaute.

Den ersten Satz entschied der WSC noch für sich entscheiden. Die Annahme war nicht fehlerfrei, aber wenn die Ordnung da war und das Zuspiel funktionierte, kam Werne auch zu Punkten. Im Angriff war der WSC eine Bank, zumindest wenn das Zuspiel ankam. Das Team von Coach Bronek Bakiewicz profitierte aber davon, dass Aasee nicht gut ins Spiel kam.

Im zweiten Satz spielte Münster dann besser. Der Sport Club hielt zwar dagegen, brachte sich aber immer wieder selbst um den Lohn. Die Eigenfehler in der Feldverteidigung und im Zuspiel häuften sich, sodass der Satz knapp verloren ging.

Bakiewicz stellte sein Mannschaft nun um. Dennis Szillus wechselte von der Zuspielposition auf Außen und Jonas Lembcke nahm die Position des Spielmachers ein.

WSC-Männer mit „Sand im Getriebe“

Die direkte Folge war ein verbessertes Zuspiel, das die nun wackelnde Annahme aber nicht ausgleichen konnte. So war der Spielaufbau des WSC nicht mehr versiert genug, wovon wiederum die Münsteraner profitierten.

„Wir hatten heute richtig viel Sand im Getriebe“, sagte Bakiewicz. „Die Jungs haben um jeden Punkt gekämpft, aber wir haben einfach einen rabenschwarzen Tag erwischt. Das kann mal passieren, aber in so einem wichtigen Duell ist das mehr als ärgerlich.“

Werner SC: Szillus, Lembcke, Linker, Kerzel, P. Zurwieden, R. Zurwieden, S. Hoppe, C. Hoppe -  JuK

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