Frauen bleiben vorne, WSC-Männer überraschen

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Kaum zu überwinden war der Block des TV Werne in Senden.

WERNE -   Die Werner Volleyballteams haben am Samstag ihre Spiele gewonnen. Die Verbandsliga-Frauen des TV Werne verteidigten damit ihre Tabellenspitze und das Landesliga-Schlusslicht Werner SC mit seinen Männern holte sich wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Verbandsliga 4 (Frauen): ASV Senden II – TV Werne 1:3 (16:25, 18:25, 25:19, 26:28). Die Werner Frauen haben mit dem deutlichen Erfolg beim Tabellenneunten ihre Spitzenposition gefestigt. „Der Schlüssel zum Erfolg war unsere kompakte Mannschaftsleistung und auch eine erneut überragende Chrissi Weckendorf“, meinte Trainer Bronek Bakiewicz.

Einzig im dritten Satz offenbarte sein Team kleinere Schwächen. „Schade, dass wir da etwas unsicher gespielt haben, aber dafür hatte der vierte Satz alles, was man in einem Volleyballspiel sehen will“, sagte Bakiewicz.

Lediglich eine Position musste der TV-Trainer in seiner Aufstellung ändern. Lena Thiemann übernahm die Position im Mittelblock von Hanna Rosenthal und überzeugte mit einer kämpferischen Leistung.

Die Werner machten vom ersten Ballwechsel an die Schwachstellen in der Sendener Annahme schnell ausfindig und punkteten über gezielte Aufschläge immer wieder direkt. Und mit variablem Angriffsspiel überwanden die Gäste den ASV-Block probplemlos – bis zum dritten Satz jedenfalls.

Darin gab es einen Bruch im Werner Spiel: Die Qualität des Aufschlags ließ nach, die Annahme wackelte und die abstiegsbedrohten endener witterten eine Chance. Ehe die Gastgeber im dritten Satz spielerisch noch weiter aufdrehen konnten, versuchte Bakiewicz mit taktischen Eingriffen den Satzverlust noch aufzuhalten. Das klappte für nicht mehr, doch dafür starteten die Werner besser in den vierten Satz.

TVW: Böttger, Lohmann, Patzdorf, Böhle, Thiemann, Weckendorf, Jäger, Uebbert, Kardell, Rottmann - JuK

Herren, Landesliga 7: SC Halle – Werner SC 1:3 (10:25, 25:19, 25:21, 25:23). Mit ihrem dritten Saisonsieg haben die abstiegsbedrohten Werner gegen den bisherigen Dritten für eine große Überraschung gesorgt – trotz einer erneut dünnen Personaldecke.

So coachte Diagonalangreifer Timo Rinschede, durch Knieprobleme außer Gefecht gesetzt, seine Kollegen. Er machte trotz taktisch limitierter Möglichkeiten einen sehr guten Job.

Ähnlich wie in der vergangenen Woche startete der WSC mit Jonas Lembcke im Zuspiel. Dennis Szillus und Sven Linker übernahmen den Part als Außenangreifer und Paul Kerzel rückte auf die Diagonalposition. Eingespielt wirkte das anfangs dennoch nicht. Der Sport Club startete miserabel, die Annahme kam selten zum Zuspieler und so war kaum ein geregelter Spielaufbau möglich. Die Quittung war eine deutlichen 10:25-Satzniederlage.

Rinschede reagierte. Zur Stabilisierung der Annahme stellte er Lembcke auf die Außenangreifer-Position, Szillus übernahm dafür das Zuspiel. In der Folge trat Werne viel entspannter auf und machte bedeutend weniger Fehler. Der WSC profitierte auch von der taktisch schwachen Leistung seines Gegners. So kamen die meisten Auschläge auf den annahmestarken Lembcke, der den Spielaufbau sicher einleiten konnte. Diese Sicherheit übertrug sich auf die gesamte Mannschaft, die sich ab dem zweiten Satz viel besser präsentierte.

Zwar liegt noch eine Menge Arbeit vor dem Team, doch in den Spielelementen Annahme/Abwehr und Zuspiel überzeugte der WSC. Die Rückraumangriffe von Philipp Zurwieden und Stephan Hoppe waren für Halle nicht zu verteidigen. Auch Paul Kerzel trumpfte als Angreifer auf der Diagonalposition groß auf. Als logische Konsequenz daraus gewann Werne die nächsten drei Sätze und ließ die sichtbar frustrierten Gastgeber ganz alt aussehen. Der Lohn ist der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld.

WSC: St. Hoppe, Chr. Hoppe, R. Zurwieden, Ph. Zurwieden, Lembcke, Szillus, Linker, Kerzel - JuK

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