TVW-Frauen siegen im Spitzenspiel

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Die Volleyballerinnen des TV Werne haben einen Verfolger weniger.

WERNE - Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TV Werne setzten sich deutlicher als erwartet gegen Verfolger OTSV Preußisch Oldendorf mit durch. Die Männer des Werner SC konnten endlich die rote Laterne abgeben.

Verbandsliga 4 Frauen: TV Werne – Preußisch Oldendorf 3:0 (25:10, 25:18, 25:21). Das erwartete spannende Spiel blieb aus – für Werne umso besser, da sie nun einen gefährlichen Verfolger weniger haben.

Werne startete mit Jenny Böttger im Zuspiel, die mit dem Startplatz für ihre guten Trainingsleistungen belohnt wurde. Überraschungen auf der Mittelposition gab es nicht. Neben Annika Böhle kehrte Hanna Rosenthal in die Startformation zurück.

Hochkonzentriert ging der TVW das Spiel an. Von Anfang an überzeugten die Werner Mädchen spielerisch. Die Annahme war nahezu fehlerfrei, sodass Böttger die Bälle verteilen konnte wie sie wollte, was fast immer in einem direkt verwandelten Angriff endete. Oldendorf hatte im ersten Satz nicht den Hauch einer Chance (25:10). Selbst zahlreiche Spielerwechsel und Auszeiten halfen bei Preußen nicht.

Im zweiten Satz startete Lena Thiemann im Mittelblock. Sie hatte in der Vorwoche Hanna Rosenthal vertreten und mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam gemacht. Der Spielverlauf war diesmal zumindest zu Satzbeginn ausgeglichen, ehe der TV dann wieder davonzog und sich auch den zweiten Satz souverän sicherte.

Das Spiel schien schon Mitte des dritten Satzes entschieden als der TV mit 10:2 in Führung lag. Dann schaltete der TVW allerdings einen Gang zurück und ließ Oldendorf das erste Mal ins Spiel finden. Die Ostwestfalen verkürzten Punkt um Punkt. Trotz zweier Auszeiten schaffte Werne es nicht an das Spielniveau der ersten beiden Sätze anzuknüpfen.

Doch ein Ass hatte Trainer Bronek Bakiewicz noch im Ärmel. Helena Holtmann kam herein und strukturierte das Spiel etwas besser. Zum Satzende baute sie mit ihren Aufschlägen solch einen hohen Druck auf, dass die letzten drei Punkte an Werne gingen.

„Das war heute richtig gute Werbung für den Werner Volleyballsport“, erklärte Bakiewicz. „Wir waren in allen Belangen überlegen und das sowohl spielerisch, als auch kämpferisch. Wunderbar!“ Oldendorf hat sich aufgrund dieser Niederlage aus dem Titelrennen verabschiedet. Der TSC Münster ist weiterhin Tabellenzweiter mit sechs Punkten Rückstand und dann kommt schon Bernd Purzners Union Lüdinghausen mit sieben Punkten Rückstand und einem Spiel weniger.

TVW: Lohmann, Böttger, Rottmann, Patzdorf, Thiemann, Böhle, Rosenthal, Jäger, Uebbert, Weckendorf

Landesliga, Männer: Werner SC – TSC Münster-Gievenbeck 3:2 (22:25, 17:25, 25:13, 25:19, 15:13). Die Werner haben in einem wahren Krimi ein weiteres Team aus dem oberen Tabellendrittel geschlagen und machen im Kampf um den Ligaerhalt Boden gut.

Weil die Werner nach dem Sieg von BW Aasee wieder Tabellenletzte waren und Außenangreifer Christoph Ewringmann passen musste, waren die Voraussetzungen für das wichtige Heimspiel nicht gerade gut.

Doch der WSC startete sehr gut, lag schnell mit 7:1 in Führung, was auch an Problemen der Gäste mit der niedrigen Decke in der Weihbachhalle lag. Mit zunehmender Satzdauer kam der TSC aber besser ins Spiel und zog am WSC vorbei, der zu selten einen geordneten Spielaufbau auf die Beine stellte. Auch im zweiten Satz gab es keine Verbesserung. Es fehlte die Feinabstimmung.

In der Satzpause stellte das Trainerteam die Mannschaft nicht anders auf, sondern anders ein. Im Aufschlag sollte der WSC mehr Risiko nehmen und der Block sich anders positionieren. In der Folge kamen die Aufschläge tatsächlich viel besser und Münster hatte keine Antwort parat. Der Werner SC gewann mit seinen risikoreichen Aufschlägen 25:13, obwohl noch sechs davon ins Aus gingen.

Auf den sichtbaren Frust der Gäste baute der WSC auf und agierte aus einer verbesserten Annahme heraus viel sicherer. Vor allem Philipp Zurwieden und Stephan Hoppe machten einen sehr guten Job. Sie verwandelten nahezu alle Angriffe direkt und glänzten mit sehenswerten Rückraumangriffen.

Nach dem 25:19 kam es zum Tie-Break. Münster schien sich erholt zu haben, während Werne das Niveau hielt. Es entwickelte sich bis zum 13:13 ein spannender Abtausch. Nach einem verschlagenen Aufschlag Münsters machte Werne den Sack mit einem Blockpunkt zu.

Der Jubel bei den Wernern war riesig, denn nun liegen sie in der Tabelle vor Aasee III und Epe auf Rang sieben.

WSC: Drohmann, Lembcke, Linker, Chr. Hoppe, R. Zurwieden, Kerzel, St. Hoppe, Ph. Zurwieden, Szillus - JuK

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