TV Werne vergibt zwei Matchbälle beim Schlusslicht

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Hanna Rosenthal (links) und Chrissi Weckendorf kamen mit einer Niederlage aus Bielefeld zurück,

Werne -  Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne haben beim Tabellenletzten Post SV Bielefeld eine bittere 2:3-Niederlage kassiert (25:19, 28:26, 12:25, 23:25, 16:18).

Und das, obwohl nach der 2:0-Satzführung die Weichen bereits klar auf Sieg gestellt waren. Immerhin gab’s einen Punkt, mit dem der Aufsteiger den sechsten Tabellenplatz festigt und den Abstand zu den Abstiegsplätzen sogar leicht vergrößert.

„Diese Niederlage ist besonders ärgerlich, da wir so ein Spiel in Normalform definitiv gewinnen“, sagte Trainer Bronek Bakiewicz nach dem Spiel, und: „Wir sind in diesem Jahr wohl zu allem fähig. Wir besiegen den Tabellenführer und holen in Bochum zwei Punkte, dafür verlieren wir hier beim Tabellenletzten – trotz der zwei Matchbälle. Wenigstens nehmen wir wegen der Regelung von Fünfsatzspielen einen Punkt mit.“

Der TV Werne reiste mit zehn Spielerinnen an. Neben der verletzten Zuspielerin Helena Lohmann fehlte auch Jugendspielerin Mira Struwe, die für die „Zweite“ spielte. Da Außenangreiferin Anna Jäger angeschlagen ins Spiel ging, waren die taktischen Möglichkeiten trotz eigentlich mehrerer Wechseloptionen ziemlich beschränkt.

Dennoch fing der Gast gut an und erspielte sich eine schnelle Führung. Neben guten Angriffen stand auch der Werner Block – sonst nicht gerade eine Stärke des TVW.

Dieser hohe Satzgewinn gab Werne aber keine Sicherheit. Es entwickelte sich ein Spiel, das durchaus gute Phasen hatte, gleichzeitig aber auch ungewohnte Schwächen im Werner Spiel offenbarte. Kein Hinterfeldangriff kam an diesem Spieltag durch und die Aufschläge landeten nicht an der geplanten Adresse. Wenigstens die Einsatzbereitschaft stimmte, was Werne den extrem knappen Satzerfolg sicherte (28:26).

Im dritten Satz brach der TVW überraschend komplett ein. Bielefeld kam besser ins Spiel und erzielte mit einfachen Mitteln immer wieder direkte Punkte. Bakiewicz zog alle Register und wechselte so viel wie möglich. Zuspielerin Jenny Böttger erhielt eine kurze, aber notwendige Pause und Jäger wurde von Julia Trillken erzetzt. Nichts half. Das 12:25 war Resultat der desolaten Leistung.

Zur Satzpause gab es eine Ansage der verletzten Spielerin Verena Uebbert, die Rolf Wilmsen als Co-Trainerin vertrat. Werne war das spielerisch bessere Team, brachte sich aber durch viele Eigenfehler um den Lohn. Zudem fehlte das Quantum Glück. So landeten etliche Netzroller alle in der Hälfte des TVW. Werne verlor so den vierten Satz und auch den Tie Break jeweils denkbar knapp.

Am nächsten Spieltag geht es gegen den USC Münster III. Für einen Sieg ist dann eine deutlich bessere und konstantere Leistung nötig.

TV Werne: Böttger, Nentwig, Patzdorf, Thiemann, Weckendorf, Jäger, Trilken, Böhle, Rosenthal, Rottmann

Von Juri Kollhoff

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