Für Werner Oberliga-Frauen wird es noch einmal eng

+
Jenny Böttger und Hannah Rosenthal im Doppelblock.

Werne -  Die Werner Volleyball-Frauen wissen, wie sie in der Oberliga gegen Spitzenmannschaften bestehen können – bewiesen unlängst gegen den am Wochenende entthronten Tabellenführer VfL Bochum. Aber den Schlüssel zu Erfolgen gegen schwächer eingestufte Teams haben sie noch nicht gefunden. Am Samstag gab’s in eigener Halle eine 1:3-Niederlage (19:25, 25:17, 24:26, 18:25) gegen den Tabellen-Vorletzten SSV Meschede.

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, meinte Trainer Bronek Bakiewicz kurz und knapp zur Leistung seiner Mannschaft. Dabei hatten sich die Werner Frauen und ihr Trainerteam mit Bakiewicz und Rolf Wilmsen gut und intensiv auf ihren Gegner vorbereitet. Allerdings wichen Bakiewicz/Wilmsen kurz vor dem Spiel von ihrer eingeübten Marschroute ab, da die Sauerländer mit anderen Spielerinnen antraten als erwartet.

Der Plan des Werner Trainerduos ging nicht auf. Die Mannschaft fand nicht ins Spiel, der Aufschlag war zu drucklos und die Annahme wackelte. Die Verteidigung, die in den vergangenen Partien einige Bälle retten konnte, war in diesem Spiel meist einen Schritt zu spät. Aber auch Meschede bot keine oberligareife Leistung. Trotzdem reichte es, um den ersten Satz gegen den extrem verunsicherten TV Werne zu gewinnen.

Im zweiten Durchgang kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel. Die Aufschläge setzten die Mescheder Sechs unter Druck und gleichzeitig wurde die eigene Annahme sicherer, so dass Zuspielerin Jenny Böttger die Bälle besser verteilen konnte. Entsprechend kam der Angriff besser durch – und das mit einem deutlichen 25:17-Satzgewinn als Folge.

Ähnlich ging es zunächst im dritten Durchgang weiter. Die Werner setzten sich ab und lagen über weite Strecken in Führung. Dies eignetlich ach bis zum Satzende, denn beim Spielstand von 24:21 besaßen die Werner drei Satzbälle. Was dann passierte, lässt sich nur schwer erklären. Die Mannschaft wirkte mit einem Schlag wieder unsicher, gewann keinen Punkt mehr und verlor den Satz mit 24:26. Und auch im vierten Durchgang fanden die Gastgeberinnen nicht mehr in die Spur, verloren deutlich und gaben damit einem Konkurrenten um den Klassenerhalt neues Selbstvertrauen.

„Heute hat bei uns nur wenig geklappt. Wir müssen und werden nun schnell wieder in die Spur finden. Zwar ist die Tabellensituation immer noch nicht bedrohlich. So weit wollen wir es aber auch nicht kommen lassen“, sagte Bakiewicz.

Aufsteiger Werne hat einen Tabellenplatz verloren, liegt auf Rang sieben. Bei fünf noch ausstehenden Spielen haben die TV-Frauen es selbst in der Hand, den Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Relegations- und Abstiegszone zu halten – oder vielleicht sogar auszubauen. Zu den Gegnern gehören unter anderem noch das abgeschlagene Schlusslicht, Telekom Post SV Bielefeld, und der Vorletzte, USC Münster III.

TV Werne: Böttger, Nentwig, Patzdorf, Thiemann, Rosenthal, Böhle, Struwe, Jäger, Weckendorf, Trilken, Rottmann, Uebbert – Von Juri Kollhoff

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare