Personalnot: WSC plant Spielgemeinschaft

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Rolf Wilmsen

WERNE - Aktuell kämpfen die Volleyballer des Werner SC um den Verbleib in der Landesliga-Gruppe 7. Nach zwei Siegen in Serie hat der Vorjahres-Absteiger aus der Verbandsliga allerdings wieder bessere Karten und die „rote Laterne“ abgegeben.

Zwei Siege aus den letzten fünf Partien noch, so rechnet Trainer Rolf Wilmsen, „dann müssten wir den Klassenerhalt rechnerisch geschafft haben“.

Dann steht der Sport Club allerdings vor der nächsten Herausforderung: Da aktuell die Personalsituation stark angespannt ist – und das, obwohl nach der vergangenen Saison schon die Reserve abgemeldet wurde – strebt das Trainerteam Rolf Wilmsen und Bronek Bakiewicz eine Fusion oder eine Spielgemeinschaft an.

„Es gibt einfach immer weniger Jungen und junge Erwachsene – und um die wenige streiten wir uns mit den anderen Sportarten“, erklärt Wilmsen. Bereits am vergangenen Sonntag beim wichtigen 3:2-Sieg gegen Münster-Gievenbeck III „haben wir im Prinzip mit sechs Spielern gespielt“, sagt Wilmsen. Damit ist eigentlich kaum ein geordneter Spielbetrieb möglich – in dieser Saison scheint es aber noch gut zu gehen und ein Happy End ist in Sicht.

Deswegen wurde schon der Kontakt mit benachbarten Vereinen aus Oberaden, Lünen, Bockum-Hövel und auch Hamm gesucht, um die Möglichkeit eines Zusammenschlusses zu prüfen.

Der SuS Oberaden etwa spielt bereits in der Parallel-Landesliga-Staffel 5 als Spielgemeinschaft mit dem TV Südkamen. Die soll es nach Informationen von Wilmsen im neuen Jahr wohl nicht mehr geben. „Das Problem von Spielgemeinschaften ist, dass immer ein Verein darunter leidet. Das wollen wir aber nicht sein“, erklärt der Coach. Auch Oberaden verfüge aktuell nur über ein Team.

Trainingsspiele zur Kontaktaufnahme

Derzeit absolvieren die Werner Männer gemeinsame Trainings und Testspiele mit potentiellen Partnervereinen. „Es muss ja auch menschlich passen. Im Rahmen dieser Begegnungen kann man das ganz gut austesten“, führt Wilmsen weiter aus. Bis zum Saisonende Ende März soll die Zusammenarbeit stehen. „Das muss ja auch vernünftig organisiert werden“, spricht Wilmsen an, in welcher Liga gespielt werden soll, wo trainiert wird und wer die Mannschaft coacht.

Ohnehin spielen in der Landesliga nur noch neun Teams, die Spiele werden als Doppelveranstaltung bei den Gastgebern ausgetragen.

Ende Mai läuft schließlich die Meldefrist für die kommende Saison beim Westfälischen Volleyball-Verband ab – bis dahin muss die Entscheidung gefallen sein.

Dass der Sport Club weiter als Landesligist die Gespräche für einen Zusammenschluss führen darf, davon ist Wilmsen überzeugt. Obwohl sich eigentlich nichts im Vergleich zur Hinrunde geändert habe, gab es zuletzt zwei wichtige Erfolge. „Die Mannschaft ist nicht so schlecht wie es die Tabelle darstellt“, glaubt Wilmsen, auch wenn mit Fabian Poprawski und Christoph Ewringmann erneut zwei Spieler ausfielen.

Geholfen habe in Halle beim 3:0-Erfolg und beim 3:2-Heimerfolg gegen Gievenbeck, dass von Außen regulierend eingegriffen werden konnte. „Das sind halt junge Erwachsene, die noch nicht so viel Erfahrung mitbringen“, erklärt Wilmsen. In den Spielen davor musste die Mannschaft häufiger ohne Coach auskommen, da Rolf Wilmsen auch als Volleyball-Schiedsrichter zum Einsatz kommt und auch gemeinsam mit Bronek Bakiwicz die Verbandsliga-Frauen des TV Werne coacht – so kommt es häufiger zu Überschneidungen. Als Beispiel für die taktischen Veränderungen führt er den Aufschlag von vergangenen Sonntag gegen den Münsteraner Vorstadtverein an.

„Unsere Spieler haben mit zu wenig Risiko aufgeschlagen. Die Bälle kamen dementsprechend häufig zurück. Also haben wir gesagt: Haut drauf! Das hat auch gefruchtet und sich bezahlt gemacht.“ Wenn das weiter so gut klappt, wird die künftige SG Werne plus irgendwen auch weiterhin in der Landesliga spielen. - fraz

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