Volleyball: TVW-Frauen an der Spitze, WSC-Männer verlieren

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Die Frauen des TV Werne stehen an der Spitze der Verbandsliga.

WERNE - Strahlende Gesichter bei den Volleyballfrauen des TV Werne: Im Topspiel gegen Preußisch Oldendorf setzten sie sich erneut klar mit 3:0 durch und stehen nun an der Spitze der Verbandsliga. Die Landesliga-Männer des Werner SC zogen gegen den Tabellenführer TSC Münster den Kürzeren, schlugen sich aber achtbar.

Verbandsliga 4, Frauen: TV Werne – OTSV Preußisch Oldendorf 3:0 (25:22, 25:18, 26:24). Der TV Werne hat im Topspiel gegen den ehemaligen Spitzenreiter erneut einen 3:0-Sieg errungen. Das ist der dritte glatte Sieg im dritten Spiel der jungen Saison – und wird mit Platz eins belohnt.

Taktische Vorgabe war, alle Aufschläge lang zu schlagen. „Damit wird es technisch viel anspruchsvoller den Spielaufbau sauber einzuleiten“, erklärte Trainer Bronek Bakiewicz. Diesen Tipp hatte des Werner Trainerteam Bakiewicz/Rolf Wilmsen von ihren Trainerkollegen Bernd Purzner und Peter Pourie erhalten, die mit ihren Teams beide schon gegen Oldendorf angetreten waren. Die Aufschlagsstrategie zeigte Wirkung, denn Oldendorfs Zuspielerin hatte deutliche Probleme, den Ball technisch sauber an ihre Angreiferinnen zu verteilen.

Bei Werne klappte hingegen fast alles. Der Turnverein zeigte sein bisher bestes Saisonspiel. In der Verteidigung holte der TVW enorm viele Bälle und er punktete auch immer wieder mit gut positionierten Blocks. Dass der Satz dennoch knapp endete, lag für Bakiewicz daran, dass sein Team die Überlegenheit am Netz nicht konsequent ausgenutzt habe.

Im zweiten Satz stellte das Werner Trainerteam die Aufschlagsstrategie noch einmal um. Nun sollten die TV-Spielerinnen mehr Risiko nehmen, um die Oldendorfer Annahme zu Fehlern zu zwingen. Das klappte auch, denn die Fehlerquote stieg deutlich an. Außerdem erliefen die Werner, allen voran Libero Theresa Rottmann, immer mehr kurz gelegte Bälle – eigentlich eine Waffe für direkte Punkte der Ostwestfalen.

Nach einem noch deutlicheren Satzergebnis sah es im dritten Durchgang aus. Mitte des Satzes führte der TVW bereits mit acht Punkten. Dann ließen die Damen aber nach, so dass es Ende des Satzes richtig spannend wurde, ehe der TV seinen zweiten Matchball zum 26:24 verwandelte.

„Einziges Manko heute war, dass wir das Spiel nicht konsequent bis zum letzten Punkt fertig gespielt haben“, sagte Bakiewicz. „Ansonsten haben wir unser mit Abstand bestes Spiel dieser Saison gezeigt.“

TV Werne: Bötter, Nentwig, Jäger, Rosenthal, Rottmann, Patzdorf, Thiemann, Übbert, Böhle, Weckendorf - JuK

Landesliga 6, Männer: TSC Münster III – Werner SC 3:0 (26:24, 27:25,25:19). „Hast du keine Chance, dann nutze sie“, lautete der Leitsatz von Coach Bronek Bakiewicz vor der Begegnung seines Werner SC gegen Tabellenführer TSC Münster-Gievenbeck III. Nach dem Spiel stellte er fest, dass sein Team die Münsteraner tatsächlich an den Rand einer Niederlage brachte. „Das war allerdings mehr nach dem Motto: Hast du eine Chance, dann nutze sie nicht“, erklärte Bakiewicz.

Die Vorraussetzungen waren wie erwartet nicht optimal. Fabian Poprawski musste berufsbedingt passen. Bakiewicz holte Szillus von der Arbeit ab und die beiden verpassten den Spielbeginn. Zuspieler Jonas Lembcke stellte die Mannschaft ein. Erst nach dem Aufwärmprogramm und zehn gespielten Punkten war das Team komplett.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Es war nicht erkennbar, wer der Tabellenführer ist, wobei der Werner SC in vielen Spielelementen überlegen war: Zuspiel und Angriff, insbesondere über die Mitte kam der WSC immer wieder gut durch. Block und Verteidigung standen ebenfalls sehr gut.

Ganz anders die Spielelemente Aufschlag und Annahme. Die leichten Aufschläge ermöglichten es dem TSC immer wieder sein Spiel aufzubauen. Und die Annahmespieler, mit Ausnahme von Philipp Zurwieden, produzierten zu viele Eigenfehler.

Etwas unglücklich verlor Werne den ersten Satz und noch bitterer war der zweite Satz, der durch eine krasse Fehlentscheidung beim Stande von 26:25 vom ansonsten souveränen Schiedsgericht gegen Werne entschieden wurde.

Im letzten Satz war bei den Wernern die Luft raus. „Heute hat aber die gesamte Mannschaft gezeigt, was eigentlich in ihr steckt. Es fehlte nur die letzte Konsequenz“, sagte Bakiewicz. WSC: Lemcke, Rinschede, P. Zurwieden, S. Hoppe, R. Zurwieden, C. Hoppe, Linker, Szillus - JuK

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