Volleyball: Frauen siegen im Eiltempo, Männer verlieren

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Freude bei den Werner Frauen gestern Abend nach dem 3:0-Erfolg zum Saisonauftakt beim TuS Bönen. Trainer Bronek Bakiewicz war mit der Vorstellung seiner Spielerinnen weniger glücklich.

WERNE - Die Volleyballerinnen des TV Werne setzten sich gegen Aufsteiger TuS Bönen souverän mit 3:0 durch. Doch Trainer BRonek Bakiewicz war nicht zufrieden mit dem Spiel, attestierte ein fehlendes Verbandsliga-Niveau. Den Männern des Werner SC ging bei der 1:3-Niederlage in Sendenhorst am Ende die Puste aus.

Verbandsliga 4 Frauen: TuS Bönen – TV Werne 0:3 (19:25, 19:25, 20:25). Geht es nach Bronek Bakiewicz, müssen sich die Bönenerinnen noch auf einen langen Weg einstellen. Denn der Trainer der Siegermannschaft war mit dem Gebotenen gar nicht einverstanden: „Das war schlecht. Das hatte kein Verbandsliga-Niveau“, meinte er. Er bemängelte bei seinem Team die Blockabwehr und die Feldverteidigung. Nur mit dem Angriffsspiel war er zufrieden. „Wir haben aus unserem Mehr an Höhe am Netz zu wenig gemacht“, sagte Bakiewicz.

Bönen startete mit einer 6:4-Führung in den ersten Satz. Doch die Führung brachte nicht die erhoffte Sicherheit, Werne spielte sich langsam ein und drehte die Partie schnell. Die Entscheidung im ersten Satz fiel kurz darauf, als der TVW eine Schwächephase der Gastgeberinnen nutzte, um ohne große Gegenwehr von 9:9 auf 15:9 zu enteilen. Davon erholte sich Bönen nicht mehr und verlor über 13:19, 17:23 den Satz mit 19:25.

Viele kleine Fehler der Bönener Frauen nutzten die Werner auch im zweiten Satz konsequent aus. Gleich zu Beginn geriet der Aufsteiger in Rückstand (1:4, 5:9), fand danach aber ins Spiel und hielt diesen Durchgang bis zum 16:16 offen. Dann brachten sich die Gastgeberinnen sedurch Nachlässigkeiten aus dem Spiel. Hier ein Fehler, da zwei verschlagenen Angaben, plötzlich führte Werne mit 20:16 und machte alles klar.

Im dritten Abschnitt ließen die Werner ihren Gastgeberinnen ein wenig Hoffnung. Eine Aufagbenserie von Zustellerin Jessica Korkowski sorgte für eine schnelle Bönener 5:0-Führung, weil dem TVW durch die Herausnahme von Hanna Rosenthal Druck im Angriff fehlte. Bis zum 14:9 behaupteten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung. Dann riss der Faden. Werne kam erst auf 14:13 heran, glich dann zum 15:15 aus und zog dann im Eiltempo auf 22:18 davon. Bönen versuchte mit einer letzten Auszeit, dem Satz noch eine Wende zu geben, doch die Gäste ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. 

TVW: Böhle, Böttger, Jäger, Grewe, Kardell, Nentwig, Rosenthal, Thiemann, Uebbert, Weckendorf, Wenner

Landesliga 7 Herren: Werner SC – SG Sendenhorst 1:3 (25:12, 25:27, 20:25, 14:25). Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC gingen beim Saisonauftakt bei der SG Sendenhorst leer aus. Dabei sah es zu Beginn der Partie noch ziemlich vielversprechend für den WSC aus. Wegen des späten Anpfiffs konnten Timo Rinschede und Dennis Szillus das Team verstärken. Das eröffnete Coach Bronek Bakiewicz reihenweise taktische Möglichkeiten.

Der WSC startete entsprechend fulminant in die Begegnung. Die Annahme stand sicher und Lembcke verteilte die Bälle, wie er wollte. Diagonalangreifer Timo Rinschede sorgte immer wieder für Punkte und auch über die Mitte brachten Philipp Zurwieden und Stephan Hoppe ihre Angriff durch. Sendenhorst fand kein Mittel gegen den gut positionierten Werner Block. Der hohe 25:12-Satzgewinn war die logische Folge.

Auch im zweiten Satz blieb Werne spielbestimmend. Bis zur Satzmitte hatte der WSC schon einen Acht-Punkte-Vorsprung herausgespielt. Dann kam jedoch ein Bruch ins WSC-Spiel, die Annahme wackelte zunehmend und Sendenhorst kam immer besser in die Partie. Bakiewicz wechselte, änderte die Aufschlagsstrategie. Der WSC fand wieder in die Spur und hatte beim 24:23 sogar noch einen Satzball, der aber ungenutzt blieb. Das Spiel hielt zunächst auch im dritten Satz sein hohes Niveau. Während Sendenhorst aber nochmals zulegte, schwanden beim WSC Kräfte und Konzentration. So ging der dritte Satz verloren und auch der entscheidende vierte Satz.

„Wir müssen als Team noch weiter zusammenrücken. Das Spielniveau für die Liga ist vorhanden, aber wir müssen noch an der Konstanz arbeiten, insbesondere in der Annahme und Feldabwehr“, bilanzierte Bakiewicz.

WSC: Lembcke, Rinschede, Zurwieden, Szillus, S. Hoppe, Linker, C. Hoppe, Zurwieden, Kerzel - JuK/bob

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