Reininghaus und Buhl spielten in New Orleans und nun in Werne 

Uni-Erfahrung in den USA als Pfand im Abstiegskampf des Oberligisten TV Werne?

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Zuspielerin Steffi Buhl spielte ab 2011 erfolgreich für das Team der Southern University of New Orleans.

Werne – Jana Reininghaus und Steffi Buhl sind beste Freundinnen und spielen zusammen in der Oberliga-Mannschaft des TV Werne Volleyball. Die beiden verbindet nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die Leidenschaft zu reisen.

Von Juri Kollhoff

Dass sie überdurchschnittlich gut Volleyball spielen können, war bei dem Wunsch noch einmal in die Welt zu ziehen, von großem Vorteil. Denn so ergab sich die Chance auf ein Volleyballstipendium in den USA. Steffi Buhl zog es 2011 für ihr Lehramtsstudium der Fächer Mathematik und Biologie an die Southern University of New Orleans.

 Ein Jahr später folgte ihr Jana Reininghaus, um an der SUNO Psychologie zu studieren. Buhl legte damals ein gutes Wort bei ihrer Trainerin für Reininghaus ein. Die groß gewachsene Mittelblockerin entschied sich dann gegen die Angebote weiterer renommierter Universitäten, um mit ihrer Freundin zusammen in New Orleans zu spielen. Buhl ist Zuspielerin und Reininghaus verwertet ihre Anspiele über die Mitte zu Punkten. „Zu Jana habe ich über die Jahre ein blindes Verständnis entwickelt, das ich so mit keiner anderen Angreiferin je hatte“, erklärt Buhl. 

Das Vertrauen bringen sich die beiden auch abseits Volleyballcourts entgegen. In den USA waren sie vier Jahre lang Mitbewohnerinnen, in denen ihre Bindung noch stärker wurde. „Damals war Steffi meine engste Bezugsperson und das hält sich bis heute“, so Reininghaus. Durch das Stipendium blieben den beiden Volleyballerinnen die hohen Studiengebühren erspart und auch darüber hinaus kümmerte sich die Universität um Unterkunft und Verpflegung.

Später folgte ihr Freundin Jana Reininghaus (3).

 „Dafür war das Volleyballspielen aber auch wie ein Job. Der Sport hat dort einen ganz anderen Stellenwert“, erklärt Buhl, denn: „Wir waren fünf Mal die Woche in der Halle, hatten zusätzlich Athletiktraining und mussten abliefern, um unser Stipendium zu rechtfertigen.“ Das taten die beiden Stammspielerinnen auch. Ihren größten Erfolg verbuchten sie in ihrer letzten Saison, als sie den Meistertitel in der Gold Conference holten.

 „Es war schon verrückt. Man bekam ständig irgendwelche Auszeichnungen. Da übertreiben die Amerikaner schon etwas“, sagte Reininghaus. „Aber es war schon ein Highlight, dort immer so gefeiert zu werden.“ So wurden die beiden nach Saisonende regelmäßig ins Allstar-Team der Liga gewählt und konnten auch noch weitere Trophäen wie Rookie of the Year oder Zuspielerin des Jahres einheimsen. Reininghaus kehrte nach ihrem Studium 2016 direkt zum TV Werne zurück. 

Zwei Jahre später war sie dann der Grund dafür, dass auch Buhl ihr Comeback beim TVW feierte. „Wir hatten einfach Bock, wieder zusammen zu spielen“, sagt Reininghaus. So schloss sich der Kreis. Während Buhl 2011 ihre Freundin in die größte Stadt Louisianas lotste, rekrutierte Reininghaus sechs Jahre später ihre Zuspielerin für den TV Werne, bei dem die Freundinnen zum beschwerlichen Endspurt der laufenden Saison noch ihren Teil dazu beitragen möchten, als Aufsteiger die Oberliga doch noch zu halten.

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