Über 600 Sportabzeichen an beiden Werner Gymnasien verliehen

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100 Prozent Quote: In der 6b des AFG machten und schafften alle Schüler ds Sportabzeichen. 

Werne - Über 600 Sportabzeichen wurden am Dienstag an den beiden Werner Gymnasien verliehen.  Bei einem davon waren dies mehr als doppel so viele wie beim Nachbarn...

 In rund 400 erwartungsvolle Gesichter durfte der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Jürgen Zielonka, am Vormittag in der Linderthalle blicken und er hatte gute Nachrichten im Gepäck: 

Mit 431 absolvierten Sportabzeichen ist das Anne-Frank-Gymnasium mit Abstand die Nummer eins unter den weiterführenden Schulen in Werne und hat einen erheblichen Anteil daran, dass Werne im Kreis Unna ebenfalls an der Spitze ist.

 Gemeinsam mit Kerstin Obrikat und Petra Nagel vom Stadtsportverband sowie Schulleiter Marcel Damberg und dem stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Höltmann hatte er alle Hände voll zu tun, alle Urkunden zu verteilen. 

431 Abzeichen beim AFG 

Vorab verriet er aber noch einen Deal, den er mit dem ehemaligen Schulleiter des AFG, Hans-Joachim Auferoth, vereinbart hatte. Sollte das AFG die Marke von 500 Sportabzeichen knacken, dann würde der Stadtsportverband 150 Euro in die Kasse des Fördervereins der Schule zahlen, Auferoth würde mit dem gleichen Betrag auf 300 Euro aufstocken. 

Sportabzeichenverleihung an den weiterführenden Schulen

Auch wenn die Marke von 500 Sportabzeichen nicht ganz erreicht wurde, ließ sich Zielonka nicht lumpen und versprach trotzdem 150 Euro vom Stadtsportverband für die Kasse des Fördervereins. „Denn auch 431 Sportabzeichen sind eine Belohnung wert“, wie er fand und knüpfte daran aber gleichzeitig die Bedingung, dass es im nächsten Jahr mit der 500er-Marke klappt.

Massiver Rückgang am St. Christophorus 

In der Flut an Sportabzeichen ragten die Klassen 5a und 6b ein wenig heraus, denn in diesen beiden Klassen erhielt jeder Schüler ein Sportabzeichen, also eine Quote von 100 Prozent, die – vielleicht auch erwartungsgemäß – auch der Sport-Leistungskurs der Q2 erreichte. Doch auch die Klassen 7c mit 23 von 25 möglichen Sportabzeichen sowie die Klasse 8c mit 23 von 28 möglichen Sportabzeichen lagen noch sehr gut im Schnitt. 

Unter großem Jubel der vielen Schüler erhielten zum Abschluss auch noch vier Lehrkräfte ihr Sportabzeichen. Bereits zum 23. Mal absolvierte Sportlehrer Dr. Klaus Hefner das goldene Sportabzeichen, Dr. Holger Deifuß zum 7. Mal. Auch Sebastian Averbeck und Florian Warias gehörten zum Kreis der Absolventen.

Viel weniger Hände schütteln als üblich mussten Jürgen Zielonka, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, und der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Höltmann hingegen zuvor in der Aula des St. Christophorus-Gymnasiums. Denn die Zahl der abgelegten Sportabzeichen ging deutlich zurück. 

Waren es in 2017 noch 359 und im Vorjahr 328 Auszeichnungen, die verteilt wurden, so wurden für das Jahr 2018 nur 190 Abzeichen an die Schüler der Klassen 5 bis 9 sowie an zwei Schüler aus dem Q-Bereich mit Finn Schindelbauer und Lina Sickmann) vergeben. Davon waren 25 in Bronze, 70 in Silber und 95 in Gold.

Mit "Sportabzeichen-Tag" soll gegengesteuert werden

 „Das ist eigentlich ein bisschen wenig an so einer großen Schule. Im nächsten Jahr möchte ich doppelt so viele hier sehen“, versuchte Ulirich Höltmann die Schüler zu motivieren. „Vielleicht nimmt jeder dazu ein bis zwei Freunde mit zur Abnahme“, hatte er auch einen praktischen Vorschlag parat. 

Als Erklärung für den deutlichen Rückgang führte Sportlehrerin Sarah Schemmann-Hanrath – sie selbst legte bereits zum 14. Mal das Sportabzeichen in Gold ab – Ursachen in der Sportfachschaft an – es wurde von einzelnen Sportlehrern schlichtweg zu wenig für das Sportabzeichen geworben bzw. dies mit den Schülern angegangen. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Am letzten Donnerstag vor den Sommerferien wird es am „Christo“ auf dem eigenen Sportgelände einen „Sportabzeichen-Tag“ geben, „damit wieder mehr Schüler und Schülerinnen daran teilnehmen können“, sagt Schemmann-Hanrath. 

Vorher würde im Sportunterricht trainiert und im Rahmen des Sportfestes am Gymnasium nacheinander die Schüler ihre Sportabzeichen-Prüfungen ablegen. „In den ersten beiden Stunden wären dann die Fünf- und Sechsklässler dran und so würde sich das durch den Tag ziehen“, sagt Schemmann-Hanrath. Jürgen Zielonka, als Vorsitzender des federführenden Stadtsportverbandes für diesen Wettbewerb, kündigte logistische Hilfe etwa durch Sportabzeichenprüfer an, falls diese gewünscht sei.

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