TVW-Männer schaffen dicke Überraschung, TVW-Frauen bedanken sich bei Torfrau Melina Kalwey

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Finn Strunck setzt sich energisch gegen die Unnaer Abwerh durch.

Werne – Neun Spiele, neun Siege – so lautete die makellose Bilanz der Kreisstädter vor dem Gastspiel in der Linderthalle. Im zehnten Meisterschaftsspiel setzte es nun überraschend die erste Niederlage beim Bezirksligisten  TV Werne, der eine überragende Teamleistung auf die Platte „zauberte“ und so den Tabellenkeller erst einmal verlassen konnte. Die Landesliga-Frauen TV Werne nahmen am Sonntag einen leistungerechten Punkt aus Mengede mit, obwohl die Gäste in diesem Kellerduell mit 20:18 sechseinhalb Minuten vor dem Ende führten.

Bezirksliga (Hellweg), Männer: TV Werne – SGH Unna/Massen 30:26 (16:12).  Die ersten Minuten hielt Werne hervorragend dagegen, ließ kaum einfache Tore für den Favoriten zu. Unna musste um jeden Treffer hart kämpfen. Pascal Stennei traf zum 3:4, ehe der TVW dank Tobias Jäger (2) und Titzian Schneider erstmals eine Zwei-Tore-Führung (7:5) herausspielte. Die Gäste konterten. Nach 20 Minuten stand es 10:10.

 Über die Außenspieler Julian Berg und Jäger sowie am Kreis durch Jonas Hüttemann zog Werne auf 16:12 davon. Dann ging es in die Halbzeitpause. Unnas Coach Uhlenbrock monierte das fehlende Zusammenspiel seiner Truppe, die immer wieder überhastet den Abschluss suchte. TV-Coach Axel Taudien warf immer abwechselnd einen „alten“ und „jungen“ Block ins Spiel. Das verwirrte den Tabellenführer, der auch im zweiten Durchgang nicht in die Gänge kam. Beim Stand von 24:23 legten Schüttpelz und Hüttemann nach – 26:23. 

„In der Schlussphase hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite“, erinnert sich Axel Taudien an eine Szene, als ein Wurf der Unnaer an die Latte und von dort wieder ins Feld sprang. Statt des möglichen Ausgleichs legte sein Team im Gegenzug wieder zwei Tore zwischen sich und dem Gegner. Michael Biernat verkürzte für die Gäste noch einmal – 26:25. Schüttpelz scheiterte vom Siebenmeterpunkt aus. Danach fiel drei Minuten lang kein Treffer mehr, ehe Hüttemann und Jäger den viel umjubelten Heimsieg perfekt machten.

 „Das Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Es war schon ein Duell auf Augenhöhe. Kompliment an meine Jungs, die alle Vorgaben umgesetzt haben“, freute sich Axel Taudien: „Der Wille und der Druck waren da. In dieser Saison hat noch kein Team 30 Tore gegen Unna geworfen. Das sagt alles über unsere mannschaftlich geschlossene Leistung.“ Vor Weihnachten stehen für den TV Werne noch zwei Begegnungen auf dem Programm; auswärts in Beckum sowie das Nachholspiel gegen Overberge vor heimischer Kulisse.

TVW: Rensmann, Wulfert – Schüttpelz 7/4, Gröblinghoff 1, Berg 3, Leidecker, Hüttemann 6, Wentzler, Brocke 1, Jäger 7/4, T. Strunck 2, F. Strunck 2, Schneider 1, Drees 

Spielverlauf: 0:1, 3:2, 5:5, 7:5, 10:10, 15:11, 16:12 – 19:14, 22:21, 24:23, 26:23, 26:25, 29:25, 30:26


Landesliga 3 (Frauen): TV Mengede – TV Werne 20:20 (9:8). Die Frauen des TV Werne nahmen am Sonntag einen leistungerechten Punkt aus Mengede mit, obwohl die Gäste in diesem Kellerduell mit 20:18 sechseinhalb Minuten vor dem Ende führten. Denn nach dem 20:20-Ausgleich war es der Torfrau Melina Kalwey zu verdanken, dass es bei der Punkteteilung blieb. Denn sie hielt einen von zwei Siebenmetern und parierte auch bei einem weiteren freien Wurf stark. Gegen einen Gegner auf Augenhöhe entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel. 

Nach einer Viertelstunde setzte sich Mengede einmal mit zwei Toren ab, zur Pause stand es 9:8 für den Gastgeber. „Nach der Halbzeit sind wir dann durch Kontertore mit 14:12 in Führung gegangen“, so die TBW-Trainerin Beate Przybilla. „Es war weiter ein spannendes Spiel, in dem wir meistens die Nase vorne hatten.“ 

Kurz vor dem Ende hätte Werne dann beim Stand von 20:18 den Sack zumachen können, doch es gab ein entscheidendes Problem: „Mengede hat mit Harz gespielt, da sind uns technische Fehler im Spielaufbau passiert“, so Przybilla. Der Gastgeber glich aus und hatte dann sogar noch mehrmals die Chance auf den Sieg. „Unsere Torfrau Kalwey hat noch zwei Siebenmeter gehalten.“ 

So ist die Trainerin trotz der zwischenzeitlichen 20:18-Führung durchaus zufrieden mit dem Punkt: „Vom Spielverlauf müssen wir uns über den Punkt freuen.“ Nächste Woche kommt mit der TuRa II dann „eine andere Hausnummer“, so Przybilla. 

TV Werne: Leder, Kalwey – Buschmann (4), Schöpper (2), Goletz (7/4), Stengl, Przybilla (3), Siebels, Drohmann (2),, X. Majchrzak, Schindelbauer (2), Jandt, Vondermaßen 

Spielverlauf: 2:3, 5:3, 9:8 – 11:9, 12:14, 16:16, 18:20, 20:20

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