Oliver Schaal gewinnt zum Abschluss beim RV Lützow

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Oliver Schaal und Quidam, Siegerpaar im S-Springen zum Abschluss der Vinnumer Reitertage.

OLFEN - Oliver Schaal vom RV St. Georg Werne hat zum Abschluss der Vinnumer Reitertage das Springen der schweren Klasse gewonnen und sich damit selbst das schönste Geschenk zum 50. Geburtstag gemacht.

Vor großer Kulisse distanzierte der Chefbereiter des Hofes Gripshöver mit dem 12-jährigen Westfalenwallach Quidam den Zweiten, Stephan Gerdener (Laer) mit Carina, im Stechen um beachtliche 4,26 Sekunden.

Den zwölf Teilnehmern an dieser Entscheidungsrunde bot sich ein Parcours mit sieben Hindernissen inklusive einer 2-fachen Kombination – aufgebaut mit drei engen Wendungen, aber auch großzügigen Galopp-Passagen. „Wenn das Stechen so geht, dann ist er kaum zu schlagen. Viele können enger wenden, aber das holt Quidam über seinen riesigen Galopp wieder rein“, meinte Schaal, der als erster Reiter den Umlauf fehlerfrei beendet hatte und entsprechend auch als erster in den Stechparcours musste. Darin schockte er die Konkurrenz mit einer Top-Runde. Seiner Zeit näherte sich einzig noch der im Stall Ahlmann beheimatete Braden James auf immerhin 1,81 Sekunden. Der Kanadier leistete sich dabei früh einen Abwurf und nahm danach etwas Tempo aus dem Ritt.

Eigentlich hatte der Vinnum-Sieger an diesem Wochenende beim Turnier in Nördlingen aufsatteln wollen, denn „da besuchen mich meine Mutter und meine Schwester, das ist immer ein bisschen wie Urlaub.“ Letztlich entschied Schaal sich kurzfristig für Olfen. „Besser hier gewinnen als in Nördlingen einen Abwurf. Außerdem habe ich 500 Kilometer pro Weg gespart“, rechnete der gebürtige Schwabe vor.

Große Freude herrschte auch bei Stephan Schwert. Mit dem 8-jährigen Westfalenwallach Clark Gable (Cristallo x Dinard L) gelang ihm im sechsten Anlauf die erste Platzierung in einem Springen der schweren Klasse. Nach dem fehlerfreien Umlauf leistete sich der 2. Vorsitzende des RV St. Georg im Stechen zwei Abwürfe – den ersten gleich zum Auftakt. „Da war er schon irritiert, dass es mit einem Oxer losgegangen ist, das kennt er nicht. Da fehlt ihm die Erfahrung“, meinte Schwert, der auch den zweiten Fehler an der Kombination auf mangelnde Routine beim jungen Braunen zurückführte: „Ich wollte weiter die kurzen Wege gehen. Er muss es lernern. Vom außen weit herumreiten geht das nicht.“

Mit Katharina Böhnke schaffte auch eine Werner Amazone den Sprung in die Platzierung. Mit dem 8-jährigen Quo Vadis hatte sie im Umlauf einen unglücklichen Abwurf und beendete den Wettbewerb auf Rang 19. Die Schleifenränge verpasste Bernd Stöver junior knapp. Mit Ludwig gab’s im Umlauf ebenfalls einen Abwurf, an Ende fehlten 45 Hundertstel.

Oliver Schal verpasste mit dem sprunggewaltigen Schimmel Calando wegen einer Unachtsamkeit am letzten Sprung das sicher geglaubte Stechen und damit eine weitere Top-Platzierung. Für Anna Kempfer gab’s zwei Plätze im hinteren Teil des Feldes, Hauke Bintig und Johannes Reher beendeten den Umlauf vorzeitig.

Für die Verantwortlichen des RV Lützow Selm-Bork-Olfen war das schwere Springen der gelungene Abschluss eines arbeitsreichen Wochenendes und Entschädigung für den vom Winde verwehten Vortag. Da litt das Turnier natürlich unter dem schweren Sturm und dem Dauerregen. Zwischen 17 und 19 Uhr ging nichts mehr. „Wir haben das aber gut über die Bühne gebracht“, meinte Heino Schulte im Busch. Dank der Flutlichtanlage entwickelte sich die Veranstaltung auch am Samstag fast zu einem Mitternachtsturnier. Dem vor einigen Jahren errichtete Sandplatz hatte der Starkregen nichts anhaben können. Das Geläuf war in allerbester Verfassung.

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