FC TuRa nach Heimpleite gegen VfB Lünen so gut wie abgestiegen

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Der FC TuRa verlor gegen den VfB Lünen.

Bergkamen - Das war es: Durch die 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den Drittletzten VfB Lünen muss Schlusslicht FC TuRa Bergkamen seine Abschiedstournee in der Bezirksliga (8) einläuten. Rechnerisch ist zwar noch alles möglich, doch bei einem Rückstand von zwölf Punkten auf das rettende Ufer ist der Klassenerhalt realistisch kaum noch zu schaffen.

Vor allem müsste die Leistung auf dem Platz eine deutliche bessere sein. „Die Leistung in der zweiten Halbzeit war eine Katastrophe, wir haben keine Gegenwehr gezeigt“, sagte Trainer Kurt Gumprich und war sichtlich bedient. In der ersten Hälfte stimmte der Einsatz bei TuRa noch.

Trotzdem war dem Spiel anzumerken, dass beide Mannschaften um den Klassenerhalt spielen. Spielerische Glanzpunkte gab es kaum, dafür war gerade der lange Ball aus der Abwehr das beliebte taktische Mittel. Wenn es dann mal mit kurzen Pässen durch die Mitte ging, war der Ball häufig schnell wieder, zu viele Ungenauigkeiten schlichen sich ein.

TuRas Torhüter Sebastian Treppe musste sich zum ersten Mal nach einer Viertelstunde strecken als Lünens Oliver Hilkenbach trocken vom linken Strafraumeck abzog (16.). Danach wagte sich TuRa mal in die Nähe des VfB- Tores, doch Murathan Köroglu zögerte zu lang mit seiner Hereingabe und war damit leichte Beute für VfB-Keeper Jörg Lemke.

Erst kurz vor der Pause wurde es nochmal spannend vor den Toren. Zunächst war Yasin Gider plötzlich frei durch, stolperte aber kurz vor Lemke (39.). Dann verlor Maik Torka den Ball an Lünens Dennis Wagner, der frei auf Treppe zulief, aber noch rechtzeitig vom mitlaufenden Emre Beniz gestört wurde (43.). Und kurz vor dem Halbzeitpfiff tauchte Cihad Gün frei vor Lemke auf, nachdem Denis Celiktas fein durchgesteckt hatte. Doch er zögerte zu lang, so dass Lünens Hiltawski ihm in letzter Sekunde den Ball vom Fuß spitzelte (45.). Nach der Pause verschlief TuRa den Start in die zweite Hälfte und überließ Lünen weitestgehend das Spiel, auch wenn die Gäste daraus zunächst keinen Vorteil ziehen konnten.

Als Gün nach einer Ecke dann nur knapp über das Tor köpfte, entwickelte sich im Gegenzug das Tor des Tages. Burak Maden und Ali topaloglu konnten an der linken Außenbahn Tim Gehrmann nicht stoppen, der den Ball an Freund und Feind vorbei zu Enrico Christal am zweiten Pfosten flankte, der ins lange Eck traf. Nennenswert blieb danach nur noch ein strammer Schuss von Köroglu von der halbrechten Strafraumkante, bei dem Lemke so gerade noch die Arme hochreißen konnte (74.). Lünen spielte die Führung danach ungefährdet runter.

FC TuRa:  Treppe – Torka, Topaloglu, Nowak (63. Berndt), Maden, Beniz, Celiktas, Gider, Krucinski, Gün (70. Kleidt), Köroglu (77. Ergül)

Tor:  0:1 (69.) Christal

 

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