TuRa: "Mit Pepp und Aggressivität" ins Kellerduell 

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Thorben Roßfeld (Mitte) fällt mit einem Mittelfußbruch für den Rest der Saison.

Bergkamen – Für das Oberliga-Schlusslicht HC TuRa stehen zwei wichtige Kellerduelle an. Die Bergkamener Oberliga-Frauen wollen hingegen eine Revanche für die Hinspiel-Niederlage nehmen und ein positives Punktekonto.

Oberliga (Westfalen), Männer: HC TuRa Bergkamen – TuS Ferndorf II. Es geht eng zu im Tabellenkeller der Oberliga. Der Aufsteiger TuRa Bergkamen ist dabei nach der 19:34-Klatsche beim souveränen und verlustpunktfreien Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen II auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Aber auch die Zweitliga-Reserve als Tabellenzehnter hat nur vier Zähler mehr auf der Habenseite.

 „Wenn wir gewinnen, ziehen wir Ferndorf mit rein. Wenn und in der Woche darauf auch in Bielefeld-Jöllenbeck etwas gelingt, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“, sagt TuRa-Trainer Thomas Rycharski mit dem Blick auf die zwei anstehenden Kellerduelle. Er wünscht sich, dass sein Team an die guten ersten 20 Minuten in Hamm anschließt, als es noch mithalten konnte. 

„Aber ein Handballspiel dauert 60 Minuten“, wünscht sich Rycharski mehr Konstanz. Die Bergkamener gehen mit den Gedanken an die 22:34-Niederlage in Soest und dem 19:34 in Hamm in die Partie – für Selbstvertrauen sorgt so etwas nicht. Aber auch der Gast reist mit fünf Niederlagen in Folge und somit mit einem schweren Rucksack an. „Auch sie haben eine Durststrecke, wobei unsere schon ein bisschen länger anhält“, weiß der Ex-Erstligaspieler. Dennoch hofft er sich, dass sein Team mit „Pepp und Aggressivität“ auftritt.

 „Wir müssen von Anfang an mit der Überzeugung auftreten, dass die Punkte nur in Bergkamen bleiben können“, fordert Rycharski ein. Dazu müsse die Abwehr besser stehen als zuletzt, „auch wenn diese Gegner andere Kaliber hatten“, so Rycharski und eine größere Effizienz im Torabschluss gezeigt werden.

 Wie es gegen Ferndorf mit einem Sieg gelingen kann, machte am vergangenen Wochenende der Soester TV bei seinem 29:22-Auswärtssieg im Siegerland vor. Der STV nahm die spielbestimmende Mittelachse mit Linus Michel und Kai Ronge und den Ferndorfer Kreisläufer aus der Partie – das war der entscheidende Schachzug. 

Zudem mussten Michel und Ronge auf Grund von Personalsorgen 60 Minuten durchspielen – eine Situation, die Rycharski in der Hinrunde häufig bei seinen Leistungsträgern ebenfalls hatte. Aus der knappen 24:25-Hinspielniederlage weiß Rycharski noch, dass sein Team mit dem Rechtsaußen Kevin John große Probleme hatte. Auch dessen Verteidigung sollte am Samstagabend besser klappen. 

für Hinspiel-Niederlage

Für Thorben Roßfeldt ist nach seinem in Hamm erlittenen Mittelhandbruch die Saison gelaufen. Kevin Saarbeck lag unter der Woche mit einer dicken Erkältung flach und ist genauso fraglich wie Mirko Kauer, der sich am Knöchel verletzt hat. Hier hofft Rycharski aber auf einen Einsatz. Aus dem Urlaub zurück ist zudem Torhüter Kevin Stork. 

Anwurf: Samstag, 19.15 Uhr, Friedrichsberg

Oberliga (Westfalen), Frauen: HC TuRa Bergkamen – TuRa Halden/Herbeck. Nach langer Zeit haben die Bergkamener Frauen wieder die Möglichkeit, zu einem positiven Punktekonto zu kommen. Das war am Anfang der Saison nach zwei Siegen zum Auftakt letztmals der Fall, dann folgten drei Niederlagen in Serie (eine davon bei TuRa Halden/Herbeck mit 26:29). 

Nach dem hart erkämpften 24:22 bei der HSG EURo am vergangenen Wochenende weist das Team von Trainer Ingo Wagner nun wieder ein ausgeglichenes Punktekonto auf (14:14). „Wir wollen uns rehabilitieren für die Hinspiel-Niederlage“, erklärt Wagner und hofft gegen den Tabellenzehnten, der fünf Zähler weniger aufweist als die Bergkamenerinnen, auf den achten Saisonsieg .

 „An dem Tag haben wir nicht gut gespielt, sowohl vorne wie hinten“, erinnert sich der Trainer. Deswegen ist es einfach für ihn: Sein Team muss eigentlich alles besser machen. „Wir müssen auf ihre Außen achten und versuchen, die erste und zweite Welle zu unterbinden“, hat Wagner ein Rezept gefunden. 

Dazu wünscht er sich, dass sein Team in der Deckung gut steht und so eigene Umschaltmomente bekommt. Dabei zog sich so ein wenig eine Erkältungswelle durchs Team. Vanessa Rohlf, in der Vorwoche mit acht Treffern beste Angreiferin beim 24:22 gegen die HSG EURo, liegt flach und auch Denise Heinrich sowie Torfrau Vivien Meier sind angeschlagen.

Anwurf: Samstag, 17 Uhr, Friedrichsberghalle

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