21:19-Sieg im Kellerduell mit Schlusslicht HTV Hemer:

HC TuRa hält Hoffnung auf den Oberliga-Erhalt aufrecht

Florian Schoeße im Angriff gegen Hemers Spierltrainer Bosco Bjelankovic (links) und Jonas Brieden.

Bergkamen – Der HC TuRa Bergkamen hält die Hoffnung aufrecht, auch in der kommenden Saison in der Handball-Oberliga Westfalen antreten zu dürfen.

Gegen Schlusslicht HTV Hemer gelang dem Team von Thomas Rycharski am Abend vor gut 200 Zuschauern ein umkämpfter 21:19-Erfolg (12:10). Es war der vierte Saisonsieg für die Rot-Weißen und der erste seit dem Hinspiel. Und es war für den HC TuRa ein Befreiungschlag. Mit nun acht Punkten liegen die Bergkamener zwei vor Hemer sowie gleichauf mit Bielefeld/Jöllenbeck – und zumindest für eine Nacht nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Verlieren die Ostwestfalen heute in Gladbeck, bleibt es auch bis zum nächsten Spieltag dabei.

 „Das war Not gegen Elend. Ich glaube, ich habe einen Herzinfarkt“, meinte TuRa-Trainer Thomas Rycharski, und: „Wichtig sind erst einmal die zwei Punkte.“ Der Begegnung war jederzeit anzusehen, was für beide Mannschaften in diesem Kellerduell auf dem Spiel stand. Es entwickelte sich ein Kampf- und Krampfspiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten – 28 davon beim HC TuRa. „Wir müssen die abstellen, wir haben in der zweiten Halbzeit nur neun Tore erzielt“, rechnete Rycharski vor. 

Gegen Ende der ersten Halbzeit besaßen die Gastgeber die Chance, sich abzusetzen. Nachdem sich die TuRaner vorne lange Zeit im gebundenen Spiel aufgerieben haben, sorgten Kevin Saarbeck und Damian Nowaczyk mit zwei schnellen Gegenstößen für die 10:7-Führung. Ein von Saarbeck verwandelter Siebenmeter brachte das 11:7 – aber keine Ruhe in das Spiel. Die Gäste profitierten von Bergkamener Fehlern, verkürzten bis zur Pause auf zwei Tore und gingen nach dem Seitenwechsel in der 50. Minute durch Briatka sogar mit 16:15 in Führung. 

Da hatte sich die entscheidende Szene aber schon abgespielt. In der 39. Minute sah Hemers Spielertrainer Bosko Bjelancovic nach drei Zeitstrafen die Rote Karte,. Bis dahin war er der Fels im Mittelblock der Sauerländer und mit sieben Toren auch bester Schütze. Aber es dauerte lange, bis die TuRaner daraus Kapital geschlagen haben. 

Pascal Terbeck ballerte aus der Rückraummitte zwei Würfe zur 17:16-Führung ins Netz, Stukalin traf um 18:16 und Niklas Domanski 4:50 Minuten vor Schluss zum 19:16 nach einem Gegenstoß. Doch wieder leisteten sich die Bergkamener gegen die nun offene Deckung der Gäste einige Fehler. Erst mit dem 21:18 durch Damian Nowaczyk in der 59. Minute war die Partie entschieden.

 HC TuRa: Walter, Stork – D. Nowaczyk 3, Terbeck 4, Schoeße 3, Webers, Kauer 1, Stukalin 6/3, Kamaric, Domanski 1, Fülber 2, Saarbeck 1, Kurschus

 Spielfilm: 1:0, 5:5, 7:5, 11:7, 12:10 – 12:12, 15:15, 15:16, 17:16, 20:17, 21:18, 21:19 Bes. Vork.: Rote Karte für Bjelancovic (HTV, 39., 3x2)

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