FC TuRa vor erstem „Endspiel“

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Zu selten kam der FC TuRa Bergkamen in den Strafraum und verlor verdient mit 1:4 gegen Nordkirchen.

Bergkamen - Im Nachholspiel am Montagabend feierte der SuS Kaiserau in der Fußball-Bezirksliga (8) beim TuS Hannibal seinen ersten Saisonsieg. Sorgenkind bleibt der FC TuRa Bergkamen.

Overberge und der VfL Kamen festigten mit ihren Unentschieden ihren Status im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Abseitstor, Handtor und Laserpointer-Attacke. Beim 2:0-Erfolg des SuS Kaiserau beim TuS Hannibal war einiges los. Drei Mal landete der Ball im Netz der Gäste, dreimal griff der Unparteiische ein, weil er einen Regelverstoß sah. „Das war unser großes Glück, dass wir einen solch guten Schiri hatten“, meinte Trainer Alex Berger nach dem ersten Saisonerfolg durch Tore von Gollan (20.) und Bittner (50.).

Besonders kribbelig war es in der 70. Minute, als Sebastian Niesewicz einen leichten Ball unbedrängt nach vorne abprallen ließ. Der Schiri pfiff sofort ab, denn der Kaiserauer Keeper war von einem Laserpointer geblendet worden und sah: nichts.

Es war nicht die erste Aktion dieser Art beim Abendspiel im Stadion des FC Merkur 07. „Schon zuvor ist das passiert“, sagte Berger. „Gut, dass er den Schiedsrichter schon vorher darauf aufmerksam gemacht hat. Der hat genau hingeschaut und völlig korrekt auf Schiedsrichterball entschieden.“

Damit aber waren die Gastgeber nicht einverstanden. Es folgten Minuten lange Diskussionen. Am Ende ließen sich die Dortmunder auf nichts ein und gingen direkt nach dem Schiri-Ball noch im Strafraum zum Angriff über.

Dem SuS war es letztlich egal. In Kaiserau freut man sich bereits auf den kommenden Sonntag. Dann kommt es erstmals in der Saison dazu, dass der SuS zur Regelanstoßzeit um 15 Uhr aufläuft. „Ich freue mich riesig darauf“, sagt auch Berger. Dabei geht es gegen den „kleinen BVB“ aus Brambauer. Um dem „großen BVB“ auszuweichen, hatte der SuS drei seiner bisherigen vier Saisonpartien vorverlegt.

Der Rest des Spieltages verlief aus heimischer Sicht eher unspektakulär. Der FC Overberge bleibt nach dem 0:0 beim TSC Eintracht Dortmund weiter das beste heimische Team. Eine Schrecksekunde hatte die Truppe von Marc Woller kurz vor Anpfiff zu überstehen. Keeper Tim Pelka verletzte sich am Rücken und musste kurzfristig durch Patrick Thomas ersetzt werden. „Kein Problem für uns, denn wir haben zwei bärenstarke Torhüter“, machte Woller deutlich, dass die Personalie sein Team nicht geschwächt hat.

Erneut am Sieg schnuppern durfte der VfL Kamen. Gegen den Werner SC spielte der Aufsteiger wieder forsch mit und sicherte sich ein überaus verdientes 1:1 (0:0). „Wir sind erstmal zufrieden mit dem Start. Fünf Punkte sind gut, aber nun kommen auch die dicken Brocken“, ärgerte sich Trainer Marko Barwig ein wenig über die mangelnde Chancenverwertung.

Sorgenkind des Bergkamener Fußballs bleibt der FC TuRa. Beim 1:4 gegen Nordkirchen setzte es für das Team von Sascha Siegner im dritten Spiel die dritte Niederlage. „Wir haben wieder gut angefangen und die Partie bestimmt. Dann passieren uns dumme Fehler, die sofort bestraft werden“, meinte Siegner. In der Tabelle steht TuRa mit null Punkten auf dem vorletzten Rang. Letzter ist Aufsteiger VfB Lünen, der am Sonntag Gastgeber der Bergkamener sein wird. Siegner weiß: „Es wird das erste kleine Endspiel.“ - db

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