FC TuRa: Mannschaft stärkt Trainer Siegner den Rücken

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Sascha Siegner (vorne) wird beim FC TuRa von der Mannschaft gestützt.

BERGKAMEN -  „Es waren sich alle Spieler einig: Es liegt nicht am Trainer. 99,9 Prozent stehen hinter ihm“, sagt Horst-Günter Siegmund, Vorsitzender der Fußballer von TuRa Bergkamen.

Beim sieglosen Schlusslicht der Gruppe 8 hatte es am Dienstag nach dem Training eine offene Aussprache gegeben – ohne Trainer Sascha Siegner. „Da ist wirklich alles auf den Tisch gekommen“, sagt Siegmund. Und dies mit dem Resultat, dass die Mannschaft sich in der Pflicht sieht, an der aktuellen Situation etwas zu ändern.

„Jeder versucht es, aber alle lassen zu schnell die Köpfe hängen“, sagt Siegmund. Gefragt sei nun Kampf, Einsatz und Wille. Die akute Mutlosigkeit zerstöre fast jeden positiven Ansatz.

Die Situation ist für alle Beteiligten nicht einfach. Der FC TuRa hatte sich selbst einen strikten Sparkurs verordnet und auf die eigene Jugend gesetzt. So standen die Bergkamener am Anfang mit 41 Spielern für zwei Senioren-Mannschaften da.

„Aber als es nicht so lief, da haben Leute, auf die wir gesetzt haben, uns den Rücken zugekehrt“, sagt Siegmund. Hinzu kommt, dass mit Lippmann, Ehlenberger, Gül und zuletzt auch Daniel Berndt vier Spieler verletzt ausfallen. Pawlik ist krank und muss passen, zudem steht Drieling aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung.

„Wenn wir jetzt einen neuen Trainer holen würden, dann müsste der schon elf oder zwölf neue Spieler mitbringen, wenn er richtig was reißen möchte“, sagt Horst-Günter Siegmund.

So wird sich der Vorstand zur Winterpause noch einmal auf die Suche nach Verstärkungen machen. In Anbetracht der sportlichen Lage keine so leichte Aufgabe. „Aber es gibt bestimmt auch Spieler, die so eine Situation reizt“, meint der Fußball-Vorsitzende.

Dabei wird der Verein – dem Sparkurs folgend – finanziell große Sprünge vermeiden. Ob’s reichen wird? „Weiß ich nicht“, sagt Horst-Günter Siegmund, „aber wir müssen da durch. Wer A sagt, der muss auch B sagen...“

Vielleicht hilft ja, dass TuRa nun zwei Heimspiele hat – zunächst gegen TSC Eintracht Dortmund, dann gegen den TuS Hannibal. Für diese Partie (15. November) wurde das Heimrecht getauscht, weil im Hoeschpark gearbeitet wird.

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