Paukenschlag durch den FC TuRa in der Bezirksliga

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Auch viel Einsatz bescherte dem FC Overberge gegen den SC Dorstfeld keinen Sieg. Die Partie endete 3:3.

BERGKAMEN - Der deutliche 6:0-Erfolg des FC TuRa im Bergkamener Derby am Sonntagabend gegen Oberaden war der Paukenschlag der letzten Spielrunde in der Bezirksliga. Dem FC Overberge blieb ein Heimsieg gegen Dorstfeld (3:3) verwehrt.

„TuRa hat schon in Nordkirchen stark gespielt. Das wird nicht einfach“, hatte Bernd Schawohl, Trainer des SuS Oberaden, schon im Vorfeld der Partie die Favoritenrolle weit von sich geschoben. Er wurde in seiner Meinung bestätigt, denn die Oberadener konnten im Derby am Nordberg – wenn überhaupt – nur eine Halbzeit mithalten. Bis zur 37. Minute hielt das Bollwerk, danach brachen alle Dämme. Begünstigt natürlich auch durch die Tatsache, dass mit Özkan Orhan erneut ein Oberadener Akteur per Ampelkarte vorzeitig vom Feld musste. Das 0:2 war danach nicht mehr aufzuholen, im Gegenteil, der SuS fing sich vier weitere Gegentreffer ein. Hatten sich Schawohl und Co. noch Anfang Oktober über vier Zähler in Serie gefreut, so müssen sie mittlerweile erkennen, dass das kurzfristige Hoch mit nun schon drei Niederlagen in Serie längst wieder weiter gezogen ist. Mit eben jenen vier Zählern von damals ziert der SuS überdies weiterhin das Tabellenende.

Die Sonne lacht zurzeit ein paar Kilometer weiter östlich, denn mit dem „halben Dutzend“ gegen den SuS katapultierte sich der FC TuRa Bergkamen auf den neunten Tabellenrang. Das Team um Trainer Andreas Bolst ist damit nicht nur beste Mannschaft der heimischen Region sondern hat mit nunmehr 16 Zählern auch die Witterung zum oberen Drittel aufgenommen. „Damit beschäftigen wir uns nicht, das waren Punkte gegen den Abstieg“, bremst Bolst die Euphorie. „Nun kommen Kemminghausen, Hannibal und Werne auf uns zu. Das sind die Kaliber. Zudem geht es vor der Winterpause noch gegen die Eintracht aus Dortmund. Wir wollen noch sechs Zähler“, hat der Übungsleiter aber dennoch Einiges vor. Überflüssigerweise sah Emre Gül beim Zwischenstand von 5:0 noch die Rote Karte und wird seiner Truppe in den kommenden Wochen fehlen.

Ohne Feldverweis kam der FC Overberge im Heimspiel gegen Dorstfeld aus, mit dem 3:3 war Trainer Daniel Frieg nach dem Schlusspfiff aber nicht zufrieden. Das lag zum einen daran, dass der FCO bis kurz vor Spielende noch mit zwei Toren Unterschied geführt hatte, zum anderen viele weitere Chancen aber fahrlässig ausließ. „Wir haben einen Rückstand aufgeholt, die Partie zwischenzeitlich gedreht und deutlich besser gespielt als in den Vorwochen“, fand Frieg aber auch positive Worte. Dass es am Ende dennoch nicht für einen „Dreier“ reichte, das hatten die Overberger einem vierminütigen Blackout zu verdanken, in dem der Gast mit zwei Treffern zum 3:3-Endstand kam. Mit 14 Zählern stecken die Rot-Weißen damit im Niemandsland fest. - db

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