HC TuRa: Männer und Frauen im Kampf gegen den Abstieg

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Janine Pawelz ist ins Training der TuRa-Frauen zurückgekehrt.

BERGKAMEN - Der Kampf um den Klassenerhalt geht weiter, auch wenn es für die Oberliga-Teams des HC TuRa Bergkamen noch sieben Spieltage bis zum Saisonende sind. Die Männer sind in Bielefeld schon unter Zugzwang, die Frauen wollen in eigener Halle gegen Drolshagen den Grundstein für den Oberliga-Verbleib legen.

Oberliga Männer: TuS Jöllenbeck Bielefeld – HC TuRa Bergkamen. Zwei Traditionsteams treffen aufeinander: Ebenso wie der HC TuRa Bergkamen gehört auch der TuS 97 Bielefeld Jöllenbeck zu den Teams in der Oberliga mit der längsten Ligazugehörigkeit. Doch für die Bergkamener geht es vor allem darum, wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Ganz anders ist die Situation bei den Gastgebern: Auch in dieser Saison wird es in Jöllenbeck wohl trotz eines beachtlichen Starts in die Rückrunde nichts mehr werden mit dem Meistertitel, der Rückstand auf Tabellenführer Soester TV beträgt immerhin schon fünf Zähler.

Die letzte Partie hat die Spielgemeinschaft aus den beiden Stammvereinen SC Bielefeld und TuS Jöllenbeck mit 22:26 gegen den Mitkonkurrenten Ahlener SG verloren, doch davor war sie neunmal in Serie ungeschlagen und fügte sogar dem Ersten aus Soest eine der beiden Saisonniederlagen zu.

Zu Hause ist die Mannschaft von Trainer Walter Schubert seit November ungeschlagen und das soll sich aus ihrer Sicht auch gegen den HC TuRa nicht ändern.

Nach dem glanzlosen, aber hochverdienten Kreispokalsieg vom letzten Wochenende gegen die HSE Hamm will Bergkamen jetzt auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur finden. Ein Sieg ist für den Ligaletzten unbedingt vonnöten, soll der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld nicht wieder abreißen.

TuRa hat keine Zeit zu verlieren

Der Rückstand auf den ersten sicheren Nicht-Abstiegsplatz beträgt fünf Zähler, bei noch sieben ausstehenden Partien haben die TuRaner also keine Zeit mehr zu verlieren. Den Schlüssel zu einem möglichen Erfolgserlebnis in der traditionell gut besuchten Realschulsporthalle in Jöllenbeck sieht HCT-Trainer Ingo Wagner in der Laufbereitschaft hinten und in der Disziplin vorne.

„Wir müssen hinten bereit sein, die langen Wege zu gehen und immer auch für den Nebenmann mit zu arbeiten. Im Angriff dürfen wir uns nicht irgendwelche unmotivierten Würfe nehmen, sondern müssen die klaren Chancen herausspielen, um diese dann natürlich zu nutzen“, so die Marschroute des Bergkamener Coaches.

Wie auch bei den anderen Topmannschaften der Oberliga sieht er Bielefelds Stärken besonders in der Ausgeglichenheit und Flexibilität des Kaders: „Auch Bielefeld hat eine Mannschaft, bei der wir uns jetzt nicht auf den einen überragenden Shooter einstellen können. Da kann jeder die wichtigen Tore erzielen, das macht sie natürlich schwieriger auszurechnen. Hinten können sie mehrere Systeme spielen und sich somit gut auf den Gegner einstellen“, zollt Wagner dem bisher Gezeigten der Bielefelder Respekt.

In der Hinrunde unterlag TuRa übrigens mit 31:36, die zuletzt leicht angeschlagenen Mats Wiedemann und Tobias Weßeling werden im Kader stehen.

Anwurf: Samstag, 8. März, 17.45 Uhr, Realschulhalle Jöllenbeck

Oberliga Frauen: HC TuRa Bergkamen – TuS Drolshagen. Die Premieren-Saison der Bergkamener Frauen in der Oberliga geht so langsam in den Endspurt. Und der Kampf um den Klassenerhalt ist spannender denn je, so eng sind die Mannschaften beisammen. „Es kommt jetzt auf jedes Spiel an“, ist sich auch Trainer Ingo Wagner vor dem Spiel gegen den Tabellenfünften Drolshagen sicher.

Dass die Punkte gegen den Abstieg aber in anderen Spielen gesammelt werden können, damit will sich Wagner nicht zufrieden geben. „Jede Mannschaft kann in dieser Liga für eine Überraschung sorgen, jedes Spiel ist jetzt wichtig“, betont er.

Gerade auf die Spiele vor heimischen Publikum komme es an. In den verbleibenen sieben Spielen bestreiten die TuRa-Frauen nur noch drei auf eigenem Parkett. „Wir müssen gerade zu Hause punkten und uns Selbstvertrauen für die Auswärtsspiele holen“, fordert der Trainer volle Konzentration in eigener Halle von seinen Mädels.

Drolshagen ist dabei kein einfacher Gegner. „Die haben eine starke Deckung und stehen sehr kompakt in der Defensive. Im Angriff sind sie gerade im rechten Rückraum und in der Mitte mit der Isländerin sehr gut besetzt“, weiß Wagner schon genau, worauf es am Sonntag zu achten gilt. Um zu bestehen müssten die Mädels selbst konstant spielen und die eigenen Fehler reduzieren. „Auf eine starke Deckung kommt es an“, fordert der Coach Disziplin.

Im Pokalspiel am vergangenen Wochenende konnten die TuRa-Frauen nicht für ein Plus an Selbstvertrauen sorgen. Sie verloren klar gegen den Königsborner SV (28:35). „Königsborn hat verdient gewonnen, wir waren auf der anderen Seite aber auch nicht komplett und mussten in einer Konstellation spielen, die wir so vorher auch noch nicht hatten“, betonte der TuRa-Trainer.

Dies wird sich an diesem Wochenende ändern. Wagner steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Nur Svenja Dunker kam erkältet aus dem Ski-Urlaub zurück und konnte bislang nicht trainieren. Janine Pawelz kehrte hingegen zurück.

Anwurf: Sonntag, 9. März, 17 Uhr, Halle am Friedrichsberg - lel/myr

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