HC TuRa: Der Kampf um den Klassenerhalt geht weiter

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Der Einsatz von Mats Wiedemann ist noch fraglich.

BERGKAMEN - Für die Oberliga-Männer des HC TuRa Bergkamen geht die Aufholjagd im Abstiegskampf weiter, sie wollen gegen den TuS Spenge die nächsten wichtigen Punkte holen. Auch die Frauen des HC TuRa haben ein direktes Duell gegen ein weiteres Kellerkind. Und sie haben einen Vorteil.

Oberliga (Westfalen), Männer: HC TuRa Bergkamen – TuS Spenge. Mit neu geschöpfter Hoffnung will der HC TuRa Bergkamen in das Heimspiel gegen den TuS Spenge gehen. Nach dem 36:31-Auswärtssieg beim TuS Bielefeld/Jöllenbeck reduzierten die Bergkamener Handballer den Rückstand auf einen sicheren Nicht-Abstiegsplatz auf vier Zähler, auch wenn sie weiterhin die „Rote Laterne“ tragen.

Gelingt es den Rot-Weißen, die Leistung der Vorwoche auch am Friedrichsberg zu bestätigen, hält Trainer Ingo Wagner einen weiteren Sieg für die längst nicht beendete Aufholjagd der TuRaner für möglich: „Wir müssen die gleichen Dinge beherzigen wie in Bielefeld: Geduldig spielen, nicht zu überhastet abschließen, wenig Fehlwürfe produzieren und natürlich kämpferisch alles abrufen. Wenn uns das gelingt und wir zu Hause auch mal wieder unsere Leistung bringen, dann können wir Spenge schlagen.“

Mit dem TuS reist allerdings ein Gegner an, an den die Bergkamener keine positiven Erinnerungen haben. Beim 18:29 setzte es im Hinspiel im November eine ziemlich blamable Niederlage, nur gegen die Ahlener SG verlor der HC TuRa in dieser Spielzeit deutlicher. Der letzte Tabellenrang würde auch bei einem Sieg nicht abgegeben werden, allerdings ließe sich der Rückstand auf das rettende Ufer deutlich reduzieren.

Ingo Wagner lebt seiner Mannschaft den Kampfgeist vor: „So lange rechnerisch noch etwas möglich ist, werden wir um den Klassenerhalt kämpfen. Die Truppe hat wieder gut trainiert, auch wenn sich der ein oder andere mit kleineren Verletzungen herumschlagen musste.“ Die größten Sorgen macht er sich um den Einsatz von Mats Wiedemann, der nach einer Oberschenkelzerrung, zugezogen in Bielefeld, bis Donnerstag nicht trainieren konnte.

Beim Gegner sind die TuRaner besonders vor Rückraumspieler Sebastian Kopschek (113 Saisontore) und Linksaußen Dennis Mathews (98) gewarnt. Kopschek war auch im Hinspiel Top-Scorer für seine Farben und gilt ebenso wie Spenge allgemein als körperlich starker Gegner, dessen Trainer Heiko Ruwe zuletzt einigen Grund zum Jubeln hatte. 5:1-Punkte holte Spenge aus den letzten drei Partien und sicherte sich damit im Prinzip den vorzeitigen Klassenerhalt. Spenge steht jetzt auf Platz acht der Liga, braucht aber laut eigener Aussage noch weitere vier Punkte, um ganz sicher auch im nächsten Jahr Oberliga spielen zu können.

Anwurf: Sonntag, 17 Uhr, Friedrichsberg-Halle.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HSE Hamm – HC TuRa Bergkamen. Am Samstag (15. März) steigt das Kellerduell in der Frauen-Oberliga zwischen dem Drittletzten HC TuRa Bergkamen und dem Vorletzten HSE Hamm. Für beide Teams ist es eine wichtige Partie, wie auch TuRa-Coach Ingo Wagner weiß: „Wir müssen 60 Minuten sehr konzentriert spielen. Hamm ist sehr kampfstark und kompakt in der Deckung“.

Wagner erläutert, worauf es im Duell ankommt: „Den Hammer Rückraum gilt es einzuschränken. Daher müssen wir dagegen halten und auf Tempo spielen.“

Wie intensiv und mit welchen Mitteln sich TuRa gezielt auf den Gegner vorbereitet hat, wollte Wagner jedoch nicht verraten. Für ihn gelte einfach, das Spiel zu gewinnen. „Wir wissen nicht, wie viele absteigen.“ Wenn TuRa mit drei Toren Vorsprung gewinnt, dann stehen sie auch im direkten Vergleich vor Hamm.

Das sei sicherlich im Hinterkopf, aber spiele nicht die größte Rolle, so Wagner. Zwar seien einige Spielerinnen noch angeschlagen, aber in Personalnot sei sein Team nicht. Der Druck liege bei beiden Teams. „Das ist unten so eng in der Tabelle. Solche Spiele sind tagesformabhängig.“

Allerdings hat die HSE Hamm vier Niederlagen in Folge kassiert, besonders die beiden jüngsten gegen die Kellerkinder DJK Coesfeld und Westfalia Kinderhaus schmerzten gewaltig. Im Gegensatz dazu hat der HC TuRa zuletzt beachtliche 13:7-Zähler aus den jüngsten zehn Partien geholt.

So ist die Situation für die Frauen der HSE Hamm in der Handball-Oberliga mittlerweile prekär. „Das“, weiß HSE-Trainerin Janet Kliewe, „ist für beide Mannschaften ein Endspiel.“

Mit großer Aggressivität – „ohne zu überdrehen“ (Kliewe) – will die HSE, bei der im Vergleich zur Vorwoche Kati Meyer (privat verhindert) fehlt, dem Tempospiel TuRas den Schwung nehmen. „Die dürfen nicht in den Rhythmus kommen“, sagt die Übungsleiterin, die darüber hinaus betont: „Wichtig ist, dass wir den Kampf annehmen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und können eigentlich nur gewinnen. Verloren haben wir schon genug.“

Anwurf: Samstag, 17.30 Uhr, Halle der Friedensschule - mkk/fh

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