Jan Tschernoster startet top-vorbereitet in die Saison

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Jan Tschernoster (rechts) fährt in der Saison 2015/2016 im Trikot des Teams rad-net Rose.

Werne/Bergkamen - Mit einem Trainingslager auf Mallorca ist Jan Tschernoster zusammen mit fünf anderen Straßenfahrern des Rad-Net Rose Teams in die Saison 2016 gestartet. Am Sonntag hat der 19-jährige Bergkamener schon den ersten Termin im diesjährigen Rennkalender stehen – die Teilnahme am Grand Prix in Lillers (Nord-Pas-de-Calais/Frankreich).  Vorher unterhielt sich WA-Mitarbeiter Christoph Volkmer mit dem Talent, dessen Heimverein der RSC Werne ist und dessen Leistungen heute Abend im Rahmen der Bergkamener Sportlerehrung gewürdigt werden.

16 Tage intensiver Vorbereitung unter der Leitung des Sportlichen Leiters und U23-Bundestrainers Ralf Grabsch liegen hinter ihnen – wie ist es gelaufen?

Jan Tschernoster:  Ich denke, ich bin schon ganz gut in Form, aber es gibt sicherlich noch Luft nach oben – wir sind ja noch am Anfang der Saison.

Wie muss man sich den Tagesablauf in einen Trainingslager vorstellen?

Tschernoster:  Wir waren in Arenal in einem Hotel untergebracht – von dort aus sind wir täglich zu unseren Touren gestartet. Um 7.45 Uhr hat der Tag mit einer halben Stunde Frühsport mit Kräftigungsübungen angefangen. Bis 9 Uhr wurde dann zusammen gefrühstückt, danach hat man sich für die Touren vorbereitet, die um 10 Uhr gestartet sind. Im Schnitt sind wir pro Tag fünfeinhalb Stunden und Strecken von 150 bis 170 Kilometer gefahren. Das Abendessen diente mit vielen Kohlehydraten dazu, die Speicher wieder aufzufüllen. Gegen 20 Uhr war der Tag in der Regel beendet.

Was war aus ihrer Sicht das Wichtigste an dem Trainingslager?

Tschernoster:  Das Schöne an Mallorca ist, dass man sowohl flache als auch hügelige Strecken fahren kann. Dank des Trainingslagers konnte ich größere Umfänge fahren, die ich hier im Winter nicht leisten kann. Zudem habe ich meinen Trainingsrückstand aus dem November ausgleichen können, als ich mich bei der Bundeswehr in der Grundausbildung befunden habe und nur am Wochenende trainieren konnte.

Vom 21. bis 27. März starten Sie mit ihrer Mannschaft erstmals bei der Tour de Normandie. Das ist ihre bislang längste Rundfahrt, oder?

Tschernoster:  Das stimmt, eine ganze Woche lang bin ich noch nicht unterwegs gewesen. Ich denke, das werden insgesamt rund 1 200 Kilometer sein.

Insgesamt ist ihr Terminkaleder in dieser Saison so voll wie noch nie.

Tschernoster: Das liegt daran, dass ich neben dem größten Teil der Bundesliga-Rennen oft international an den Start gehen möchte. Das ist dann schon ein anderes Niveau als ich es bisher gefahren bin. Mein Ziel ist es, mich auch in diesem Bereich zu etablieren.

In der vergangenen Saison haben Sie die mehrtägige Oder-Rundfahrt gewonnen und zudem den dritten Gesamtrang in der Rad-Bundesliga erreicht. Wie sieht die Zielsetzung für 2016 aus?

Tschernoster:  In der Bundesliga spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man eine Platzierung nicht vorhersehen kann. Sicherlich muss man eine gewisse Konstanz zeigen und dazu das Glück haben, dass man nicht durch einen Sturz ausscheidet. Ich werde weiterhin viel Wert auf meine Zeitfahrleistung legen, einen Bereich, in dem ich mich bereits durch gezielte Trainingsarbeit verbessert habe. Besonders bei Rundfahrten ist das Ergebnis beim Zeitfahren enorm wichtig – hat man da eine schlechte Zeit, wird man nicht vorne landen.

Gibt es in diesem Bereich ein Vorbild für Sie?

Tschernoster:  Da fällt mit natürlich Tony Martin ein – er ist ein gutes Beispiel dafür, was man alles erreichen kann, wenn man stets an sich arbeitet und versucht, Prozesse zu optimieren. Denn Zeitfahren ist so eine Sache, bei der es von der Materialwahl bis hin zur eigenen Aerodynamik um Perfektion geht.

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