Jan Tschernoster schuftet für sein Comeback

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Jan Tschernoster (im Lila Trikot) will in diesem Jahr wieder richtig angreifen.

Bergkamen - Das vergangene Jahr wird Jan Tschernoster nicht in bester Erinnerung behalten. Eine Sportverletzung bremste das Radsport-Talent bereits im Frühsommer für das weitere Jahr aus. „Die habe ich auskuriert und bin voll im Aufbau für die kommende Saison“, sagt der 22-Jährige mit Wurzeln beim RSC Werne und ist schon voller Vorfreude auf die anstehenden Rennen.

Ein erstes Grundlagen-Trainingslager von Ende November bis Anfang Dezember hat der Bergkamener mit seinem Team rad-net Rose auf Mallorca absolviert. Das war nach der langen Pause das erste Treffen mit den Teamkollegen. „Ich bin recht zufrieden“, sagt das Mitglied der Sportförderkompanie der Bundeswehr. An neun Trainingstagen spulte das Team etwa 1300 bis 1400 Kilometer auf dem Rennrad ab.

Ab diesem Jahr fährt Tschernoster für das Team „Heizomat rad-net“, einem Zusammenschluss zwischen den Kontiantalteams rad-net Rose und dem Team Heizomat. Ändern wird sich aber nicht viel für den zweifachen Gewinner der Oder-Rundfahrt.

Als nächstes folgt mit dem neuen Team vom 10. Januar an ein zweites Trainingslager auf Mallorca, das zwölf Tage lang dauert. Im Februar geht es zum dritten Mal auf die größte Insel der Balearen für ein Intensivtraining. „Besser kann man es sich nicht wünschen“, sagt der frühere Jugendwart des RSC Werne, der zudem spezifisch daheim sein Trainingspensum abarbeitet.

Weiterhin Förderung als Sportsoldat

Denn trotz der langwierigen Verletzung hat die Bundeswehr und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die individuelle Förderung verlängert. „Damit habe ich optimale Bedingungen als Heimschläfer. Das ist erfreulich, dass das Vertrauen und die Unterstützung weiterhin so groß sind“, zeigt sich der Hauptgefreite sehr dankbar, der zudem noch ein Fern-Studium Maschinenbau absolviert.

Der Saisonstart erfolgt mit dem Tagesrennen „Grand Prix de la Ville de Lillers“ in Frankreich am 4. März. Eine Woche später steht in den Niederlanden ein weiteres Tagesrennen mit dem „Dorpenomloop Rucphen“ an.

Der erste Saisonhöhepunkt ist vom 19. bis 25. März die Tour de Normandie durch Nordfrankreich. „Das ist der erste Härtetest. Denn ich kann noch nicht einschätzen, wie lange ich brauchen werde, um wieder auf das Wettkampfniveau zu kommen“, rätselt Tschernoster.

„Ich freue mich darauf, wieder Rennen zu fahren“

„Ich freue mich auf die Saison und darauf, wieder Rennen fahren zu können. Ich bin optimistisch, durchaus wieder erfolgreich sein zu können“, sagt der 22-Jährige aber. Auch wenn er sich nach der langen Zwangspause zurückhaltend gibt, hat der Nachwuchsfahrer doch klare Vorstellungen für sein letztes Jahr im U23-Bereich: „Mein Ziel ist es, mich auf internationaler Ebene etablieren zu können. Ob mir das für 2018 gelingt, da wage ich keine Prognose abzugeben; vielleicht erst in der zweiten Saisonhälfte. Ich möchte mich in meinem letzten U23-Jahr aber bei den richtigen Rennen zeigen.“

Das sind u.a. die der am 23. April mit „Rund um Düren“ beginnenden Bundesliga-Serie, die Tschernoster 2016 als Gesamtsieger und Träger des „Lila Trikots“ abgeschlossen hatte, sowie die U23-DM auf der Straße in Dautphe am 23. Mai und natürlich das Heimrennen am 6. Mai, wenn in Werne-Langern sein Heimverein RSC Werne die NRW-Landesmeisterschaften ausrichten wird.

Individuell will sich das vielseitige Talent weiter verbessern: „Ich möchte mir meine Zeitfahrqualitäten erhalten. Und wenn es in die Berge geht, habe ich Luft nach oben...“

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