Zwei Werner Eisenmänner müssen in Roth ans Limit

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Stolz präsentieren Wolfgang Rohe (links) und Stephan Biermann von den TV Wasserfreunden Werne ihre Finisher-Shirts nach dem Langdistanz-Triathlon beim Challenge in Roth.

Werne - Die Challenge Roth ist eines der beliebtesten und größten Triathlonrennen der Welt. Für die Langdistanz über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf (42,195 km) waren jetzt 3 400 Einzelstarter und 660 Staffeln unterwegs.

Mit dabei: Wolfgang Rohe und Stephan Biermann von den Wasserfreunden des TV Werne. Und beide brauchten nur etwas mehr als elf Stunden.

Knapp eine Viertelmillion begeisterter Fans feuerte die Athleten vom Main-Donau-Kanal bei Heuberg bis zur Finish-Line im Rother Triathlon-Park an.

Für das Werner Duo Wolfgang Rohe und Stephan Biermann war ein langer und harter Tag in Mittelfranken – aber einer mit Happy End bei dem traditionsreichen Wettkampf. Die erfahrenen Triathleten hatten im Vorfeld hart dafür geschuftet und sich sehr gut vorbereitet. 120 Schwimm-, 3800 Rad- und 1200 Laufkilometer hatte Rohe seit Jahresanfang hierfür gesammelt. Rohe war bereits zum dritten Mal bei seinem Lieblingsrennen am Start, absolvierte seine insgesamt fünften Langdistanz in seiner Sportkarriere. „Es war hammermäßig hart“, sagte der 55-Jährige, „aber ein wunderschönes Rennen“.

Im Main-Donau-Kanal während der Schwimmdisziplin lieferten die beiden Eisenmänner eine souveräne Vorstellung ab. Rohe stieg nach 1:08 Stunden aus dem Wasser, Biermann kurz danach mit 1:11 Stunden.

Atmosphäre wie bei der Tour de France

Auf dem Rad durch den Landkreis Roth wurde es mit jeder Stunde heißer, die Bedingungen bei 30 Grad Celsius immer härter. Bei 180 zu absolvierenden Radkilometern spielt besonders die Ernährung und Flüssigkeitshaushalt eine entscheidende Rolle neben guten Radfahrbeinen.

Der Streckenhöhepunkt ist der Solarer Berg, der gesäumt von etwa 100 000 Fans einen Tunnel für die Radfahrer bildet. „Das erzeugt eine Atmosphäre wie bei der Tour de France“, zeigte sich der Stephan Biermann, der frühere Vorsitzende der TV-Wasserfreunde, beeindruckt. Trotz dieser beflügelnden Wirkung wurde der Kampf auf dem Rad durch den aufziehenden Wind auf der zweiten Radrunde immer härter.

Biermann, der mittlerweile Präsident des Landestriathlonverbandes NRWTV ist, wurde auf den letzten 50 Radkilometern an sein Limit geführt. Der warme Gegenwind zermürbte fast erfolgreich die beiden Werner.

Der exzellente Radfahrer Rohe behielt aber die Ruhe, nahm etwas Tempo heraus und beendete den Radparcours in 5:24 Stunden. Der 47-jährige Biermann biss sich zurück ins Rennen, motivierte sich erneut und kam nach 5:51 Stunden in die zweiten Wechselzone, um die Laufschuhe zu schnüren.

Für die Laufstrecke, die weitestgehend eintönig am Kanal entlang führt, ist neben körperlicher auch mentale Härte gefragt.

Der gute Ausdauerläufer Biermann spulte sein Programm ab und zeigte seine Stärke in dieser Disziplin mit einem weitestgehend konstanten Rennen in 4:10 Stunden. Damit beendete Stephan Biermann am Ende seine erst zweite Langdistanz in einer Gesamtzeit von 11:19 Stunden auf Gesamtplatz 900.

Rohe mit Krämpfen beim Marathon

Beim Marathon traf es hingegen Wolfgang Rohe mit voller Härte. Ab Kilometer 20 hatte er mit Krämpfen zu kämpfen. Aber der Eisenmann ließ sich davon nicht klein kriegen, dehnte sich viel und setzte immer wieder gezielte Gehpausen ein. Nach 4:32 Stunden beendete Rohde die 226 Kilometer in einer Gesamtzeit von 11:11 Stunden. Dies bedeutete Rang 809 in der Gesamtwertung, sowie einen guten Platz 11 unter den deutschen Meisterschaften der Altersklasse M55.

Stolz, glücklich und zufrieden zeigten sich die beiden Werner Triathlonfreunde nach dem Wettbewerb und genossen beim Feuerwerk die Abschlussparty im Rother Triathlon-Park.

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