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Trainer Andreas Mattuschek tritt bei SSV Hamm zurück

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Andreas Mattuschek
Andreas Mattuschek

HAMM/WERNE ▪ Nicht einmal ein Drittel der Saison ist absolviert. Doch es sieht bereits danach aus, als würde sich der Traum des SSV Hamm, Ligarivale des TV Werne II, vom Aufstieg in die Basketball-Oberliga abermals nicht erfüllen.

Denn die Südener durchleben eine schwere Krise: Sportlich nach Niederlagen in den Spitzenspielen gegen Berghofen und Barop, aber auch teamintern. Schließlich hatte unmittelbar vor dem Barop-Spiel Trainer Andreas Matuschek aus Werne seinen Rücktritt erklärt.

Ihm folgten mit Aufbauspieler Christoph Henke und Topscorer Marek Bienkowski zwei ehemalige Werner Regionalliga-Spieler und Eckpfeiler der Mannschaft. „Der Spaß war einfach nicht mehr da“, sagt Bienkowski, „in den letzten Wochen hat es nicht mehr so gepasst, dass wir als Team funktionieren.“

Knackpunkt sei die Partie gegen Berghofen gewesen. „Danach ist alles etwas durcheinander geraten“, meint der 29-Jährige, ohne ins Detail gehen zu wollen. Der Rücktritt Matuscheks gab den letzten Anstoß. „Für (...) jemanden, der den Trainer vor einem Jahr praktisch hierhin geholt hat, war das natürlich schwer“, so der Flügelspieler.

Überrascht wurde die Abteilungsleitung, als ausgerechnet einen Tag vor der Partie gegen Barop die teaminternen Spannungen mit einem lauten Knall explodierten. „Ich hätte gerne das eine oder andere Gespräch geführt“, sagte Geschäftsführer Westermann mit Blick auf den Rückzug Matuscheks, mit dem „ich sehr zufrieden war.“

Kernproblem ist offenbar der große Kader. „Wir haben viele hochbegabte Spieler, die nur in der zweiten Reihe stehen. Da kann es schon mal sein, dass der eine oder andere nicht ganz glücklich ist“, meinte Westermann.

Er hoft darauf, dass schnell Ruhe einkehrt – auch durch einen neuen Trainer. Da kommt das spielfreie Wochenende gelegen. „Wir verfallen jetzt nicht in Panik“, meinte Westermann, der aber davon ausgeht, dass es noch in dieser Woche eine Lösung gibt. Zu den Kandidaten dürfte auch Reserve-Coach Vladimir Docenko zählen, der am Samstag bereits das Team betreute. Davon, dass man trotz zweier zentraler Abgänge „nicht ins Bodenlose fallen“ wird, ist Westermann überzeugt.

Und vielleicht, so hoffte er, ergibt sich zumindest bei Bienkowski „mit etwas Abstand“ die Perspektive für eine Rückkehr. Der behält als Hammer den SSV natürlich weiter im Blick: „Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen. Aber ich wünsche den Jungs alles Gute.“

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