Torloses Remis für den SV Herbern zum Auftakt

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Herberns Görkem Cangül (links) bearbeitet SG-Spieler Nika Amoev. 

Herbern – Ein eher zähes Derby boten zum Start in die zweite Saisonhälfte in der Landesliga 4 der SV Herbern und das Schlusslicht SG Bockum-Hövel. Das torlose Remis vor 150 Zuschauern am Siepenweg war leistungsgerecht, auch wenn das Team von SG-Spielertrainer David Schmidt ein Chancenplus hatte.

Da sich aber der SuS Stadtlohn auf dem ersten Nichtabstiegsplatz 1:1 von Westfalia Gemen trennte, bleibt der Rückstand auf das rettende Ufer für den Aufsteiger bei neun Punkten. Die Herberner haben ihre Erfolgsserie hingegen nun auf sechs ungeschlagene Spiele in Serie ausgebaut. 

Beide Teams zeigten viel Respekt und so spielte sich die Partie vornehmlich zwischen den Strafräumen ab. Die Hausherren schafften es nicht, bei Ballbesitz schnell umzuschalten oder die Anspiele waren oft zu ungenau. Bockum-Hövel versteckte sich keineswegs und suchte oftmals den Weg nach vorne. Doch klare Torchancen blieben aus. 

Die Beste hatte der frühere Herberner Jugendspieler Jannis Vertgewall, der freistehend acht Meter vor Sven Freitag nach Zuspiel von Adem Burnic zum Abschluss kam, doch schoss er Freitag den Ball in die Arme (24.). Nach einem Fehlpass von Michael Schulte in der Vorwärtsbewegung kam der oft zu eigensinnig auftretende Nika Amoev zum Abschluss, doch sein Schuss aus 18 Metern ging an die Unterkante der Latte (38.). 

Nach der Pause legten die Gastgeber zunächst zu und drängten die SG tiefer in die eigene Hälfte. Michael Schulte kam aus 14 Metern frei zum Schuss, doch sein schwacher Schuss war kein Problem für Simon Mühlbrandt. Die Elf von Spielertrainer David Schmidt kam in dieser Phase kaum zu einer Entlastung. Als sich die Gäste dann frei schwammen, hatten sie auch gleich die nächste gute Gelegenheit. 

Nach einer Kaczor-Ecke kam Nika Amoev frei zum Kopfball, aber Steven Farchmin verpasste einen Meter vor dem Tor knapp den Ball (64.). Danach zeigten sich beide Teams speziell mit Zweikämpfen zwischen den Strafräumen. Und die nächste Chance hatte erneut der Gast. Dabei lenkte SVH-Keeper Sven Freitag einen Kopfball von Simon Schroth nach Flanke von Jannis Vertgewall noch an die Latte (84.). 

Ein bisschen Aufregung gab es schließlich kurz vor dem Ende. Oscar Franco Cabrera umkurvte im Strafraum einen Gegenspieler und zog aus acht Metern ab, doch Mühlbrandt wehrte den Schuss ab. Den zweiten Versuch verzog Daniel Andres Dellwig-Jerez völlig freistehen (88.). Im direkten Gegenzug vergab Simon Schroth per Kopf ebenfalls freistehend (89.). 

Die Spieler der SG wussten nach dem Abpfiff nicht so recht, ob sie ihre ansprechende Leistung zufrieden stellen sollte oder ob sie den vergebenen Sieg zu betrauern hatten.

SVH: Freitag – Idczak, Cangül, Richter – Sobbe (57. J. Höring), Schulte, Franco Cabrera, Dubicki (46. Schett) – Scholtysik (85. Dellwig-Jerez), Mors, Schütte 

SG: Mühlbrandt – Kaczor, Schmidt, Maier, Düser – S. Burnic, Rieping – Vertgewall, Farchmin (67. Sahin), Amoev (67. Schroth), A. Burnic

Die Trainerstimmen

David Schmidt (Spielertrainer SG Bockum-Hövel): Vom Gefühl her hatten wir leichte Vorteile und ein bisschen Übergewicht bei den Chancen. Wir hatten Schwierigkeiten, reinzukommen. Denn die Vorbereitung ist bei uns insgesamt nicht so gut verlaufen. Gut war, dass wir endlich mal wieder zu Null gespielt haben. Wir müssen aber noch mehr Torgeilheit entwickeln. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir bei einer der spielstärksten Mannschaften der Liga gespielt haben. Wenn du weiter oben stehst, geht einer von den beiden Lattentreffern rein. Aber wir stehen halt unten.

Holger Möllers (Trainer SV Herbern): Das ist ein Punkt, mit dem wir gut leben können. In die zweite Hälfte sind wir wesentlich besser reingekommen, da haben wir auch mal die Räume besetzt. Uns fehlte aber heute die Durchschlagskraft. Ich weiß nicht, ob es an den höhen Temperaturen lag, aber die Jungs wollten den letzten Schritt nicht gehen. Es ist eine gerechte Punkteteilung, die Bockum-Hövel aber nicht weiter hilft.

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