TTC-Frauen optimistisch vor der Oberliga-Relegation

+
Vanessa Hubracht und die TTC-Frauen spielen am Sonntag um den Oberliga-Aufstieg.

WERNE - Wenn die Verbandsliga-Frauen des TTC Werne 98 am kommenden Sonntag, 10. Mai, in der Relegation um den Oberliga-Aufstieg spielen, dann hat ein Gegner schon im Vorfeld aufgegeben. Denn da DJK Adler Brakel auf die Teilnahme verzichtet, ist aus der Vierer- eine Dreierrunde geworden.

Am Ende steigt davon der Erstplatzierte in die vierthöchste Klasse auf und wird in der kommenden Saison in der dann eingleisigen Oberliga spielen. Der Zweite und Dritte – und auch Brakel – haben den Startplatz in der zur kommenden Saison neu eingeführten NRW-Liga sicher, die aus zwei Staffeln bestehen wird.

Fritzlar ist wohl der größte Rivale

Zusammen mit den Werner Frauen, die souveräner Meister in der Verbandsliga-Staffel 1 wurden, sind das noch der Sechste der Oberliga 1, der TTV Ense, und der Meister der Verbandsliga 2, der TTC GW Fritzdorf II.

Nach dem Brakeler Rückzug wurde aus der geplanten Zwei-Tages-Veranstaltung ein Spieltag mit drei Partien.

Den Auftakt machen der Gastgeber TTV Ense – gespielt wird in der Ballspielhalle Bremen, Schulweg 6, in Ense – gegen die Werner Frauen ab 10 Uhr. Die TTC-Spielerinnen und Spitzenspielerin Katharina Adam bestreiten im Anschluss ab 13 Uhr die zweite Partie gegen den TTC GW Fritzdorf II, die dritte Partie folgt ab 16 Uhr zwischen TTV Ense und Fritzdorf II. Allerdings wird diese nur ausgetragen, falls das Werner Team nicht schon vorher als Turniersieger und Aufsteiger durch zwei Siege feststeht.

Bereits im Vorjahr spielten die 98-erinnen um den Oberliga-Aufstieg. Damals scheiterte das Team knapp als Zweiter, nachdem das Team die Verbandsliga-Saison auf Platz zwei beendete.

„Unsere Frauen sind nicht unbedingt Favorit“, sagt TTC-Geschäftsführer und der Vorsitzende des Kreises Südmünsterland, Axel Brocke. Denn ein Vergleich mit den beiden Spitzenspielerinnen von Fritzdorf II – das ist ein Ortsteil der Gemeinde Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis – weißt ein deutliches Plus in den Ranglistenzahlen für die Regionalliga-Reserve auf.

Die Nummer eins, Stephanie Hoffmann, kommt auf eine 37:0-Bilanz, auch Meike Schnitzler an „zwei“ ist bei 30:0-Siegen ungeschlagen. Hoffmann hat einen Bilanzwert von 12,18 erspielt, Schnitzler von 11,56. Zum Vergleich haben Katharina Adam 11,36 und ihre Schwester Vanessa Hubracht 9,3 als Bilanzwerte. Deshalb sieht Vanessa Hubracht, die an Position zwei antreten wird, in dem Duell das Schlüsselspiel für den anvisierten Aufstieg.

„Wir kennen beide recht gut, als wir in der Regionalliga für Troisdorf gegen Fritzdorf gespielt haben. Aber ich denke, dass die Tagesform entscheiden wird“, sagt Hubracht. In Troisdorf waren die Werner Schwestern in der Saison 2011/12 aktiv. Zudem setzt Werne auf die Stärke am unteren Paarkreuz mit Miriam Bake und Finja Kaubisch (sie spielt anstelle von Rabea Dahl) sowie auf Punkte in den Doppeln.

Die Partie gegen Ausrichter Ense hält Hubracht zwar nicht für eine „Pflichtaufgabe. „Aber ich glaube das ist machbar. Es ist auf jeden Fall das leichtere Spiel“, sagt die Studentin. Und das ist auch der Eindruck von Miriam Bake, die bereits früher in Ense spielte.

Übrigens wird Vanessa Hubracht zu Beginn der kommenden Saison nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, da sie derzeit in Hamburg studiert und dort bis November ihren Bachelor in Biologie machen wird. Eventuell macht sie in der Hansestadt auch noch ihren Master. Deshalb wollen die Werner Frauen gerne in der Hinrunde der kommenden Saison nach Rücksprache mit den Gegner möglichst viele Doppel-Spieltage austragen, damit Hubracht nicht jedes Wochenende anreisen muss – nach Wunsch aber eher in der Oberliga statt in der tieferen NRW-Liga. - fraz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare