Thomas Berndsen aus Werne ist beim FLVW als Coronavirus-Krisenmanager gefragt

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Thomas Berndsen.

Werne – Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Coronavirus beschäftigt auch den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) – und dabei ist Thomas Berndsen aus Werne als Krisenmanager gefragt.

Denn der zweitgrößte der 21 deutschen Landesverbänden mit etwa einer Millionen Mitgliedern in ungefähr 2500 Vereinen hat in seiner Geschäftsstelle in Kamen-Kaiserau eine „Task Force“ gebildet, die sich um das Coronavirus und seine Auswirkungen auf den Amateur- und Nachwuchsfußball sowie auf die Leichtathleten kümmert. 

Diesem vierköpfigen Gremium gehört auch Thomas Berndsen aus Werne an – dies in seiner Funktion als „Leiter Amateurfußball“ beim FLVW. Mit dabei ist der Geschäftsführer Wilfried Busch und die beiden Abteilungsleiter für die Juniorenfußballer und Leichtathletik. „Wir tauschen uns mehrmals täglich aus. 

„Die Welle baut sich auf und wird noch höher steigen“

Die eingehenden Informationen laufen zunächst beim Geschäftsführer auf und wir beraten dann das weitere Vorgehen“, erklärt Berndsen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der „Task Force“ ist zudem der Berich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist ja auch elementar wichtig, dass die eingehenden Informationen auf unseren Kanälen verbreitet werden – speziell über die Sozialen Medien, aber auch auf unserer Homepage“, sagt Berndsen.

Steigende Anzahl an Spielabsagen erwartet

 Er rechnet nach dem deutlichen Anstieg der Infiziertern und Verdachtsfälle mit dem Corona-Virus mit deutlich mehr Arbeit für die „Task Force“ in dieser Woche. „Die Welle baut sich auf und wird noch höher steigen“, sagt der 47-Jährige und rechnet entsprechend für das kommende Wochenende mit einer steigenden Anzahl an Spielabsagen im Amateurbereich sowie eventuell von Leichtathletikveranstaltungen. 

Seine Arbeitsgruppe ist zudem ebenfalls in enger Abstimmung mit den Gremien des Deutschen Fußball-Bundes und auch der Deutschen Fußball-Liga, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. 

Dabei steht aber über allen: „Wir sind die Letzten, die in Panik verfallen. Aber wir werden dabei den Empfehlungen der Ärzte und Behörden folgen. Sagen die Behörden Veranstaltungen ab oder die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abzusagen, dem auch der NRW-Gesundheitsminister Laumann folgt, dann schließen wir uns dem auch an“, erklärt Berndsen. 

Wobei die Zuschauerzahlen eben bei Amateurspielen im weit überwiegenden Teil die 1000er Marke nicht überschreitet – abgesehen von einigen Oberliga- oder Regionalliga-Spielen. Bereits zum Ende der vergangenen Woche habe der Informationsbedarf durch die Staffelleiter und Vereinsvertreter stark zugenommen, berichtet Berndsen. „Das ist viermal soviel als sonst.“ Und es ist noch nicht absehbar, dass es für die „Task Force“ mit Thomas Berndsen in Zukunft ruhiger werden wird.

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