Tennisvereine und Bogensportler in Bergkamen auf Neustart vorbereitet

Bergkamen – Aufatmen bei den Tennis- und Bogensportlern in Bergkamen. Seit Mittwoch dürfen sie – den Lockerungen der Corona-Bremse durch das Land NRW folgend – ihrem Sport unter freiem Himmel wieder nachgehen. Bei allem Drang, schnellstmöglich das geliebte Hobby wieder ausüben zu dürfen – sooo fix geht’s nicht.

Im Krisenstab der Stadt Bergkamen wird das Thema wohlwollend behandelt: „Alle Sportvereine werden gebeten, die Aufnahme von Aktivitäten auf den Anlagen dem Sportamt anzuzeigen, damit auf notwendige Regeln zur Einhaltung der Hygiene, auch bei Nutzung von Geräten durch mehrere Nutzer und ähnliches hingewiesen werden kann“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung von Bürgermeister Roland Schäfer. 

Stadt will alle Vereine kontaktieren

„Bogensport und Tennis sind unstrittig, die können wieder loslegen“, ergänzt Heiko Rahn aus dem Sportamt der Stadt und sagt: „Alle anderen Sportarten werden wir jetzt abarbeiten.“ Anschließend gebe es konkrete Mitteilungen an die Vereine, ab wann – und unter welchen Auflagen – sie wieder trainieren dürfen.“ Und auch aus Sicht der Vereine braucht es penible Vorbereitungen: „Wenn Mittwoch gesagt wird, du darfst ab Donnerstag die Anlage wieder öffnen... Das geht nicht. Du kannst nicht mit den Fingern schnippen, dass sofort wieder alles läuft. Ein bisschen Vorlauf braucht man schon“, sagt Marco Breyer, Vorsitzender des Bogensportclubs Bergkamen (BSC). 

Insgesamt sind die betroffenen Vereine sehr gut auf die Wiedereröffnung ihrer Anlagen vorbereitet. Schon ab Samstag könnten die ersten Bälle, vielleicht auch die ersten Pfeile, wieder fliegen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Vorstände in ständigem Kontakt mit dem Sportamt der Stadt Bergkamen gestanden hat. „Heiko Rahn hatte am Dienstag bereits abgefragt, wie die Möglichkeiten bei uns sind“, berichtet Marco Breyer. Auch Gregor Hajduk, Vorsitzender der Tennisabteilung im SuS Oberaden, berichtet von guten Kontakten ins Rathaus. 

TV Bergkamen legte schon Freitag los

"Wir konnten mit Zustimmung von Heiko Rahn und der Stadt – natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften – unsere Pflichtstunden zum Herrichten der Anlage absolvieren, so dass wir auf einen Neustart sehr gut vorbereitet sind“, sagt Hajduk, und: „Wir sind schon überrascht gewesen, dass es jetzt so schnell geht. Gehofft hatten wir es natürlich schon.“ „Wir müssen uns noch das Okay der Stadt holen“, sagt Gerd Kampmeyer, Vorsitzender des TV Bergkamen 79, der gleichzeitig auch der geforderte Corona-Bauftragte in seinem Verein ist. Zusammen mit Sportwartin Saskia Driesner will er gewährleisten, dass an er Unteren Erlentiefenstraße alle geforderten Hygieneregeln und -maßnahmen strikt eingehalten werden. Schon am Freitag ging's los, die Anlage war gut besucht. 

"Frühestens am Wochenende, spätestens aber am 11. Mai“, sagt Werner Turk, Tennis-Vorsitzender von TuRa Bergkamen, werden am Norberg die ersten Bälle gespielt. Am späten Donnerstag schloss sich der Vorstand kurz, um alle Maßnahmen gemäß Richtlinien-Katalog des westfälischen Tennisverbandes einzuleiten. 

Auch Gastronomie soll wieder starten

„Wir müssen die Aufgaben verteilen und sehen, wer was zu besorgen hat, damit alles klappt“, sagt Turk. Der Corona-Beauftragte wird wohl Platzwart Reinhard Körber sein. „Er ist schließlich immer vor Ort“, sagt Turk. In einem nächsten Schritt werden die Vereine die Wiedereröffnung der Gastronomie unter entsprechenden Auflagen in Angriff nehmen. Aber auch hier bleiben die Verantwortlichen geduldig und gelassen.

 „Da muss ich erst alle Vorgaben noch einmal richtig in Erfahrung bringen, um auf der sicheren Seite zu sein“, sagt Gerd Kampmeyer. „Wir haben schon mit der Pächterin gesprochen. Eventuell machen wir einen Fensterverkauf – aber das muss alles in Ruhe geklärt werden“, sagt Gregor Hajduk vom SuS. Etwas bescheidener gibt sich der Bogensportclub an der Hansastraße. „Wir haben nur ein kleines Clubheimchen“, sagt Marco Breyer, und: „Wir bieten Getränke in Flaschen an, alles andere bleibt zu.“ Bei aller Vorfreude auf sportliche Betätigung. Die Einhaltung der Hygienevorschriften im Sanitärbereich wird das große Problemfeld für alle Vereine sein. Duschen- und Umkleideräume bleiben sowieso geschlossen. Und die WC-Hygiene? Breyer: „Um die vorgeschriebenen Desinfektionen vorzunehmen, bräuchten wir eine Fachkraft – und die können wir uns nicht leisten. Wer aufs Klo muss, der muss wohl nach Hause fahren.“

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