Tennis-WM: Lokalmatador Detlef Roth Vizemeister bei den Herren 50

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Starke Leistung im Halbfinale: Marcus von Bohlen verlor dennoch gegen den Deutschen Meister, Hendrik Boettcher. - Foto: Eickmann

WERNE - Lokalmatador Detlef Roth hat bei der 36. Westfälischen Hallenmeisterschaft in der „SportAlm“ den zweiten Sieg für einen Werner Tennisspieler nach Andreas Thivessen verpasst. Bei den Herren 50 verlor der für den TuS 59 Hamm aufschlagende Roth das Endspiel gegen Holger Drewes vom THC Münster mit 3:6 und 1:6. Marcus von Bohlen bei den Herren 45 und Franz Stüer (H70), beide vom TC BW Werne, scheiterten am Samstag im Halbfinale.

Roth und Drewes lieferten sich trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses ein gutes Finale. „Wir sind spielerisch ausgeglichen und auch vom Vermögen her gleich. Aber ich bin ein bisschen zäher und in einer physisch leicht besseren Verfassung“, meinte Drewes. Beide kennen sich aus dem Effeff, haben sich seit Oktober zum Teil gemeinsam auf diese Titelkämpfe vorbereitet.

„Die Spiele vorher waren für mich zu anstrengend. Irgendwann ist der Geist willig, aber der Akku leer“, meinte Roth. Er hatte keine 24 Stunden zuvor Titelverteidger Lutz Rethfeld vom THC Münster nach einem Kräfte zehrenden Match mit 2:6, 6:3 und 11:9 geschlagen – mit einer bärenstarken Leistung.

Drewes hingegen besiegte den top-gesetzten Torsten Lubeseder mit vergleichsweise weniger Aufwand mit 6:2 und 6:3.

Für Roth gab nicht nur die physische Komponente den Ausschlag für die Finalniederlage: „Wenn du auf diesem Niveau den ersten Aufschlag nicht bringst und zu oft über den zweiten kommen musst, dann hast du irgendwann ein Problem.“

So baute Holger Drewes im Verlauf des Matches immer mehr Druck auf und verbuchte den ersten Teilerfolg mit dem Break zum 4:2 im ersten Satz. Der Münsteraner erhöhte auf 5:2 und hatte bereits zwei Satzbälle, bevor Roth aus dem 15:40-Rückstand bei eigenem Aufschlag noch auf 3:5 verkürzte – aber wenig später den Satz mit einem Aufschlag-Return ins Netz selbst beendete.

Im ersten Spiel des zweiten Satzes machte Roth zwei toll herausgespielte Punkte, aber auch zu viele Fehler. Von diesem Break, und einem weiteren zum 1:4, erholte sich der Werner nicht mehr. Dabei kämpfte er mehr als zehn Minuten lang verbissen um das Rebreak – was Drewes letztlich mit einem Netzroller (und mit Bedauern) zum 5:1 beendete. Roth wehrte anschließend den ersten Matchball seines Kontrahenten noch mit einem Ass ab, war aber nach dem nächsten Ballwechsel endgültig geschlagen. „Ich bin trotzdem nicht unzufrieden“, meinte er.

Gleiches sagte auch Marcus von Bohlen nach seiner Halbfinal-Niederlage am Samstag, denn aus beruflichen Gründen hatte er sich nicht auf diese Titelkämpfe vorbereiten können. Immerhin war der Werner kurz davor, dem großen Favoriten den einzigen Satz des Turniers abzunehmen. Letztlich verlor er gegen den deutschen Hallenmeister der Herren 45, Hendrik Boettcher vom SC Hörstel, mit 4:6 und 6:7. Dabei besaß Marcus von Bohlen im zweiten Durchgang drei Satzbälle. Boettcher, auch Titelverteidiger bei den „Westfälischen“ verlor im Endspiel gegen den Überraschungsfinalisten Horst-Hagen Jelitto vom 1. TC Hiltrup mit 6:2, 4:6 und 7:10. Jelitto hatte bereits im Viertelfinale den an Nummer zwei gesetzten Robert Kleffmann (Dorsten) mit 6:3, 7:6 ausgeschaltet.

Bei den Herren 70 musste der topgesetzte Hans-Hermann Leue aus Bergkamen, der für den TV Espelkamp-Mittwald spielt, lange kämpfen, ehe er im Halbfinale gegen Ulrich Viefhaus (Grün-Weiß Frohlinde) mit 7:5, 4:6, 10:6 durchgesetzt hatte. Die Nummer zwei, Michael Jahn (ESV SW Münster) war dagegen ohne Satzverlust in das Finale eingezogen. In der Vorschlussrunde gewann er erwartungsgemäß mit 6:4 und 6:4 gegen den Lokalmatador Franz Stüer. Für Leue war auch das Finale ein hartes Stück Arbeit. Er setzte sich gegen Jahn mit 6:2, 2:6 und 10:7 durch. - gu

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