Andreas Thivessen verteidigt den „WM“-Titel

Die Finalisten bei der 37. westfälischen Hallenmeisterschaft in Werne: Marvin Netuschil, Ria Sabay, Philipp Scholz, Nina Zander, Bastian Beck und Andreas Thivessen.  Foto: WTV

Werne - Bei den 37. westfälischen Hallenmeisterschaften im Tennis hat Lokalmatador Andreas Thivessen den Titel bei den Herren 30 verteidigt. Der Werner, der für Frohlinde spielt, siegte im Finale gegen Bastian Beck vom Dorstener TC mit 6:2 und 6:1.

Bei den Frauen setzte sich im Endspiel die an Nummer sieben gesetzte Ria Sabay (Union Münster) durch, bei den Männern gab es den Favoritensieg durch Marvin Netuschil (Versmold).

Bei den Herren 30 waren die vier Topgesetzten im Halbfinale unter sich: Dabei kam es zur Neuauflage des 2014er-Finals zwischen Thivessen und Marc Senkbeil (Wanne-Eickel) und Lokalmatador Andreas Thivessen. Der 34-jährige Titelverteidiger siegte deutlich mit 6:2 und 6:2. Vorteil Thivessen: Er war frisch und ausgeruht, während Senkbeil im Viertelfinale ein Marathon-Match gegen Alexander Hiller (TuS 59 Hamm) bestreiten musste. Er siegte nach drei Stunden und 15 Minuten mit 7:6, 6:7, 6:4.

Auch im Finale traf Thivessen auf einen Gegner, der im zweiten Match der Vorschlussrunde hart kämpfen musste. Bastian Beck, an Nummer vier gesetzt, schlug in einem Dorstener Stadtduell Verbandstrainer Janosch Blaha mit 6:4, 3:6 und 7:6. Das Finale gewann Thivessenmit 6:2 und 6:1 – was vom Ergebnis her deutlich ist, vom Spielverlauf aber nicht unbedingt.

Bei den Frauen hatte sich die topgesetzte Nina Zander (Halle) ohne Satzverlust gegen ihre Teamkolleginnen Tanja Klee (6:2, 6:0) und Franziska Kommer (6:3, 6:3) durchgesetzt. Die 30-jährige Ria Sabay, eine ehemalige Profispielerin, traf in der Vorschlussrunde auf die erst 15-jährige Linda Puppendahl (DTB 102/VfL Bochum). Die Medizinerin aus Münster setzte sich gegen die deutsche Vizemeisterin der Jugend klar mit 6:2 und 6:2 durch.

Im Finale war der Altersunterschied zwischen Ria Sabay und Nina Zander zwar nicht ganz so groß, dennoch profitierte die Bundesligaspielerin aus Münster bei ihrem 6:7, 6:4, 6:2-Erfolg von ihrer Erfahrung. Sie ließ sich vom Powerplay der Titelverteidigerin nicht sonderlich beeindrucken. Sabay überzeugte vor allem durch ihre Spielübersicht, suchte des Öfteren erfolgreich den Weg ans Netz und wusste Zanders wuchtige Schläge gut zu kontern. Dabei lebte sie von ihrer Athletik und ihrer Schnelligkeit. Für Sabay war es der erste „WM-Titel.

Marvin Netuschil ließ sich in Abwesenheit von Vorjahressieger Daniel Masur nicht aufhalten. Der 24-Jährige, der im Sommer in Gelsenkirchen auch den „WM-Titel auf Asche gewonnen hatte.

In der Vorschlussrunde setzte sich der aus Hamm stammende Netuschil mit 6:3, 6:3 gegen den an Nummer vier gesetzten Vincent Jänsch-Müller (DTB 64/Dorstener TC) durch und im anschließenden Finale deklassierte er seinen Trainingskollegen Philipp Scholz (DTB 54/Tennispark Versmold). Er gestattete ihm bei seinem 6:2, 6:0-Erfolg gerade einmal zwei Spiele und gewährte ihm nicht einmal eine Breakchance.

Dennoch war der gebürtige Verler nicht traurig, denn er hatte sich durch einen 7:6, 7:5-Erfolg gegen den an Nummer sieben gesetzten Björn Probst (Hiltrup) zum ersten Mal in seiner Karriere in ein Finale bei der Herren-Westfalenmeisterschaft gespielt.

„Wenn ich einem den Sieg gönne, dann Marvin“, meinte der 20-jährige Verlierer bei der Siegerehrung. Netuschil freute sich vor allem darüber, dass sich seine harte Trainingsarbeit auszahlt. „Als Tennisprofi braucht man eben auch die Bestätigung für seine Arbeit und die ist mir hier sehr gut gelungen. Ich kann jetzt bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach befreit aufspielen.“

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