Hallen-WM in Werne: Thivessen macht’s spannend

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Andreas Thivessen.

WERNE -  Die 36. westfälischen Hallenmeisterschaften im Tennis wären für Andreas Thivessen fast schon beendet gewesen, bevor sie überhaupt richtig begonnen haben.

Am Abend quälte sich der Lokalmatador bei den Titelkämpfen in Werne gegen den ungesetzten Alexander Hiller (TuS 59 Hamm) mit 2:6, 6:3 und 7:6 (7:3) in das Viertelfinale. Darin trifft Thivessen heute (Freitag, 19 Uhr) auf Iwo Romberg vom VfL Kamen.

Für den Werner verlief der Abend nicht nach Wunsch. Zunächst verzögerte sich der Beginn der für 18 Uhr angesetzten Partie um 90 Minuten. Dann benötigte der große Favorit, in diesem Turnier an Nummer zwei gesetzt, mehr als zwei Stunden, um sich gegen Hiller durchzusetzen. Dabei machte sich der Halbfinalist der Jungsenioren-DM 2014 im Juli in Worms das Leben selbst mit einer Unzahl von Fehlern unnötig schwer. Im dritten Satz lag er bereits mit 1:4 zurück.

Offensichtlich hatte ihn schon früh eine Ahnung gepackt: „Egal wie, Hauptsache gewinnen. Morgen redet keiner mehr drüber“, meinte er bereits zum Auftakt des zweiten Satzes.

Hiller brachte seinen Gegner immer wieder zur Verzweiflung, hielt die Bälle sicher im Spiel und wartete geduldig auf Fehler des Werners. Thivessen haderte vor allem mit seiner Vorhand, fand nie einen Rhythmus. Im ersten Durchgang dauerte es knapp 20 Minuten, da hatte Hiller seinen ersten Satzball verwandelt. Der Werner biss sich durch den zweiten Satz und schien auf dem richtigen Weg. Doch die Fehler blieben. 4:1 führte Hiller bereits im dritten Durchgang. Thivessen konterte zum 5:4, lag wieder mit 5:6 zurück und rettete sich in den Tie-Break.

Darin setzte er sich auf 3:0 ab und wurde mutiger. Nach 2:05 Stunden gab’s beim Stand von 6:2 vier Matchbälle – der zweite reichte zum Sieg.

Tolles Comeback von Pia Bultmann

Mit Pia Bultmann verpasste gestern die letzte Spielerin des TC Blau-Weiß Werne die Chance auf einen Platz im Hauptfeld der Frauen. Die 20-Jährige zog sich in ihren beiden Matches aber sehr gut aus der Affäre. Zunächst siegte sie gegen Shanna Krimatschow (Dorsten) mit 7:5, 3:6 und 7:5. „Das war ganz unerwartet. Natürlich bin ich zufrieden nach einem Jahr ohne Match“, meinte sie nach dem Kraftakt über 2:45 Stunden. Im Quali-Finale kam für die Studentin das Aus. Gegen Pauline Rink (Witten) verlor sie mit 2:6, 6:4 und 2:6. „Da wurden die Beine am Ende ganz schön schwer“, meinte Bultmann.. Nach einer Knieverletzung im November 2013 hatte sie zwölf Monate pausieren müssen und stand erst im November für die BW-Frauen in einem Winterrunden-Match wieder in einem Match auf dem Platz.

Die Titelkämpfe werden heute mit den Viertelfinals fortgesetzt. Bei den Männern sind ab 12 Uhr erstmals auch die top-gesetzten Marvin Netuschil (Iserlohn) und Daniel Masur (Versmold) dabei. Masur hatte erst vor Wochenfrist in Biberach Platz zwei bei der Deutschen Meisterschaft belegt. - gu

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