Systemwechsel bringt Aufschwung mit - Herberns Trainer Möllers mit Platz sechs zufrieden

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Marcel Scholtysik war Herberns Dauerbrenner mit 28 Saisoneinätzen.

Herbern – „Unser Ziel war es, nicht abzusteigen. Dass wir jetzt Sechster in der Abschlusstabelle sind... Wer hätte das vor der Saison geglaubt?“ – Holger Möllers, Trainer des SV Herbern, war am Sonntag trotz der 0:2-Niederlage in Münster guter Dinge, denn die Saison war für den SVH vor allem in der Startphase nicht einfach.

Zehn Neuzugänge standen mit Beginn der Vorbereitung auf dem Platz, der Umbruch war größer als erwartet – vor allem deshalb, weil viele junge Spieler mit Perspektive in den Kader rückten. „Unser Vorsitzender hat gesagt: Hauptsache ist, wir steigen im Jubiläumsjahr nicht ab“, erinnert sich Möllers. 

Die Findungsphase des SVH lässt sich an der Fieberkurve gut ablesen. Nach dem unerwarteten 3:0-Erfolg zum Auftakt beim SV Eintracht Ahaus und einem 2:0 gegen Altenberge ging es runter bis auf Platz zwölf. Die Trendwende setzte mit einem Systemwechsel und zwei Siegen ein: „Schlüsselspiele waren das Pokalspiel gegen Roxel und gegen Borken. Da haben wir uns aus dem Sumpf gezogen“, sagt Möllers, und: „Zudem haben wir taktisch auf eine Dreierkette umgestellt.

 Und das hat der Mannschaft gut getan“, sagt Möllers. Insgesamt sei die Integration der Neuen gut gelungen, da „sie sich mit der Philosophie identifizieren und da eine Mannschaft zusammengewachsen ist“, wie Möllers sagt. So ging es für die Blau-Gelben peu á peu hinauf bis auf den sechsten Platz. 

Ein Ziel hat Möllers mit dem SVH allerdings nicht erreicht. „Zehn Gegentore weniger als in der vergangenen Saison“, hatte er vorgegeben. Da waren es 47, dieses Mal sind es, nun ja, 52. Einen so großen Umbruch wie vor der Saison 18/19 wird es beim SVH im Jahr des 100-jährigen Bestehens nicht geben. 

Bis auf Mors, Franco Cabrera und Venker bleiben alle dabei, bei Lennart Pinnekämper steht das Studium im Vordergrund. Er kam deshalb auch in der abgelaufenen Saison über zwei Einwechslungen nicht hinaus. Mit Nico Plechaty (Lüner SV) und dem 19-jährigen Verteidiger Philip Just (VfL Senden) sowie Stürmer Jan Hoenhorst vom A-Kreisligisten SV Rinkerode und Kreativspieler Nika Amoev von der SG Bockum-Hövel haben die Herberner bereits einige vielversprechende Zugänge vorgestellt. 

„Ich denke, dass Amoev und Haunhorst die Lücke schließen werden, die Mors hinterlässt“, sagt Möllers. Plechaty sammelte in der Rückrunde beim LSV viel Spielzeit in der Westfalenliga und die Qualität von Philip Just steht außer Frage. Er stand in der abgelaufenen Saison jede Sekunde auf dem Feld. Und auch die Rückkehr von Dominik Lünemann aus Nordkirchen spricht für den SVH.

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