Symalla-Cup: Eintracht schlapp, SV Herbern II spritzig

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Mit einem 2:2 trennte sich die Eintracht vom FC Pelkum.

WERNE -  Die Eintracht schlapp von der harten Vorbereitung, die Reserve des SV Herbern hingegen frisch und beschwingt. Entsprechend fielen am Abend beim Symalla-Cup des SV Stockum die zweiten Gruppenspiele der beiden Teams aus.

Vorrunde, Gruppe B: SV Herbern II – Hammer SpVg. III 5:1 (3:1). Nicht nur wegen der 3-köpfigen Verstärkung aus dem Landesliga-Kader setzte sich die Reserve des SV Herbern am Abend in ihrem zweiten Gruppenspiel sicher durch und steht fast im Halbfinale. „Das müsste eigentlich reichen“, meinte auch Timy Schütte, dessen Team am Samstag gegen Pelkum noch einen Punkt benötigt.

Gegen die HSV-Dritte legte der SVH früh den Grundstein zum Sieg. Nach drei Minuten fiel bereits das 1:0. Nils Venneker legte nach links zu Yannik Havers und dessen scharfe Hereingabe versenkte Ramon Lutter aus kurzer Distanz zur Führung. Vier Minuten später ließ sich HSV-Keeper Helm überraschen: Dennis Hölscher schoss einen Freistoß von der rechten Seite stramm zum 2:0 ins linke obere Eck. Und als Lutter nach 17 Minuten – wiederum nach Vorarbeit von Venneker und Havers – zum 3:0 traf, war der Vorsprung in dieser Höhe bereits verdient.

Allerdings ließen die Herberner nach 30 Minuten läuferisch etwas nach. „Da haben wir ein bisschen den Faden verloren“, bemängelte Schütte auch spielerische Defizite in dieser Phase. Das nutzte die HSV durch Kai Eckert zum einzigen HSV-Tor (37.). Kurz vor dem Seitenwechsel besaß Ramon Lutter die Chance zu seinem dritten Tor, bekam den Ball freistehend aber ein bisschen zu weit in den Rücken gespielt.

Und nach dem Wiederanpfiff zeigte sich der SVH wieder von seiner guten Seite und wirkte dabei für den Zeitpunkt der Vorbereitung schon sehr leichtfüßig und spritzig. „Das hat mich auch ein bisschen überrascht. Aber konditionell sind wir auf einem guten Niveau, das sah echt ordentlich aus“, freute sich darüber auch Timy Schütte.

Auf die weiteren Tore für sein Team musste er allerdings ein bisschen warten. Nach 74 Minuten traf Nils Venneker nach einem Eckball von Dennis Hölscher zum 4:1, in der Schlussminute sorgte Neuzugang Thomas Eroglu nach einem Pass von Heitmann für den Endstand. Timy Schütte: „Ich denke, dass war heute ein ordentlicher Auftritt.“

SV Herbern II: Brinkmann – Hölscher, Eickholt (46. Lübke), Roters, Brockmeier (46. Heitmann), Venneker, Eroglu, Krieter, M. Aschoff (58. Jücker), Havers (38. Pottmeier), Lutter (71. Kortendick)

Tore: 1:0 (3.) Lutter, 2:0 (7.) Hölscher, 3:0 (17.) Lutter, 3:1 (37.) Eckert, 4:1 (74.) Venneker, 5:1 (90.) Eroglu

Vorrunde, Gruppe B: Eintracht Werne – 1. FC Pelkum 2:2 (1:1). Mit dem zweiten Remis im zweiten Spiel ist die Eintracht der Halbfinal-Teilnahme nur ein kleines Stückchen näher gekommen. Nun braucht es einen Sieg gegen die Dritte der Hammer SpVg.

Ob dieser in Anbetracht der Verfassung des Teams realisierbar ist, bleibt abzuwarten. „Der Akku ist leer. Es musste passieren, dass wir irgendwann in ein Loch fallen. Das war bisher sehr anstrengend“, hatte Trainer Jörg Fiebig Verständnis für den kraftlosen Auftritt seines Teams nach Kräfte zehrenden Tagen der Vorbereitung – unter anderem mit fünf Spielen binnen sieben Tagen.

Für die Eintracht waren es mühsame 90 Minuten. Die Werner besaßen ein großes Plus an Ballbesitz, mussten aber immer wieder gegen tief stehende Pelkumer anlaufen. Da half auch die frühe Führung durch Matthias Müller nach drei Minuten nicht.

Glück hatte die Eintracht, dass Chojka nach elf Minuten und einem Foul von Keeper Tidden den Elfmeter am Eintracht-Tor vorbei schoss. Weil die Werner ihre wenigen Chancen vor der Pause nicht nutzten, fiel nach 42 Minuten der Ausgleich. Chojka nutzte ein Missverständnis zwischen Pra und Pawlik und versenkte den Ball nach einem 30-Meter-Solo unhaltbar.

In der zweiten Halbzeit vergaben Bajric und Pawlik zunächst die großen Chancen zur erneuten Führung, dann machte es der eingewechselte Jason Kaufmann auf Zuspiel von Dominik Obrenovic besser und schob den Ball zum 2:1 ins lange Eck. Weil Kaufmann und Marko Martinovic dann nur Pfosten und Latte trafen (75., 77.) und wenig später Bajric freistehend nur einen Handschuh des Pelkumer Keepers, machte der FC mit seiner einzigen Chance in der zweiten Halbzeit noch den Ausgleich durch Frederik Leusmann (85.).

„Der Kopf möchte gerne, aber die Beine machen nicht mit“, meinte Jörg Fiebig, und: „Jetzt müssen wir am Sonntag irgendwie durch das Pokalspiel kommen und dann ganz dringend regenerieren.“

Eintracht Werne: Tidden – Schynol, Müller (67. Marko Martinovic), Bajric, Thörner (67. Kaufmann), Hessfeld, Küster (67. Ma. Obrenovic), Pawlik, Pra, Melser, Mario Martinovic (42. Zengin)

Tore: 1:0 (3.) Müller, 1:1 (42.) Chojka, 2:1 (74.) Kaufmann, 2:2 (85.) Leusmann

Bes. Vork.: Cojka (FC) verschießt Elfmeter (11.)

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