Symalla-Cup: SVH II und Eintracht im Halbfinale

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Der SuS Rünthe fand gegen die gute Herberner Deckung nur selten eine Lücke und verlor verdient. Damit schieden die „Nullachter“ ohne Punktgewinn aus dem Symalla-Cup aus.

STOCKUM -   Eine starke erste Halbzeit reicht Eintracht Werne, um mit der vollen Punktzahl von neun Punkten in drei Spielen souverän das Halbfinalticket beim Symalla-Cup in Stockum am Dienstag zu buchen. Dort steht aúch der SV Herbern II

Besonders in den ersten elf Spielminuten spielten die Evenkämper beim 5:2 (5:0) überragend und führten bereits mit 3:0. Den Anfang macht Neuzugang Osman Köse in seinem ersten Spiel (3.). Spielmacher Faruk Bozaci legte nur fünf Minuten später nach. Einen Freistoß von Marco Martinovic netzte Köse per Kopf zum 3:0 ein. Da sag es schon nach einem Debakel für die Blau-Roten aus. Doch Eintracht Werne schaltete zwei Gänge zurück und kontrollierte durch Ballbesitz weiter das Spiel und ließ die WSC-Reserve laufen.

Kurz bevor der Schiedsrichter zum Pausenwasser bitten wollte, erhöhte die Eintracht per Doppelschlag noch auf 5:0. Erst verwandelte Marco Martinovic einen Strafstoß nach Handspiel von Matthias Kerk sicher, ehe Osman Köse seinen Hattrick nach Flanke von Marco Martinovic perfekt machte (45.).

In der zweiten Halbzeit schonten sich die Evenkämper, um keine Verletzungen zu riskieren. Diese Nachlässigkeit rächte sich. Denn innerhalb von zwei Minuten erzielte der WSC zwei Tore. Zunächst verwandelte Max Klimecki einen von Domenic Obrenovic verursachten Foulelfmeter, ehe Hendrick Telgmann nach Vorarbeit von Özkan Saka auf 2:5 verkürzte (48. und 50.). Danach passierte bis auf einen Lattenschuss von Marco Martinovic aus 16 Metern nicht mehr viel. Einzig Osman Köse sorgte noch für Aufsehen. Der Neuzugang diskutierte solange mit dem Schiedsrichter, dass er ihn nach mehreren Verwarnungen zunächst die Gelbe Karte zeigte und nur einige Sekunden später die zweite, sodass die Partie für den Neuzugang vorzeitig beendet war (82.).

„Die erste Halbzeit hat mir super gefallen, da haben wir einige gute Aktionen zeigt“, so Muris Mujkanovic. WSC-Reservetrainer Rainer Littau musste die klare Überlegenheit anerkennen: „Die waren schon klar besser als wir.“

Eintracht: Linke – Ünal (46. M. Dömland), Scharein (46. Dario Obrenovic), Kaya, Domenic Obrenovic, Pawlik, Bozaci, Bilgic, Öztürk, Köse, Marco Martinovic

WSC II: See – Mürmann, Brakk (46. Stoll), Eisenbach, Kerk, Demand, Jücker, Saka, Telgmann (80. Woste), Klimecki, Eichhorst – Tore: 1:0 (3.) Köse, 2:0 (8.) Bozaci, 3:0 (11.) Köse, 4:0 (45.) Handelfmeter Marco Martinovic, 5:0 (45+1) Köse, 5:1 (48.) Foulelfmeter Klimecki, 5:2 (50.) Telgmann

Bes. Vork: Gelb-Rot für Köse (Eintracht) wegen wiederholten Meckerns (82.).

SV Herbern II – SuS Rünthe 2:1 (2:0). „Die SVH-Reserve zieht als Tabellenzweiter ins Halbfinale ein“, bestätigte Stockums Rolf Bock nach dem Erfolg der Blau-Gelben und der immer noch ausstehenden Entscheidung, ob der Werner SC II das 0:10 des zurückgezogenen FC Pelkum übernehmen musste. Nach den Ergehnisse gestern hätte der WSC aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz ohnehin nur noch geringere theoretische Chancen, in einem Wiederholungsspiel an Herbern vorbeizuziehen.

Gegen den SuS Rünthe erwischte die diesmal von Sven Overs (für den verhinderten Timmy Schütte) gecoachte Herberner Elf einen Traumstart. Christof Zillingen nach einem Torwartfehler von Manuel Noetzel und Ramon Lutter besorgten bereits in der achten und zehnten Minute die sichere 2:0-Führung. „Danach haben wir unverständlicherweise das Fußballspielen eingestellt“, ärgerte sich Overs. Doch so richtig gefährlich wurde es nur kurz vor dem Pausenpfiff, als Thomas Best vor dem gegnerischen Tor scheiterte.

Mit mehr Schwung kamen die „Nullachter“ aus der Kabine, mussten erst einmal aber einen Herberner Distanzschuss, den Noetzel parierte, schadlos überstehen. Der auffällige Dorian Siegel ließ mit seinem Anschlusstor die Rünther Hoffnungen auf einen Punktgewinn wieder aufkeimen. Erneut Siegel traf per Kopf nur die Querlatte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit auf ein Tor gespielt. Leider haben wir uns für diese gute Leistung nicht mit dem Ausgleich belohnt“, meinte SuS-Trainer Michael Wierling, der früh den verletzungsbedingten Ausfall von Wagner beklagen musste. Im Vergleich zum 1:3 gegen die WSC-Reserve zeigte der SuS aber einen klaren Aufwärtstrend.

„Wir haben erst Vollgasfußball gezeigt und danach das Spiel aus der Hand gegeben. Mit dem 3:0 hätten wir den Sack zugemacht. So mussten wir noch bis zum Ende zittern“, resümierte Sven Overs.

SVH: Adamek – Lübke (55. Schlupp), Aschoff (71. Ja. Schwertmann), Nathaus, Zilligen, Overs (55. Spiegelhauer), Lohmann, Ophaus (66. Havers), Lutter, Pottmeier (66. Höltermann), Brinkmann

SuS: Noetzel - Wagner (4. Franke), M. Michalski, K. Michalski, Drlja, Närdemann, Obertaxer, Schnura (46. Siegel), Unrath (46. Schenk), N. Wierling (65. Rupp) Best

Tore: 1:0 (10.) Zilligen, 2:0 (12.) Lutter, 2:1 (68.) Siegel

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