SVH-Trainer Christian Bentrup: „Wir werden alles raushauen“

+
Trainer Christian Bentrup hat den Klassenerhalt im Visier, bevor er den SVH nach sechs Jahren verlässt und eine neue Aufgabe übernimmt. Wohin er geht, wird bald öffentlich gemacht.

Werne - Nach sechs Jahren hört Christian Bentrup am Saisonende als Trainer des SV Herbern auf. In der Rückrunde, die am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SV Burgsteinfurt eröffnet wird, hat der 53-Jährige aber noch eine Mission: die Blau-Gelben zum Klassenerhalt zu führen.

Mit 13 Zählern ist der SVH nur aufgrund der besseren Tordifferenz von einem Abstiegsplatz getrennt, hat aber auch ein Spiel weniger als die Hammer SV II absolviert. Einen Blick zurück auf die Vorbereitung und voraus auf seine letzten 14 Spiele wirft Christian Bentrup im WA-Interview.

Die Vorbereitung lief nicht ganz nach Wunsch. Wie geht es den Verletzten?

Bentrup: Mondrian Runde wird erst im März operiert, die Patellasehnen-Verletzung bei Sebastian Schütte ist gravierend – daher rechne ich nicht mehr mit beiden in dieser Saison. Dennis Hölscher hat nach seiner Rückenblessur einen Rückschlag erlitten. Zum Glück sind Dennis Närdemann, Markus Betke und Tim Bröer wieder fit, Philipp Dubicki befindet sich im Lauftraining.

Der bestehende Kader genießt das vollste Vertrauen?

Bentrup: Ja! Unstrittig ist, dass wir immer noch über eine große Qualität im Kader verfügen. Daher war es kein Thema, in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Es ist aber auch entscheidend, die vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen und in Punkte umzumünzen. Wir brauchen in der Rückrunde vor allem Nervenstärke und den absoluten Willen.

Hat sich etwas in der Zusammenarbeit mit den Spielern geändert, seit bekannt ist, dass Sie den Verein am Saisonende verlassen?

Bentrup: Eigentlich nicht. Dennoch ist in dieser sportlich schwierigen Situation natürlich nicht prickelnd mit dem Wissen, dass Trainer und Mannschaft am Saisonende auseinander gehen. Außerdem laufen die Gespräche mit den Spieler. Es gibt also einige Fragezeichen. Aber diese Probleme haben andere Vereine auch. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren, dann kommen wir unten wieder heraus.

Im Vergleich zur Hinrunde: Was muss besser werden, um die nötigen Punkte für den Nicht-Abstieg einzufahren?

Bentrup: Wir haben acht Heim- und sechs Auswärtsspiele, wollen zuhause den Grundstein legen, da unsere Bilanz in der Fremde sehr erschreckend ist. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, weniger Gegentore zu kassieren und die individuellen Fehler zu minimieren. Dadurch haben wir in der Hinrunde viele Punkte verloren.

Welche Bedeutung kommt dem Auftaktspiel zu?

Bentrup: So kurz nach der Winterpause weiß keiner so genau, wo er steht. Klar, das erste Spiel ist immer wichtig und wir werden auch alles raushauen, um zu gewinnen. Geht es aber schief, haben wir immer noch 13 Spiele vor der Brust. Wichtig ist auch das zweite Heimspiel gegen den Elften SC Münster.

Wie sieht Ihre eigene Zukunft nach sechs Jahren beim SV Herbern aus?

Bentrup: Ich werde zum 1. Juli 2016 einen neuen Verein übernehmen. Wohin es geht, wird in den nächsten Tagen von den Verantwortlichen bekannt gegeben.

Lesen Sie auch:

Bentrup geht im Sommer

Möllers folgt auf Bentrup

Löcke wird Co-Trainer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare