"Interne Unruhe": Andreas Weber wird abgelöst 

Die SVH-Frauen haben einen neuen Trainer

+
Heiner Döbbe ist neuer Trainer der SVH-Frauen.

Herbern – Die Verantwortlichen der Landesliga-Fußballerinnen des SV Herbern haben sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Andreas Weber getrennt. Einen neuen Coach präsentierten Seniorenfußball-Abteilungsleiter Malte Gärtner und die sportliche Leiterin Ute Krzyzosiak am Montagabend bereits auch schon.

Es ist Heiner Döbbe, der mit seiner Trainerlizenz im Frauenbereich schon Teams bis zur Regionalliga trainiert hat.

 „Interne Unstimmigkeiten und Unruhe im Umfeld haben zu dieser Trennung geführt“, führt Gärtner die Gründe an. „Wir sind in einer gemeinsamen Analyse zu der Überzeugung gekommen, dass wir jetzt eine Veränderung benötigen, um den eingeschlagenen Weg in dieser Saison und eventuell auch darüber hinaus erfolgreich fortsetzen zu können“, führte Gärtner weiter aus. 

Bis zum Saisonende wird Heiner Döbbe, der vorerst weiterhin vom bisherigen Co-Trainer Björn Christ unterstützt wird, die Mannschaft nun betreuen, die er am Montag beim Training erstmals kennenlernte. 

„Das Ziel ist nun erstmal die Mannschaft so schnell wie möglich kennenzulernen und mir ein Bild zu machen“, erklärt der Bäcker- und Konditormeister. Die SVH-Frauen seien ihm nicht völlig unbekannt, ein paar Mal habe er sie in dieser Saison schon gesehen.

 „Bei 45 Gegentoren ist natürlich klar, dass wir vor allem defensiv arbeiten müssen. Offensiv hat die Mannschaft einige gute Spielerinnen“, macht der ehemalige Stürmer sich in diesem Bereich weniger Sorgen.

Andreas Weber ist kein Trainer der SVH-Frauen mehr.

 Bei der Anfrage musste Döbbe, der sich in den vergangenen drei Jahren aus dem Vereinsgeschäft rausgehalten hat, nicht lange zögern. „Mir ist wichtig, dass der Verein ein gutes Umfeld hat. Und der Unterbau hat hier auch eine sehr gute Struktur und ist gewachsen“, sagt er. Wichtig sei nun, die Mannschaft in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen. „Das oberste Ziel ist natürlich die Klasse zu halten. Aktuell sind es sieben Punkte Vorsprung, aber das sind auch nicht die Welt“, warnt Döbbe.

 Döbbe selbst ist ein alter Hase im Trainergeschäft. 1977 startete er mit der Frauenmannschaft von Fortuna Walstedde in der Kreisliga und führte diese in seinen 22 Jahren im Verein bis zur Westfalenliga. Danach gab es weitere Stationen beim Regionalligisten Fortuna Münster, GW Amelsbüren und TuS Lipperode. Dazu trainiert Döbbe seit rund 25 Jahren die Mädchenauswahlmannschaften im Kreis Beckum. „Das möchte ich auch weiterhin tun, das liegt mir einfach am Herzen“, betont er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare