Vom SVH zum SVH: Bentrup geht zum SV Hilbeck

Vom SVH zum SVH: Bentrup geht zum SV Hilbeck

Christian Bentrup

Herbern - Christian Bentrup, bis zum 30. Juni in Diensten des SV Herbern, wird in der kommenden Saison neuer Trainer beim Fußball-Landesligisten SV Hilbeck.

Fußball-Abteilungsleiter Dieter Bethlehem stellte gestern den Nachfolger von Alf Dambrowsky vor, der nach knapp fünf Jahren zum Saisonende den SVH verlassen wird. So wechselt Bentrup vom SVH zum SVH, und auch farblich muss er sich nicht allzu groß umstellen: Schwarz-Gelb statt Blau-Gelb.

Bentrup kehrt damit im Sommer an eine alte Wirkungsstätte zurück. Denn in seinem ersten Seniorenjahr Anfang der 1980er Jahre kickte der heute 53-Jährige bei den Schwarz-Gelben. Nachdem er beim SVA Bockum-Hövel sein Fußball-Abc gelernt und in B- und A-Jugend in der jeweils höchsten Spielklasse das Trikot der Hammer SpVg getragen hatte, wurde Karl Niggemann vom SV Hilbeck auf den Youngster aufmerksam und lotste ihn an den Strangbach.

Dort spielte er aber nur eine Saison in der Bezirksliga unter Regie von Trainer Hermann Kaiser, da er zur Ausbildung beim BKA nach Wiesbaden ging. Nach einem Überbrückungsjahr in Bockum-Hövel entschied er sich auch zum sportlichen Wechsel ins Rhein-Main-Gebiet, heuerte beim VfL Fontana Finthen an. Im Mainzer Stadtteil übernahm er auch rasch Traineraufgaben im Nachwuchsbereich, absolvierte in der Folge alle Trainerscheine und ist heute als Inhaber der UEFA-Lizenz Mitglied im Verband Deutscher Fußballlehrer.

1993 kehrte er aus familiären Gründen in heimatliche Gefilde zurück. Den Kriminalbeamten ließ auch der Fußball nicht los. Aktiv kicken wollte er nicht mehr, sehr wohl aber als Trainer tätig werden. Bei den Sportfreunden fand er ein Tätigkeitsfeld, das er vier Jahre beackerte, dabei auch den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Nach einem kurzen Intermezzo in Rhynern kehrte er nach einer Pause nach Bockum zurück, um die Sportfreunde erneut in die Bezirksliga zu führen. In jenem Jahr gewann seine Mannschaft in der Hinrunde alle Spiele.

Fünf Spielzeiten blieb er in Bockum, wechselte darauf zur zweiten Mannschaft der Hammer SpVg, die er im zweiten Jahr in die Bezirksliga führte. 2010 ging er zum SV Herbern in die Landesliga, war mit den Münsterländern sogar ein Jahr in der Westfalenliga vertreten, ehe sich die Ascheberger Vorstädter nun für einen Wechsel auf dem Trainerstuhl am Ende der laufenden Spielzeit entschieden.

Er hätte sich durchaus nun eine Pause vorstellen können. Doch als der SV Hilbeck Kontakt mit ihm aufnahm, sagte Bentrup zu. „Ich hatte ja gar nicht damit gerechnet, dass Alf aufhört“, brachte Bentrup gegenüber dem Anzeiger höchste Anerkennung für die Arbeit seines Vorgängers zum Ausdruck. „Alf hat ein Fundament geschaffen, auf das ich aufbauen kann. Ich hoffe, die Potenziale ausreizen zu können“, so Bentrup.

Hilbeck sei die Topadresse im Fußballkreis Soest und für ihn daher äußerst reizvoll. Zudem sei Landesliga auch das Minimum gewesen, um im Trainermetier weiter tätig zu bleiben. Ganz unbekannt sei ihm seine künftige Mannschaft auch nicht, hatte er doch in seiner Zeit in Hamm die SVH-Akteure Dennis Krautwurst und Thomas Müller unter seinen Fittichen.

Eine Zielsetzung wollte Bentrup noch nicht formulieren, zumal die Zusammensetzung des Kaders noch längst nicht klar sei. Derzeit laufen die Gespräche, in die Bentrup auch eingebunden wird. Nicht mehr dabei ist dann zum Beispiel Daniel Diers, der mit 34 Jahren kürzer treten und zu den Alten Herren in seinem Heimatort Rhynern wechseln will.

Der künftige Hilbecker Coach wird sich in den nächsten Wochen und Monaten aber noch darauf konzentrieren, mit dem SV Herbern den Klassenerhalt in der Landesliga 4 zu schaffen.

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