Sturmmisere bei Eintracht Werne lässt zwei stolze Serien reißen

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Groß war die Enttäuschung bei der Eintracht nach demSchlusspfiff der Partie gegen Bönen. 

Werne – Sie standen einträchtig am Spielfeldrand – und mussten tatenlos mit ansehen, wie ihre Mitspieler Angriff um Angriff auf das Tor der SpVg Bönen brachten. Abdullah Sahin und Serkan Adas, die den 24-Tore-Sturm der Eintracht bilden, litten sichtbar.

Sahin, der mit einer schweren Muskelverletzung im Oberschenkel noch mehrere Wochen ausfällt, wurde genauso vermisst wie Adas, der eine Gelbsperre abbrummen musste. Denn zu einem Tor sollte es nicht reichen – und so rissen gleich zwei stolze Serien der Evenkämper, die zudem nun sechs Punkte Rückstand auf den souveränen Spitzenreiter SVE Heessen aufweisen.

 Die Heessener siegten nicht nur im Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten VfL Mark mit 3:1. Da auch neben der Eintracht der Hammer SC beim 0:0 gegen Kellerkind SV Stockum patzte, beträgt ihr Vorsprung nun bereits fünf Punkte auf die Verfolger Mark, HSC und Bönen (alle 27 Zähler). Für die Eintracht endete die Serie von zehn Pflichtspielen ohne Niederlage, wobei es in dieser Zeit neun Siege gab (darunter auch die Erfolge beim SVE Heessen und im Kreispokal gegen den Bezirksligisten SG Bockum-Hövel und den Oberligisten Holzwickeder SC). 

Die letzte Meisterschafts-Niederlage gab es am 1. September beim 2:3 gegen den BV 09 Hamm. Zudem war das 0:1 gegen die defensivstarken Bönener – die erst acht Gegentore in dieser Saison kassiert haben – die erste Heimniederlage in dieser Saison im siebten Spiel und die erste seit dem 21. Februar, als es in der vergangenen Saison ein 0:2 im Heimspiel gegen den TuS Uentrop für den Vize-Meister gab. Aber schon in der Vorwoche deutete sich beim 4:4 in Pelkum an, dass die Eintracht eine schwerere Phase durchmacht. Nach einem 1:4-Rückstand wendete die Martinovic-Elf die Niederlage am Selbach-Park noch soeben ab. 

„Da müssen wir irgendwie durchkommen“, meinte Mario Martinovic während der Partie am Sonntag – und am Ende verzweifelte er genauso wie seine beiden zum Zuschauen gezwungenen Stürmer. „Dabei habe ich den Jungs nach dem Abpfiff zu ihrer guten Leistung gratuliert. Wir bestimmen das Spiel, schaffen es aber nicht, uns zu belohnen“, sagte der Trainer. 

Der 24-Tore-Sturm der Eintracht – Abdullah Sahin (vorne) und Serkan Adas – mussten tatenlos die Niederlage ihres Teams mitansehen.

Die Angreifer Sahin und Adas feuerten ihre Mitspieler immer wieder an und motivierten sie dazu, immer weiter nach vorne zu spielen. Doch am Sonntag zeigte sich, dass die beiden Führenden in der Torschützenliste mit je zwölf Toren halt nicht so einfach zu ersetzen sind. So vergab Deniz Ünal aus fünf Metern freistehend das 1:1 kurz nach der Pause und auch Pech kam dazu, als die Bönener bei einem Rettungsversuch die eigene Latte trafen. „Wir erspielen uns Chancen, die Flanken kommen. Aber es fehlen die Spieler in der Mitte, die diese verwerten“, erkannte Martinovic. 

Adas kehrt zurück, dafür sind Akyüz und Sari gesperrt

Er beorderte auch seinen robusten jüngeren Bruder Marko aus der Abwehr in den Sturm, Spielmacher Enes Akyüz und Rachid Souita versuchten ebenfalls alles. Doch alle wirkten im Abschluss unglücklich wie etwa Enes Akyüz im Eins-gegen-Eins gegen den starken SpVg-Keeper Patrick Heller. Zudem wurde es im Strafraum oft zu kompliziert und auch falsche Entscheidungen getroffen. Nun müssen die Evenkämper zusehen, dass sie in dieser schwierigen Phase den Anschluss an Heessen nicht verlieren. Am Sonntag zum Hinrundenende im Spiel beim TSC Hamm kehrt Serkan Adas ins Sturmzentrum zurück, dafür fallen aber Kapitän Enes Akyüz für das Spiel bei seinem Ex-Verein und auch Abwehrspieler Tunahan Sari nach ihrer fünften Gelben Karte aus. Es wird nicht einfacher, zumal der TSC Hamm jetzt bei seinem 4:0 über den FC Overberge bewiesen hat, dass er ein unangenehmer Gegner ist.

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