SV Stockum verliert den Anschluss, FC Overberge zeigt starke Reaktion

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Stockums Kapitän (rechts) sah kurz nach der Pause die Rote Karte.

Hamm - Der Tabellenvorletzte SV Stockum hat das Kreisliga-Kellerduell beim Drittletzten TuS Wiescherhöfen II deutlich mit 3:8 verloren und geht nun mit sechs Punkten Rückstand auf den direkten Konkurrenten am rettenden Ufer in die Winterpause. Zudem sah Abwehrchef Marin Medjedovic noch die Rote Karte (46.). Der FC Overberge meldet sich zurück: Nach zuletzt schwachen Vorstellungen gelang der Mannschaft des Trainergespanns Christian Jagodzisnki und Volker Grahl zum Jahresabschluss nochmal ein beachtliches 3:0-Erfolg gegen den Tabellennachbarn SVF Herringen. Das Spiel von Eintracht werne fiel hingegen aus.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): TuS Wiescherhöfen II – SV Stockum 8:3 (4:3). Dabei fand der ersatzgeschwächte Gast ganz schwer in die Partie und lag nach 15 Minuten 1:4 zurück. Beim 1:0 traf Baskan per Kopf (3.). Hamza Laoudi traf im direkten Gegenzug zum 1:1 (4.). Doch nur fünf Minute später musste Oliver Holm erneut den Ball aus dem Netz holen. Kahlert traf zum 2:1 mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze über die Mauer hinweg (9.).

 Ein Eigentor von Jonas Thörner und der Treffer von Wündisch führten zum 4:1 (14., 15.). „Die ersten 15 Minuten waren wir nicht wach. Trotzdem versuchen wir wieder, ins Spiel zu kommen und die Jungs haben sich nicht aufgegeben“, sagte SVS-Trainer Zakaria Slimani. Denn es kam zu einer Trotzreaktion. Nachdem Torhüter Harbach weit aus seinem Tor eilte und vor einem Stockumer Angreifer klärte, landete der Ball bei Youness Rissane. Der schlenzte die Kugel über 40 Meter hinweg ins leere Tor zum 4:2 (35.). Beim 4:3 zwei Minuten später durch Sanel Mehovic kombinierte sich der Gast zuvor durch die Wiescherhöfener Abwehr (37.). 

Nach der Pause wollte der Gast nachlegen – und wurde erst einmal ausgebremst. Nach einem Foul eines Wiescherhöfeners an der Mittellinie direkt vor den Trainerbänken kam es zu einer Rudelbildung mit Schubsereien und verbalen Scharmützeln. Dabei soll Medjedovic einen Gegenspieler geschubst haben und sah Rot. „Das Foul war definitiv härter als der Schubser. Die Entscheidung ist für mich nicht akzeptabel. Außerdem hatte Youness Rissane geschubst und Marin Medjedovic als Kapitän etwas gesagt. Da kochen die Emotionen hoch“, war Slimani nicht einverstanden mit dem Platzverweis. 

Noureddine Bhihi hatte in Untertzhal die Chance zum Ausgleich, verzog aber knapp (60..). Wenig später fiel das 5:3 im Anschluss an einem Freistoß (64.). Wiescherhöfen spielte die Partie ohne Mühe zu Ende und betrieb Chancenwucher in der Schlussphase. So trafen nur noch Makroum, Jozefiak und Sporkert gegen einen Gegner in Auflösungserscheinungen in der Deckung. „Mut macht mir, dass die Jungs sich nicht aufgeben“, erklärte Slimani.

SVS: Holm – Thörner, Partlak, Tas, Medjedovic, Rissane, N. Bhihi (85. Kerkhoff), Mehovic (72. Lamaakez), Slimani, Bouaid, Laoudi 

Tore: 1:0 (3.) Baskan, 1:1 (4.) Laoudi, 2:1 (9.) Kahlert, 3:1 (14.) Eigentor Thörner, 4:1 (15.) Wündisch, 4:2 (35.) Rissane, 4:3 (37.) Mehovic, 5:3 (64.) Lysk, 6:3 (85.) Makroum, 7:3 (90. +3) Jozefiak, 8:3 (90.+5) Sporkert 

Bes. Vork.: Rote Karte für Medjedovic (SVS, 46.) Tätlichkeit

FC Overberge – SVF Herringen 3:0 (1:0). Nach diesem Sieg steht der FCO jetzt vorerst auf Platz sechs. Kurz vor der Pause erzielte erst Nico Zebrowski den Führungstreffer, in der zweiten Hälfte legten dann Daniel Piotrowski und Luca Steinbach nach. „Es war ein verdienter Sieg, auch in der Höhe und vor allem ohne Gegentor“, freute sich FCO-Trainer Christian Jagodzinski. 

Herringen wurde nur einmal in der ersten Halbzeit gefährlich, ansonsten probierten sie es mit Schüssen aus der zweiten Reihe. „Es war eine starke Leistung von uns und eine tolle Arbeit vom ganzen Team gegen den Ball“ lobt Jagodzinski – und lobte seine Elf weiter. „Es war das beste Spiel der Saison gegen den Ball.“ – und das eine Woche nach dem indiskutablen 0:5 gegen den VfL Mark.

 Mann des Spiels war Harun Akgöz, der im Mittelfeld die Geschicke leitete. Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Jetzt geht Overberge mit viel Selbstvertrauen in die Pause und in das neue Jahr. „Wenn wir so in 2020 gehen, dann kann es ein gutes Jahr werden.“

FC Overberge: Beckmann – Schacht (68. Bachmann), Akdogan, Beck, Akgöz (83. Donner), Piotrowski (79. Wittwer), Zebrowski (88. Gürses), Steinbach, Knoke, Gladysch, Buschmann 

Tore: 1:0 Zebrowski (44.), 2:0 Piotrowski (54.), 3:0 Steinbach (75.)

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